Support to transboundary water cooperation in the Nile Basin
Project details
- Project number:2013.2249.4
- Status:Projekt beendet
- Responsible Organisational unit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
- Contact address: Transparency team transparenz@giz.de
- Partner countries: AFRICA, Burundi, Dem. Rep. Congo, Egypt, Ethiopia, Kenya, Rwanda, Sudan, South Sudan, Tanzania, Uganda
Summary
- Objectives:
Nile Basin Initiative (NBI)'s contribution to cooperation in water resources management and development between the Nile Basin's riparian countries is enhanced.
- Client:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Project partner:
Nil Becken Initiative
- Financing organisation:
not available
Volume of commission
- Financial commitment for the actual implementation phase:3 066 000 Euro
Cofinancing
not available
Previous project
2008.2138.9
Nil Initiative Wasser: Planung und Management der Wasserressourcen im Nil-Becken
Follow-on project
2016.2083.0
Unterstützung der grenzüberschreitenden Wasserkooperation im Nilbecken
Term
- Entire project:
(including all previous, current and following project implementation phases, if existing) 06.12.2001 - 31.03.2026 - Actual project implementation phase:22.08.2013 - 26.07.2016
other participants
- Hydroc GmbH
Further information
- Project websitesnot available
Policy markers
- Biodiversity
Significant (secondary) policy objective
- Gender Equality
Significant (secondary) policy objective
- Democratic and inclusive governance
Significant (secondary) policy objective
- Climate Change: Adaptation
Significant (secondary) policy objective
CRS code
14040 River basins development
Evaluation
not availableProject description (DE)
Ausgangssituation
Mit einer Länge von 6695 Kilometern ist der Nil der längste Fluss der Erde. Sein Einzugsgebiet umfasst rund ein Zehntel der Fläche Afrikas und beherbergt fast ein Viertel der afrikanischen Bevölkerung, für die der Fluss das mit Abstand wichtigste Süßwasserreservoir der Region ist.
Die Nachfrage nach Wasser in der gesamten Region steigt aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung und des Bevölkerungswachstums stetig, die Wasserressourcen werden jedoch bereits heute intensiv genutzt. Der klimatische Wandel und Veränderungen der Landnutzung beinträchtigen darüber hinaus die Verfügbarkeit der Ressource. Das Nilbecken gilt daher als eines der besonders konfliktanfälligen Flussgebiete, bis heute herrscht unter den Anrainerstaaten keine Einigkeit über die Wasserverteilung.
Die Anrainerstaaten des Nils – heute sind dies Ägypten, Äthiopien, Burundi, DR Kongo, Kenia, Ruanda, Südsudan, Sudan, Tansania, Uganda – gründeten 1999 die Nile Basin Initiative (NBI), um den Dialog untereinander zu fördern und gemeinsame Projekte in der Wasserbewirtschaftung voranzutreiben.
Deutschland ist, in enger Koordination mit anderen Gebern, langjähriger Partner der NBI und ihrer Mitgliedsstaaten. Seit 2002 unterstützt die GIZ die Initiative im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Gegenwärtig wird die Umsetzung des Strategischen Plans der NBI für 2012-2016 unterstützt.
Ziel
Die Nile Basin Initiative (NBI) trägt maßgeblich zur Konsensbildung und Kooperation der Anrainerstaaten bei der Bewirtschaftung und Entwicklung der Wasserressourcen des Nilbeckens bei.
Vorgehensweise
Die GIZ unterstützt die NBI durch Fach- und Prozessberatung in vier eng verknüpften Handlungsfeldern. Das gemeinsame Vorhaben von GIZ und NBI
- fördert den Dialog nationaler Schlüsselakteure: Personen und Institutionen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Massenmedien, die für die Kooperation am Nil von Bedeutung sind, werden in unterschiedlichen Foren und Formaten zusammengebracht.
- hilft den Anrainerstaaten dabei, fundierte Entscheidungen zur gemeinsamen Wasserbewirtschaftung zu treffen: Die wasserwirtschaftlichen Entscheidungsunterstützungssysteme der NBI werden genutzt, um Szenarien für wichtige Bewirtschaftungsfragen zu entwickeln und mit den Anrainern Handlungsempfehlungen zu formulieren. Die Umsetzung der Strategie zum Schutz regional bedeutender Feuchtgebiete und ihrer Biodiversität wird ebenfalls unterstützt.
- schafft günstige Rahmenbedingungen für nachhaltige Investitionen im Nilbecken: Detaillierte Richtlinien und Anleitungen zur Umsetzung der NBI-Umwelt- und Sozialpolitik helfen den Mitgliedsstaaten dabei, negative Umwelt- und Sozialwirkungen von Investitionsmaßnahmen im Rahmen der NBI-Investitionsprogrammen zu vermeiden und kritische Ökosysteme besser zu schützen.
- stärkt die fachlichen Kompetenzen für erfolgreiche Wasserkooperation in den Mitgliedsstaaten: Schlüsselpersonen, wie politische Entscheidungsträger oder Mitarbeiter nationaler Behörden, werden durch Weiterbildungsangebote gezielt gefördert und mit den entscheidenden Fragen der Nilkooperation besser vertraut gemacht.
Daneben berät die GIZ das NBI-Sekretariat zu Fragen der strategischen Planung sowie der institutionellen und finanziellen Nachhaltigkeit der Organisation.
