Programm zur Förderung von Rechenschaftslegung und Transparenz
Projektdetails
- Projektnummer:2013.2247.8
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Uganda
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Wirksamkeit der externen Finazkontrolle in Uganda ist verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Office of the Auditor General Uganda
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:2 720 527 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 19.03.2014 - 31.03.2017 - Aktuelles Projekt:05.05.2014 - 31.03.2017
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
nicht verfügbar
CRS-Schlüssel
15111 Verwaltung der öffentlichen Finanzen
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Uganda erlebt seit einigen Jahren eine beachtliche wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Dennoch verhindern Korruption und Misswirtschaft bislang, dass das Land seine wachsende Leistungsfähigkeit in vollem Umfang zur Armutsbekämpfung nutzen kann. Laut Verfassung hat der Rechnungshof (Office of the Auditor General, OAG), die unabhängige oberste Rechnungskontrollbehörde, die Aufgabe, die öffentlichen Finanzen zu überprüfen. Er soll zur Korruptionsbekämpfung beitragen und sicherstellen, dass die Regierung die öffentlichen Gelder ordnungsgemäß, wirtschaftlich und sparsam verwendet. Die Aufdeckung mehrerer größerer Korruptionsfälle brachte dem Rechnungshof den Ruf ein, eine der leistungsfähigsten öffentlichen Einrichtungen Ugandas zu sein.
Eine Reihe von Defiziten hindert den Rechnungshof indes weiterhin an einer effektiven Prüfung der öffentlichen Haushalts- und Wirtschaftsführung. Aufgrund von Ressourcenengpässen im Rechnungshof entsprechen die Prüfungen noch nicht gänzlich den internationalen Normen und Richtlinien für die staatliche Finanzkontrolle (ISSAI). Zudem reagiert das ugandische Parlament nicht zufriedenstellend auf die Berichte des OAG, sodass seine Empfehlungen für die betroffenen Parteien keine verbindlichen Folgen haben. Gleichzeitig schränken überlappende Zuständigkeiten die Interaktionen zwischen dem Rechnungshof und anderen wichtigen Partnern im Sektor ein, darunter mit der Antikorruptionsbehörde (Inspectorate of Government, IG) und der staatlichen Beschaffungsbehörde (Public Procurement Disposal of Assets Authority, PPDA).
Ziel
Die Prüfungen des öffentlichen Sektors in Uganda sind effektiver; Kontrollorgane wie der Rechnungshof, die Beschaffungsbehörde und die Antikorruptionsbehörde arbeiten enger zusammen.
Vorgehensweise
Bei der Umsetzung des Projekts arbeitet die GIZ mit dem OAG, der PPDA und der IG zusammen. Ebenfalls beteiligt sind wichtige Akteure wie das ugandische Parlament, zivilgesellschaftliche Organisationen und (zu prüfende) staatliche Einrichtungen. Sie profitieren ebenfalls von verschiedenen Maßnahmen zur Kompetenzentwicklung. Die GIZ bietet Unterstützung in vielen Bereichen, zum Beispiel unterstützt sie dabei,
• den Strategischen Entwicklungsplan des OAG einschließlich Monitoring und Evaluierung umzusetzen,
• ein strategisches Konzept zur Personalentwicklung des OAG zu erarbeiten,
• die Qualität von Prüfung und Berichterstattung zu verbessern und durch eine Reform der Berichtsstrukturen zur Stärkung des Qualitätssicherungssystems des OAG beizutragen,
• eine Kooperationsstrategie für relevante Interessengruppen zu entwickeln, um die Zusammenarbeit mit maßgeblichen Akteuren zu intensivieren,
• ein Nachverfolgungssystem zu etablieren, mit dem sich kontrollieren lässt, ob das Parlament die Prüfungsempfehlungen des OAG annimmt und einfordert und ob die geprüften Stellen die Empfehlungen umsetzen,
• das Zusammenspiel von OAG und IG zu verbessern, durch Unterstützung von Workshops und Trainingsangeboten in den Bereichen Untersuchung und öffentliche Beschaffung für Mitarbeiter unterschiedlicher Hierarchieebenen der Institutionen,
• OAG bei der Erfüllung seiner Pflichten als Vorsitzender der „Arbeitsgruppe Prüfung der mineralgewinnenden Industrien" der Internationalen Organisation der Obersten Rechnungskontrollbehörden (INTOSAI).
