Förderung Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz

Projektdetails

  • Projektnummer:2013.2202.3
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Uganda

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Rahmenbedingungen für den Zugang zu erneuerbaren Energien sowie einer effizienten Energienutzung für Unternehmen und Haushalte in Uganda sind verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Energy and Mineral Development

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:7 104 419 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2010.2056.9

    Programm Förderung von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz

Nachfolger-Projekt

  • 2016.2112.7

    Programm Förderung Erneuerbarer Energie und Energieeffizienz

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    07.05.1999 - 31.12.2026
  • Aktuelles Projekt:22.08.2013 - 31.01.2017

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    23110 Energiepolitik und -verwaltung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Uganda ist mit einer großen Vielfalt an natürlichen Energieressourcen ausgestattet. Das Land verfügt über reichliche Vorkommen an Biomasse, Wasser und Torf sowie über günstige Bedingungen für Solar-, Wind- und Geothermieenergie. Unter diesen Energiequellen tragen Wasserkraft und Biomasse am meisten zur Energieversorgung der Bevölkerung bei. Während über 90% der verbrauchten Energie im Land aus Biomasse stammt, wird jedoch zu wenig getan, um die verbrauchten Ressourcen zu erneuern. Zudem weist das Land eine geringe Elektrifizierungsrate von 15% auf. Die erzeugte Elektrizität wird oft verschwenderisch genutzt, was die ohnehin schon mangelhafte Versorgungslage noch verschlechtert. Dadurch gehört Uganda zu den Ländern mit den niedrigsten Energieverbrauchsraten, was hauptsächlich dem unterentwickelten Energiesektor geschuldet ist.
Ziel
Die Bedingungen im ugandischen Energiesektor für die Nutzung von erneuerbaren Energieressourcen sind verbessert; und Schritte zur Förderung eines effizienteren Energieverbrauchs wurden unternommen.
Vorgehensweise
Das Programm zur Förderung von Erneuerbarer Energie und Energieeffizienz (PREEEP) unterstützt das ugandische Ministerium für Energie und Mineralentwicklung (MEMD) bei der Förderung von nachhaltiger Energienutzung zugunsten von sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung, indem der Zugang zu erneuerbarer Energie verbessert sowie die effiziente Nutzung der vorhandenen Energie gefördert wird. PREEEP fördert den Aufbau und Stärkung von Kapazitäten im Ministerium in Energiepolitik, Budgetplanung sowie Monitoring und Evaluierung. Zur Zeit unterstützt das Programm das MEMD dabei, Ansprechstrukturen für Energiefragen in 17 Pilotdistrikten aufzubauen. Diese Maßnahme soll den Austausch zwischen Ministerium und den Lokalregierungen verbessern. Das Programm arbeitet hauptsächlich im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ), erhält jedoch auch Mittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Nuklearsicherheit (BMUB). Maßnahmen im Auftrag des BMUB zielen auf die Entwicklung von Klimawandelmilderungsstrategien von öffentlichen und privaten Akteuren ab.
Gleichzeitig werden eine Reihe von PREEEP Aktivitäten von der internationalen Energizing Development Gruppe (EnDev), bestehend aus australischen, britischen, holländischen, deutschen, norwegischen und schweizer Entwicklungspartnern, finanziert. Das Programm verwendet EnDev-Mittel um die Verbreitung von erneuerbaren und effizienten Energieprodukten und Dienstleistungen voranzutreiben.
Zudem werden Maßnahmen in Partnerschaft mit der deutschen Privatwirtschaft durchgeführt. Dies ist ein Resultat der „develoPPP"- Initiative des BMZ, welche interessierte europäische Unternehmen dabei unterstützt, in Entwicklungs- und Schwellenökonomien zu investieren. Bis jetzt werden Partnerschaften mit Kirchner Solar, E.ON und KSB umgesetzt.
Das Programm unterstützt auch das Mainstreaming von Querschnittsthemen wie Geschlechtergleichstellung und HIV/AIDS.
Wirkungen
Im Auftrag des BMZ hat PREEEP das Ministerium dabei unterstützt, im Jahr 2011 einen ersten Joint Sector Review im Energiesektor durchzuführen. Seitdem hat das Ministerium eigenständig drei weitere Sector Reviews erfolgreich ausgerichtet.
Das Programm hat Unternehmen aus dem Sektor „erneuerbare Energie- und Energieeffizienz" unterstützt Unternehmensverbände zu gründen. Durch diese Verbände können sie ihre Interessen besser vertreten und Güter sowie Dienstleistungen standardisieren. Die bisher gegründeten Verbände sind die „Ugandische Nationale Allianz für Sauberes Kochen" sowie die „Ugandische Nationale Allianz „Erneuerbare Energie und Energieeffizienz".
Im Rahmen des „develoPPP.de" Programms wurde ein Mobilfunkmast im Luwero Distrikt mit Photovoltaik ausgestattet und versorgt nun das netzferne Dorf Kabunyata mit Lichtenergie. Die Installation des Photovoltaik-Systems und des Inselnetzes ermöglicht diesem Dorf einen Zugang zu sauberer, erschwinglicher Energie sowie den modernen Komfort einer zuverlässigen Energieversorgung.
Im Rahmen von EnDev hat das Programm den Zugang zu modernen Energiedienstleistungen für mehr als 21.000 Menschen, 200 sozialen Einrichtungen und 300 kleinen und mittelständischen Unternehmen ermöglicht, vor allem durch Solarenergie und Anschlüsse ans Stromnetz, aber auch durch effiziente Kochherde für 200.000 Menschen.
Im Auftrag des BMUB hat PREEEP die Carbon Foundation for East Africa bei der Entwicklung eines transnationalen „Programme of Activities" (PoA) unterstützt. Bekannt als „Improved Cooking Stoves for East Africa" (ICSEA) zielt dieses Programm darauf ab, die Verwendung von effizienten Kochherden in Ostafrika weiter zu verbreiten. Im Jahr 2012 wurde ICSEA von der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen als das weltweit erste transnationale PoA unter dem Clean Development Mechanism (CDM) registriert. Es ist angesiedelt in Uganda und steht Kochherdprojekten in Kenia, Burundi und Ruanda offen.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Uganda is endowed with a wide variety of natural energy resources. The country has abundant supplies of biomass, water and peat, as well as favourable conditions for solar, wind and geothermal power generation. Of these, hydropower and biomass are the resources that currently contribute most to meeting the population’s energy demands. While over 90% of all the energy consumed in the country derives from biomass, little is done to replace the supply once it has been used. Furthermore, though the country has a low rate of electrification at 15%, the electricity that is generated is often used wastefully, hence aggravating the already insufficient supply. The situation has caused Uganda to be one of the world’s lowest energy consumers, with the low consumption being attributed mainly to the largely underdeveloped state of the energy sector.

