Offener Regionalfonds zur Initiierung und Finanzierung trilateraler und multilateraler Kooperation in den Ländern des Nahen Ostens (ORF II)
Open Regional Fund (ORF)
Projektdetails
- Projektnummer:2013.2174.4
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3A00 Naher und Mittlerer Osten 2
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Mittlerer und Naher Osten, Jordanien, Palästinensische Gebiete
Zusammenfassung
- Ziele:
Ausgewählte institutionelle Akteure verbessern durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit ihren Beitrag zur inklusiven und friedlichen sozio- ökonomischen Entwicklung ihrer Länder und der Region des Nahen Ostens.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ohne politischen Träger - Direkt mit Bevölkerung oder Nichtregierungsorganisationen
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:6 000 308 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2008.2116.5
Offener Regionalfonds zur Initiierung und Finanzierung trilateraler und multilateraler Kooperationsprojekte in Ländern des Nahen Ostens (ORF)
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 13.11.2008 - 13.04.2017 - Aktuelles Projekt:01.07.2013 - 13.04.2017
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
43010 Multisektorale Hilfe
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Wirtschaftliche und politische Kooperation zwischen den Staaten des Nahen Ostens sowie ihre Integration bergen ein hohes Potenzial für die Region. Die regionale Kooperation bietet Gesellschaften mit ähnlichen Merkmalen ein Forum, in dem sie sich über Best-Practices austauschen können, wie sie mit ähnlichen Herausforderungen umgehen. Sie ist auch ein Mittel um grenzüberschreitende Probleme gemeinsam anzugehen, die unilateral nicht zu bewältigen wären. Erfolgreiche Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg stärkt das gegenseitige Vertrauen der Partner und deren wechselseitige Interdependenz und befördert einen konstruktiven Umgang mit Konflikten. Somit werden sowohl direkte als auch indirekte Entwicklungserfolge erzielt.
Ziel
Ausgewählte institutionelle Akteure verbessern durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit ihren Beitrag zur inklusiven und friedlichen sozioökonomischen Entwicklung ihrer Länder und der Region des Nahen Ostens.
Vorgehensweise
Entwicklungspolitisch relevante Kooperationsansätze werden ermittelt, initiiert und in Zusammenarbeit mit den Partnern ausgearbeitet. Die Förderung der Einzelprojekte wird aus Mitteln des Fonds beantragt. Durch das flexible Auftragsverfahren können Einzelprojekte an die aktuellen politischen Geschehnisse in der Region konfliktsensibel angepasst werden.
Der Offene Regionalfonds berät und begleitet multinationale Arbeitsgruppen, Komitees und andere Partner, die einzelne Kooperationsprojekte steuern. Er unterstützt die Partner durch Studien und Beratung sowie durch Aus- und Fortbildungen unter anderem durch fachspezifische Consultingunternehmen. Die Partner werden so in die Lage versetzt, Kooperationsprojekte den spezifischen Zielen entsprechend zu planen, zu steuern und gendersensibel durchzuführen.
Wirkungen
Folgende Wirkungen konnten innerhalb einer gezielten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Rahmen des Offenen Regionalfonds (ORF) für folgende Projektbeispiele erreicht werden:
• Telemedizin; Palästinensische Gebiete, Jordanien,. Eine maßgeschneiderte Telemedizin-Anwendung ermöglicht palästinensischen Ärzten eine zweite Meinung bei ihren jordanischen Kollegen einzuholen. Dies erleichtert einerseits die Diagnostik, aber auch den Transfer von Patienten. So tauschen zum Beispiel das Krankenhaus von Beit Jala und das King Hussein Krebszentrum regelmäßig Information aus. Davon profitieren insbesondere krebskranke Kinder, denn diese Spezialisierung ist in den Palästinensischen Gebieten nicht weit verbreitet.
