Beratung der Kommunalverwaltungen der Euro 2012-Austragungsorte

Projektdetails

  • Projektnummer:2013.2224.7
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3900 Deutschland, Europa, Südkaukasus
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Ukraine

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Kapazitäten der ukrainischen Regierung und der vier Gastgeberstädte Kiew, Donezk, Lwiw und Charkiw in den Bereichen Transport (Flughäfen, öffentlicher Nahverkehr) Stadien, Standortmarketing und Tourismusförderung zur Durchführung der UEFA EURO 2012 sind nachhaltig

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministerium für Entwicklung der Gemeinden und Territorien der Ukraine (MinRegion)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:2 168 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2010.2236.7

    Beratung und Aufbau von Steuerungskapazitäten für die EURO 2012

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    18.10.2010 - 15.09.2016
  • Aktuelles Projekt:31.01.2013 - 15.09.2016

Sonstige Beteiligte

  • Arge VCDB-DREBERIS-PTV

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Handelsentwicklung

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    25010 Geschäftspolitik und -verwaltung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Die Städte Lwiw, Kharkiw, Donezk und Kiew waren Spielorte der Fußballeuropameisterschaft 2012, die die Ukraine gemeinsam mit Polen ausrichtete. Von ihr versprach sich das sportbegeisterte Land eine stärkere EU-Integration. Die zentrale Frage lautete: Wie können Großveranstaltungen im Sport genutzt werden, damit sie der nachhaltigen Entwicklung von Land und Leuten dienen?

Ziel
Die Ressourcen und die Leistungsfähigkeit der Verwaltungen zur nationalen und internationalen Vermarktung und Wirtschaftsförderung sowie für die städtischen Transportsysteme sind an den vier Spielorten der Europameisterschaft 2012 gesteigert.

Vorgehensweise
Das Vorhaben konzentriert sich auf zwei Arbeitsfelder: kommunale Wirtschaftsförderung, mit besonderem Akzent auf dem Thema Stadtmarketing, sowie Verbesserung des öffentlichen Verkehrs. Beide Bereiche stärken die lokale Wirtschaftsleistung und erhöhen die Qualität von Planung und Organisation des öffentlichen Verkehrs für fast acht Millionen Menschen. Gemeinsam mit den zuständigen Fachabteilungen der Städte organisierte die GIZ vor dem Turnier zahlreiche Workshops und Trainingsmaßnahmen sowie Studienreisen. Bei den Maßnahmen für den Verkehrsbereich wirkte vor allem ein Konsortium um das Leipziger Unternehmen VCDB mit.
Die Mitarbeitenden lernten, wie die Besucherinformation in den Stadtzentren optimiert, wie gezielte Marketingaktionen durchgeführt werden können oder wie der öffentliche Verkehr besser geplant und organisiert werden kann.
Seit Sommer 2012 unterstützt die GIZ die neu geschaffenen Strukturen, wie etwa die Abteilungen für Tourismusförderung, auf der Basis von mittel- und langfristigen Strategien. Ein Kernpunkt dieser Strategien sind öffentlich-private Tourismusallianzen, verbesserte Marketinginstrumente, wie Onlineverkäufe oder Messeauftritte, sowie der Aufbau eines Monitoringsystems, das die sozioökonomischen Wirkungen des Tourismus erfasst. Im Arbeitsfeld Mobilität gewinnen neue umweltfreundliche Verkehrsträger wie Fahrrad oder Schnellbusverkehr im Mix der städtischen Verkehrsträger an Bedeutung. Eine strategisch herausragende Rolle spielen die Städtepartnerschaften, beispielsweise zwischen Nürnberg und Kharkiw oder München und Kiew.