Objective
Conditions in the Ugandan energy sector are more conducive to the use of renewable resources, and steps have been taken to encourage greater efficiency of energy consumption.
Approach
The Promotion of Renewable Energy and Energy Efficiency Programme (PREEEP) supports the Ugandan Ministry of Energy and Mineral Development (MEMD) in promoting the sustainable use of energy for social and economic empowerment, while increasing access to renewable energy and promoting efficient use of existing supplies. PREEEP carries out capacity building measures for the Ministry as a contribution to improved policies, budget planning, monitoring and evaluation. Currently, the programme is also assisting MEMD to establish energy focal points in 17 pilot districts. This is in order to improve exchanges between the Ministry and the local governments.
The programme works primarily on behalf of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), but also receives funds from the Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation, Building and Nuclear Safety (BMUB). Interventions on behalf of BMUB are designed to promote climate change mitigation strategies by both public and private actors.
At the same time, the international group Energising Development (EnDev), comprised of Australian, British, Dutch, German, Norwegian and Swiss development partners, also provides financing for a number of PREEEP activities. The programme uses EnDev funds to promote the dissemination of renewable and efficient energy products and services.
Meanwhile, measures are also carried out in partnership with German businesses. This is the result of the BMZ’s ‘develoPPP.de’ initiative, which supports European companies interested in investing in developing and emerging economies. So far, partnerships have been started with Kirchner Solar, E.ON and KSB.
The programme also supports the mainstreaming of crosscutting issues, such as gender equality and HIV/AIDS.
Results achieved so far
On behalf of BMZ, PREEEP assisted the Ministry to carry out the first Energy Joint Sector Review in 2011. To date the Ministry has successfully spearheaded three Joint Sector Reviews.
The programme has supported enterprises offering renewable energy and energy-efficient technologies and services to form business associations. Through these, they can lobby their interests and standardise their goods and services. Bodies formed so far include the Uganda National Alliance on Clean Cooking and the Uganda National Renewable Energy and Energy Efficiency Association.
Through the develoPPP.de programme, a mobile network mast in Luwero district has been equipped with solar panels and now brings light to the remote village of Kabunyata. The installation of photovoltaic (PV) generators and mini grids in this remote, off-grid village means the community now has access to clean, affordable electricity and the modern conveniences associated with reliable power.

On behalf of EnDev, the programme has facilitated access to modern energy services for more than 21,000 people through solar and grid connections, more than 200,000 through improved cook stoves, more than 200 social institutions and more than 300 SMEs.

On behalf of BMUB, PREEEP has given its support to the Carbon Foundation for East Africa for the development of a transnational programme of activities (PoA). Known as ‘Improved Cooking Stoves for East Africa’ (ICSEA), this programme aims to spread the use of energy-efficient stoves throughout East Africa. In 2012, the United Nations Framework Convention on Climate Change registered ICSEA as the world’s first multi-country PoA under the Clean Development Mechanism (CDM). It is based in Uganda, and open to cook stove projects in Kenya, Burundi and Rwanda.