• Radioprogramm für das Jordantal - Palästinensische Gebiete; Jordanien. Dank der Zusammenarbeit zwischen einer palästinensischen und einer jordanischen Radiostation empfängt die Bevölkerung des Jordantals erstmals eine auf sie zugeschnittene Rundfunksendung. Diese Sendung bietet den Bewohnern eine Plattform, um sich über Probleme und Lösungsansätze im Umgang mit lokalen Herausforderungen auszutauschen, verschafft ihnen aber auch Gehör bei politischen Entscheidungsträgern. In einigen Fällen konnte die umfassende Berichterstattung lokale Behörden motivieren, zum Beispiel den Zustand von Straßen zu verbessern oder eine Fabrik zu schließen, die umweltschädliche Stoffe ausgestoßen hat.
• Middle East Network for Innovative Teaching and Learning (MENIT); Palästinensische Gebiete, Jordanien, Syrien, Libanon. Das Netzwerk unterstützt Bildungsexperten aus den teilnehmenden Ländern in ihren Reformbestrebungen. In regionalen und thematischen Arbeitsgruppen werden Reformansätze ausgetauscht und entworfen, die Innovation und Kreativität in den Lehreinrichtungen im Nahen Osten befördern. Die Anwesenheit hochrangiger Vertreter der Mitgliedsstaaten bei den letzten Regionalkonferenzen zeigt, dass die Empfehlungen des Netzwerks auch für nationale Reformprozesse von Interesse sind.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Economic and political cooperation and integration between the states of the Middle East could have a strong positive impact on the region. Regional cooperation provides societies that have many features in common with a forum for sharing information on best practices as they face up to similar challenges. Such cooperation can also help solve problems with a cross-border dimension for which unilateral efforts are not enough. Effective cross-border cooperation strengthens mutual trust and interdependence between the partners, promoting constructive approach to the transformation of conflicts.
Objective
Through cross-border cooperation, selected institutional actors are increasing their contributions to inclusive and peaceful socioeconomic development for their countries and the wider Middle East region.
Approach
The project is identifying and initiating cooperation measures with relevance for development, which it then further elaborates in cooperation with its partners. Financial support is then sought from the Open Regional Fund for each project. A flexible commissioning procedure allows the adaptation of individual projects to actual political events in the region, in a conflict-sensitive way.
Staff of the Open Regional Fund (ORF) provide advice and ongoing support to the multinational working groups, committees and other partners that are managing the separate projects. This support encompasses studies and training activities, and sometimes involves the assignment of specialist consultants. Through this, our partners gain the capacity to plan, steer and implement cooperation projects, according to specific objectives and in a gender-sensitive manner.
Results achieved so far
The results of the Open Regional Fund are exemplified in the following examples of targeted, cross-border cooperation projects.
• Telemedicine –Palestinian Territories, Jordan: A customised online application for telemedicine allows Palestinian doctors to seek second opinions in consultation with their Jordanian colleagues. This means it is easier to make diagnoses and facilities patient transfers. Beit Jala hospital and King Hussein Cancer Center now regularly exchange information in this way. In particular, this is benefiting children with cancer for whom appropriate medical specialists are rare in the Palestinian Territories.
• Radio programme for the Jordan Valley – Palestinian Territories, Jordan: Cooperation between two radio stations, one Jordanian and one Palestinian, means the people of the Jordan Valley now have their own tailored radio programme. The broadcast offers local people a platform on which to share ideas on the challenges they face and the best practices learned in their communities. The radio programme ensures these people’s voices are heard by policymakers. In some cases, extensive coverage has prompted the authorities to act, for example, by repairing roads or closing a factory that was polluting the environment.
• Middle East Network on Innovative Teaching and Learning (MENIT) – Palestinian Territories, Jordan, Syria, Lebanon: This network supports education experts from all the countries involved, in their reform efforts. In regional and thematic working groups, they share and develop their approaches to promote innovation and creativity in the educational institutions of the Middle East. The presence at the most recent regional conferences of high-level representatives of the member states shows that the network’s recommendations are also of interest for national reform processes.