Oberste Rechnungskontrollbehörden arbeiten nicht in Isolation, gleichzeitig muss auch die Leistungsfähigkeit anderer Behörden mit ähnlichen Aufgaben gestärkt werden. Durch gemeinsame Workshops und Seminare für die Mitarbeiter von Beschaffungsbehörde, Antikorruptionsbehörde und Rechnungshof sowie die Etablierung einer Plattform für strategische Diskussionen auf Führungsebene verbessert das Projekt Kommunikation, Zusammenarbeit und Wissensaustausch der beteiligten Institutionen im Sektor. Die Wirksamkeit der Aktivitäten wird dadurch erhöht, die Transparenz verbessert und zur Korruptionsprävention beigetragen.
Darüber hinaus fördert das Projekt die Organisations- und Personalentwicklung des Rechnungshofes in Übereinstimmung mit seinem strategischen Entwicklungsplan. Es unterstützt außerdem die Ermittlung zuverlässiger Daten zur Leistungserbringung der Institution für die verschiedenen Interessengruppen.
Zusätzlich werden Prüfungshandbücher und Leitlinien gemäß den internationalen Prüfungsstandards für die Finanzkontrolle entwickelt, um spezialisierte Prüfungen in den Bereichen Informationstechnik, Gender, Public Private Partnerships und öffentliche Baumaßnahmen zu unterstützen. Bei der objektiven Bewertung von Wirtschaftlichkeit und Effizienz der Verwaltung sowie der Verwendung öffentlicher Finanzen in Uganda nimmt eine unabhängige, leistungsstarke, gut strukturierte und transparente Oberste Rechnungskontrollbehörde eine Schlüsselposition ein.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Uganda has made considerable economic and social progress in recent years. Nevertheless, corruption and mismanagement have prevented the country from fully harnessing its improved capacity for poverty reduction. As an independent supreme audit institution, the Office of the Auditor General (OAG) is mandated under the constitution with auditing public revenues and expenditures. Its purpose is to ensure sound financial management of the government and to help prevent corruption. After a number of significant and successful corruption investigations, OAG has gained the reputation as one of the most effective public institutions in Uganda.
However, a number of shortcomings continue to hinder the institution from pursuing effective public sector audits. It still lacks the capacity to achieve full compliance with the International Standards of Supreme Audit Institutions (ISSAIs). Moreover, the Ugandan Parliament does not respond satisfactorily to reports submitted by OAG, so its recommendations have no binding effect on the affected parties. Meanwhile, overlapping competences hamper interactions between OAG and important partners in the field of accountability, including the Public Procurement Disposal of Assets Authority (PPDA) and the Inspectorate of Government (IG).
Objective
The effectiveness of public sector auditing in Uganda has increased, and there is enhanced cooperation between accountability organisations such as the Public Procurement Disposal of Assets Authority, the Inspectorate of Government and the Office of the Auditor General.
Approach
GIZ is working together with OAG, PPDA and IG to implement the project. Other key actors, such as the Parliament of Uganda, civil society organisations and government organisations (those subject to audits) are likewise involved. They also benefit from a range of capacity building activities. GIZ provides support in numerous areas, including:
• Implementation of OAG’s Corporate Plan, including monitoring and evaluation
• Development of a human resources development strategy and policies for OAG
• Raising the quality of auditing and reporting by reforming reporting structures and through support for OAG’s quality assurance system
• Improving cooperation with relevant actors by developing a cooperation strategy for the key stakeholders
• Establishing a follow-up system to track the adoption of OAG’s audit recommendations by Parliament and the implementation of recommendations by audited bodies
• Enhancing interaction between OAG and IG by supporting workshops at all levels and providing joint training in audit, investigation and procurement
• Assisting OAG in its capacity as chair of the INTOSAI Working Group on Extractive Industries
Supreme Audit Institutions do not work in isolation. Organisations that perform similar work also need to be taken into consideration, and strengthened at the same time. By holding joint workshops and seminars for the staff of PPDA, IG and OAG, and by facilitating a platform for strategic discussions at management level, the project will strengthen communication, cooperation and knowledge exchange between accountability institutions. This should enhance the effectiveness of their operations, increase transparency and prevent corruption.
The project will also promote organisational and human resources development in line with OAG’s Corporate Plan. It also supports the development of reliable data on its organisational performance to provide it to the stakeholders. In addition, guidelines and manuals will be developed according to international auditing standards. These will help practitioners to carry out specialist audits such as IT, Gender, PPP and Public Works Audits. An independent, efficient, well-structured and transparent Supreme Audit Institution will fulfil a unique role in providing an objective assessment of the cost-effectiveness and efficiency of Uganda’s public financial management.