Wirkungen
Bis Ende 2013 verzeichneten die beteiligten Städte ebenso wie die gesamte Ukraine einen rasanten Anstieg der Besucherzahlen auf die Rekordmarke von auf 25,7 Millionen. In Lwiw verdoppelte sich gegenüber 2011 die Zahl der Touristen auf knapp zwei Millionen Besucher pro Jahr. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew verdienen inzwischen rund 17.000 Menschen ihren Lebensunterhalt im Tourismus. Zwei neue öffentlich-private Allianzen sorgen dafür, dass Synergien im Marketing und in der Entwicklung der Tourismusstandorte erschlossen werden. Die neu geschaffenen Abteilungen für Tourismus arbeiten mit eignen Budgets in Kharkiw, Kiew und Lwiw, zuletzt mit einem starken Akzent auf der systematischen Erschließung des Geschäftstourismus.
Rund 4.000 Fachleute wurden im Rahmen überbetrieblicher Weiterbildungsmaßnahmen geschult und helfen, das Serviceniveau kontinuierlich zu verbessern. Nach Angaben des ukrainischen Wirtschaftsministeriums trägt der Tourismus knapp neun Prozent zur Wirtschaftsleistung des Landes bei. Erstmals gibt es in den Städten Markenprofile. Unter dem Slogan „All about U" verfügt das Land seit 2013 über eine touristische Dachmarke.
Im Arbeitsfeld Mobilität ist das Wissen um moderne Planungsinstrumente deutlich gewachsen. Drei neue Konzepte für die Einführung von Schnellbusverkehren liegen in Kiew, Donezk und in Lwiw vor. Die Zahl der Masterpläne für den Radverkehr stieg von einem im Jahr 2011 auf inzwischen 14 landesweit. Die Anzahl an bedarfsgerecht gebauten Fahrradwegen hat sich verfünffacht.
In zwei Arbeitsgruppen fließen die Erfahrungen aus Planung und Bau vor Ort in die Anpassung der Normen für den Bau städtischer Verkehrssysteme an das EU-Regelwerk ein.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
The cities of Kyiv, Kharkiv, Donetsk and Lviv were match venues for the 2012 UEFA European Championship, which was hosted jointly by Ukraine and Poland. A sport-loving country, Ukraine hoped that the event would result in stronger EU integration. The key question was: how can major sporting events be used to promote the sustainable development of the country and its people?

Objective
Administrative resources and capacities for national and international marketing and economic promotion and for urban public transport systems are increased in the four EURO 2012 match venues.

Approach
The project is working in two main areas: municipal economic promotion, with a particular emphasis on city marketing, and the improvement of public transport. The aim is to boost local economic performance and enhance the planning and organization of public transport for almost eight million people. GIZ worked with the relevant departments of each city to organize a host of workshops and training activities as well as study trips ahead of the tournament. Support in the area of transport was provided primarily by a consortium headed by Leipzig firm VCDB.

Partners learned how to optimise visitor information in the city centres, how to conduct targeted marketing campaigns, and how to more effectively plan and organise public transport.

Using medium and long-term strategies, GIZ has been supporting the newly established entities, such as the tourism promotion departments, since mid-2012. Key components of these strategies are tourism alliances between the state and private companies, improved marketing instruments – such as online sales and participation in trade fairs – and the establishment of a monitoring system to record the socio-economic impact of tourism. In the area of mobility, new, environmentally friendly means of transport such as bicycles and express buses are becoming more significant in the urban transport mix. City partnerships, for example those between Nuremberg and Kharkiv or Munich and Kyiv, are playing an exceptional strategic role.

Results
By the end of 2013, visitor numbers to the partner cities and Ukraine as a whole had increased rapidly, reaching a record 25.7 million people. Lviv saw its annual tourist figures increase to almost two million visitors, twice the number that came in 2011. In the Ukrainian capital Kyiv, some 17,000 people now earn their living in the tourism industry. Two new alliances between the state and private companies are ensuring that synergies are leveraged for marketing and developing these tourist locations. The newly established tourism departments in Kharkiv, Kyiv and Lviv are working from their own budgets, most recently with a strong emphasis on systematically unlocking potential for business tourism.

Some 4,000 experts have been trained as part of inter-company continuing professional development and are helping to improve the level of service on an ongoing basis. According to figures from the Ukrainian Ministry of Economic Development and Trade, tourism accounts for almost nine per cent of the country's economic output. For the first time, the cities have a clearly defined brand. Since 2013, Ukraine has used the umbrella brand 'All about U' in its tourist industry.

There has been a significant increase in knowledge about modern planning instruments in the area of mobility. Three new concepts have been submitted in Kyiv, Donetsk and Lviv for the introduction of express bus services. The number of master plans for cycling has increased from only one in 2011 to the current 14 nationwide, and there has been a fivefold increase in the number of cycle paths built to meet needs.

Two working groups ensure that experiences from planning and construction work in the country are fed into the process of adapting standards for urban public transport systems to bring them into line with EU regulations.