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Mit Unterstützung der deutschen internationalen Zusammenarbeit und anderer Geber wurde aus einer politischen Initiative eine etablierte, geschätzte Plattform für den Dialog der Anrainer geschaffen.
Mit dem Sekretariat ist eine leistungsfähige Organisation entstanden, die die Dienstleistungen einer Flussgebietsorganisation erbringen kann: Sie unterstützt den Austausch wasserwirtschaftlicher Informationen, kann hydrologische und sozioökonomische Szenarien für die Planung bereitstellen und hat mit den Anrainerstaaten für viele Themenfelder des grenzüberschreitenden Wassermanagements gemeinsame Prinzipien und Strategien vereinbaren können. Diese Leistungsfähigkeit und die Kompetenzen werden nun verstärkt für die gemeinsame Entscheidungsfindung auf regionaler Ebene genutzt und bei der nationalen Planung der Mitgliedsstaaten angewendet.
Die Nile Basin Initiative hat seit ihrer Gründung zur Vertrauensbildung zwischen den Anrainerstaaten und zur Konfliktprävention wesentlich beigetragen. Heute arbeiten zahlreiche Wasserexperten aller beteiligten Länder gemeinsam an regionalen Lösungen zum Nutzen aller Mitgliedsstaaten. Für die Teileinzugsgebiete koordiniert die NBI Investitionen in eine regional abgestimmte Infrastruktur und Maßnahmen zum Schutz des Einzugsgebiets in einem Gesamtumfang von rund 1,4 Milliarden US-Dollar. Dabei werden beispielsweise die regionalen Stromnetze verknüpft, um den Nutzen der Wasserkraftentwicklung in einem Teil des Beckens mit anderen Anrainern teilen zu können und so den Konflikt um die Aufteilung der Wassermengen zu entschärfen.
Project description (EN)
Context
The Nile is 6,695 kilometers long, making it the longest river on earth. Its catchment area covers around a tenth of the surface of Africa and is home to almost a quarter of the African population. For these people the river is by far the most important freshwater reservoir in the region.
Demand for water in the entire region is constantly increasing due to economic development and population growth. However, water resources are already intensively utilized and climate change and land use changes are also having a negative impact on water availability. The Nile basin is therefore one of the conflict-prone river basins and up until now there has been no agreement on water allocation between the riparian states.
In 1999 the Nile basin states founded the Nile Basin Initiative (NBI) in order to promote dialogue and initiate joint investment projects. NBI member states include Burundi, DR Congo, Egypt, Ethiopia, Kenya, Rwanda, South Sudan, Sudan, Tanzania and Uganda.
Working in close coordination with other donors, Germany has been a partner to the NBI and its member states for many years. GIZ – on behalf of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) – has been cooperating with NBI since 2002, and is currently supporting the implementation of NBI’s Strategic Plan for 2012-16.
Objective
NBI’s contribution to consensus building and cooperation in water resources management and development between the Nile Basin’s riparian countries is enhanced.
Approach
GIZ is supporting the NBI by providing technical and process advice in four closely linked areas. The project, jointly run by GIZ and the NBI, is:
- promoting dialogue between key national stakeholders from policy making, administration, science, civil society and the mass media that have a significant role to play in ensuring cooperation on issues relating to the Nile, and bringing these stakeholders together in various forums and discussion formats.
- supporting Nile basin states to make sound decisions on cooperative water resources management. The NBI’s decision support systems are being utilized to develop scenarios for key management issues, and to formulate recommendations together with the basin states on what action should be taken. The project will also help states to implement a strategy for protecting regionally significant wetlands and their biodiversity.
- creating favorable conditions for sustainable investments in the Nile basin. Detailed guidelines for the implementation of the NBI Environmental and Social Policy will help member states to mitigate negative environmental and social impacts of projects under the NBI investment portfolio, and to ensure the protection of vital ecosystems of regional significance.
- building technical and personal skills so as to ensure successful water cooperation among member states. Key actors such as decision makers and technical staff of national water administrations will be given specific training and information to raise awareness on critical issues surrounding Nile cooperation.
In addition, GIZ provides technical assistance to the NBI Secretariat on issues relating to strategic planning and the institutional and financial sustainability of the organization.
Results achieved so far
With the support of the German cooperation and other donors, a political initiative has been transformed into an established and well regarded platform for dialogue between Nile basin states.
With the NBI Secretariat, a highly professional organization that is capable of delivering the services expected from a river basin organization has been built: it is supporting the exchange of information on water resources, is able to provide hydrological and socio-economic planning scenarios and has successfully reached agreement with Nile basin states on common principles and strategies for many of the issues relating to transboundary water management. The organization’s capabilities and skills are now being utilized more widely at a regional level to assist joint decision-making and are also being applied in member states’ own national planning processes.
Since its creation, the Nile Basin Initiative has significantly contributed to trust and confidence building and conflict prevention among Nile basin states. Numerous water experts from all participating countries are now working together to find regional solutions that will benefit all member states. On the sub-basin level, NBI is coordinating investments in joint infrastructure and watershed management projects with total value of around USD 1.4 billion. This includes interconnecting power networks so that the benefits of hydropower development in one part of the basin can be shared with other Nile basin states, thereby defusing conflicts on water allocations.