Wasserprogramm
Water Programme for the Palestinian Territories
Projektdetails
- Projektnummer:2013.2257.7
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3A00 Naher und Mittlerer Osten 2
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Palästinensische Gebiete
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Kapazitäten der Institutionen im Wassersektor für die Planung, Steuerung und Regulierung der Wasserver- und Abwasserentsorgung sind verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Palestinian Water Authority
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:8 707 021 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2009.2084.3
Wasserprogramm
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 02.03.2006 - 31.12.2018 - Aktuelles Projekt:01.10.2013 - 31.12.2018
Sonstige Beteiligte
- Arge ICON-Institut/OIEau/GCT
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitehttps://www.giz.de/de/weltweit/18092.html
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
14010 Wassersektorpolitik und -verwaltung
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Situation im palästinensischen Wassersektor wird zu großen Teilen durch die israelische Besatzungspolitik bestimmt. Die weitgehende Kontrolle über die Wasserressourcen durch Israel gefährdet die Versorgungssicherheit der Bevölkerung und behindert die weitere Entwicklung des Wassersektors in den Palästinensischen Gebieten. Aufwändige Abstimmungsprozesse mit den israelischen Behörden sind mit dafür verantwortlich, dass es in vielen Orten keine umweltgerechte Sanitärversorgung gibt; Gesundheitsrisiken und Umweltbelastungen sind die Folgen.
Hinzu kommt, dass die palästinensischen Wasserinstitutionen einen großen Bedarf bei der Verbesserung ihrer Leistungsfähigkeit und ihrer Managementkapazitäten haben. Steuerung und Regulierung des Wassersektors müssen dringend aufgebaut werden. Durch die Klärung von Mandaten und Zuständigkeiten der Institutionen sowie die Verbesserung der Kundenorientierung sollen die kommunalen Versorger technisch und administrativ in die Lage versetzt werden, die Trinkwasserversorgung der palästinensischen Bevölkerung sicherzustellen und dabei finanziell nachhaltig zu arbeiten.
Diese notwendige Neuordnung der institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen im Sektor ist gegenwärtig Bestandteil eines umfassenden Reformplans. Durch die Reform werden derzeit die Grundlagen für die weitergehende Verbesserung des Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungssektors geschaffen.
Ziel
Die Fähigkeiten zur Steuerung, Regulierung und Dienstleistungserbringung der Institutionen im Wassersektor sind verbessert. Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in den Palästinensischen Gebieten sind voll funktionsfähig und kundenorientiert. Davon profitieren auch arme und marginalisierte Bevölkerungsgruppen.
Vorgehensweise
Seit 2006 begleitet das Projekt die palästinensischen Partner bei der Umsetzung der Reform.
Im aktuellen Auftrag konzentriert sich das Vorhaben auf zwei Arbeitsschwerpunkte:
1. Unterstützung nationaler Institutionen bei der Umsetzung von Reformprozessen, unter anderem durch den Aufbau eines Regulierers und die Entwicklung von Regulierungsinstrumenten zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Versorgungsbetriebe im Wasser- und Abwassersektor
2. Verbesserung der Managementfähigkeiten der Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsunternehmen, vorrangig durch: die Unterstützung der Versorger bei der Anwendung der neuen Regulierungsvorschriften, Kompetenzentwicklung mit Blick auf Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit sowie die Stärkung von Wissensaustausch zwischen den Versorgern über einen Betreiberverband
Darüber hinaus unterstützt das Vorhaben das Ministry of Women Affairs (MoWA) bei der Umsetzung der Gender-Strategie für den Wassersektor.
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Durch die Unterstützung beim Aufbau des Regulierers wirkte das Vorhaben an einer wichtigen nationalen Schaltstelle für die nachhaltige Verbesserung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in den Palästinensischen Gebieten mit.
Die Qualität der Dienstleistungen der Wasser- und Abwasserversorger hat sich durch Beratung und die Einführung eines kontinuierlichen Monitorings der Leistungsdaten verbessert. Der Betrieb der Anlagen wird durch den gezielten, nachfrageorientierten Kompetenzaufbau effizienter gestaltet. Die Leistungsfähigkeit der Versorger wird dadurch stetig verbessert. Unter anderem arbeiten vier der größten palästinensischen Wasserversorger im Westjordanland mit höherer Effizienz und verbesserten Leistungen bei der Erbringung zuverlässiger, sicherer und bezahlbarer Wasser- und Abwasserdienstleistungen. Sie erreichen etwa 750.000 Palästinenser.
Die Einführung von angepassten Tarifsystemen für Wasser und Abwasser ermöglicht es den Versorgern, ökonomisch nachhaltig zu wirtschaften und die Versorgung auch zukünftig sicherzustellen.
Durch die Unterstützung des Verbands „Union of Palestinian Water Service Provider" wurde es den Wasserversorgern ermöglicht, den Austausch von Wissen und erfolgreichen Beispielen zu institutionalisieren. Landesweit wurde so die Leistungsfähigkeit der Wasserversorger gezielt entwickelt.
Die palästinensische Regierung hat neue Strategien zur Gleichstellung der Geschlechter und zur Förderung von Frauen in Führungspositionen im Wassersektor verabschiedet und setzt sie mit Unterstützung des Vorhabens landesweit um.
Projektbeschreibung (EN)
Context
The situation in the Palestinian water sector is determined to a large extent by the Israeli policy of occupation. Israel’s broad control over the available water resources undermines the Palestinians’ capacity to guarantee their water supply and impairs further development of the water sector in the Palestinian territories. Arduous coordination and agreement processes with the Israeli authorities are partially responsible for the lack of environmentally compatible sanitation systems in many localities, creating health risks and adversely impacting the environment.
These conditions are exacerbated by a marked need for capacity building and better management skills among the Palestinian water institutions. One vital task is to establish an effective means of managing and regulating the water sector. Clarifying the specific mandates and scopes of responsibility of the various institutions involved and improving their focus on customer needs will give municipal and community service providers the technical and administrative skills they require to ensure a secure drinking water supply for the Palestinian people and thereby also establish financially sustainable work practices.
This necessary realignment of the institutional and legal framework in the water sector is currently part of a comprehensive plan of reform. One of the measures planned is to divide up the institutional functions of the Palestinian public water administration to create the Palestinian Water Authority (PWA) with a ministerial role, and a separate Regulatory Water Council to act as independent regulator. These reforms are currently establishing the foundations for further improving the water supply and wastewater disposal sectors.
Objective
The capacity of institutions to manage, regulate and provide services in the water sector has improved. Water supply and sanitation services in the Palestinian territories are fully functional and meet customer needs. Poor and marginalised segments of the population also benefit from these services.
Palestinian territories: Boy fetching water in a region without access to piped tap water, in the Wadi Qelt east of Jericho © GIZ
Approach
The project has been supporting the Palestinian partners in implementing these reforms since 2006.
In the current phase (2013 to 2016), project work is focusing on two priority areas:
Providing support in establishing a regulator to improve the performance capacity of service providers in the water supply and wastewater disposal sectors
Further improving management skills among a number of providers, primarily by supporting providers in applying the new charges guidelines and by developing plans and capacities to help guarantee secure and reliable supply and disposal systems.
The project also supports the Palestinian Ministry of Women's Affairs (MoWA) in implementing its gender strategy for the water sector.
Results achieved so far
By providing advice on introducing a regulatory authority, the project has contributed at national level to sustainably improving water supply and wastewater disposal services in the Palestinian territories.
The Palestinian water authorities are now better able to negotiate the approval of investment projects and allocation of drinking water with Israeli authorities.
The Palestinian Government has adopted new strategies for promoting gender equality and encouraging women to take up management positions in the water sector, and is implementing these across the territories.
Four of the major Palestinian water providers in the West Bank are working more efficiently and improving their delivery of reliable, secure and affordable water and wastewater services. They currently serve around 750,000 Palestinians. The introduction of adjusted schedules of water and sewerage charges enables providers to manage the system in a way that is economically sustainable and to guarantee secure services in future as well.