Reduktion von Treibhausgasemissionen aus Entwaldung und Walddegradierung in Mittelamerika und der Dominikanischen Republik

Reduccion de gases efecto invernadero de deforestacion y degradacion en Centro América y Republica Dominicana

Projektdetails

  • Projektnummer:2013.2267.6
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Zentralamerikanisches Integrationssystem SG-SICA, Belize, Costa Rica, Dominikanische Republik, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama, El Salvador

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Rahmenbedingungen für eine effektive Umsetzung nachhaltiger Vergütungsmechanismen für die Reduktion von CO2-Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung sind in den Mitgliedsländern der CCAD (Comisión Centroamericana de Ambiente y Desarrollo) verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Sistema de la Integración Centroamericana

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:7 000 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2008.2211.4

    Reduzierung von Emissionen durch Entwaldung und Walddegradierung (REDD) in Zentralamerika und der Dominik. Republik

Nachfolger-Projekt

  • 2017.2179.4

    Umsetzung von Kompensationsmechanismen zur Minderung von Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung (REDD III)

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    22.10.2009 - 08.04.2021
  • Aktuelles Projekt:01.01.2014 - 31.03.2018

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Biodiversitätskonvention

    Hauptziel

  • Desertifikationsbekämpfung

    Signifikantes Nebenziel

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    31210 Forstpolitik und -verwaltung

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Zentralamerika und die Dominikanische Republik zeichnen sich durch ein starkes Bevölkerungswachstum, weit verbreitete Armut und eine hohe wirtschaftliche Abhängigkeit von landwirtschaftlicher Produktion und Viehzucht aus. Gemeinsam haben diese Faktoren eine rasche Abnahme der Waldflächen begünstigt, wobei die Ausdehnung der Agrarflächen in der Vergangenheit politisch sogar aktiv gefördert wurde.

Abholzung und Walddegradierung sind für den Ausstoß von 18% der Treibhausgase verantwortlich, die die globale Erwärmung verursachen.
Aus diesem Grund wird international mit den Unterzeichnerstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) darüber verhandelt, inwieweit institutionelle und finanzielle Anreize geschaffen werden können, um die durch Entwaldung und Walddegradierung produzierten Emissionen zu reduzieren. Im Zentrum steht dabei der Mechanismus REDD (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation), dessen Grundidee darin besteht, Entwicklungsländern Ausgleichszahlungen zukommen zu lassen, wenn diese ihre Entwaldung und Degradierung von Wäldern nachweislich reduzieren.

Trotz des deutlichen Interesses der Länder an der Einführung von nachhaltigen Vergütungsmechanismen für die Reduktion von CO2- Emissionen, die durch Entwaldung und Walddegradierung verursacht werden, fehlt es ihnen aber immer noch an angemessenen Grundlagen, um einen effizienten Zugang zu diesen Mechanismen zu erlangen (Kernproblem der Region in diesem Bereich).

Ziel
Verbesserung der allgemeinen Bedingungen für eine effektive Umsetzung nachhaltiger Kompensations-mechanismen für die Reduzierung der CO2-Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung in den Mitgliedsländern der CCAD.

Vorgehensweise
Auf nationaler Ebene unterstützt das Vorhaben die Umsetzung von Maßnahmen zur Vermeidung der Waldzerstörung, zur Entwicklung von REDD-Strategien sowie von Maßnahmen im Rahmen des intersektoralen Politikdialogs. Regional unterstützt das Programm die fachlichen und politischen Abstimmungsprozesse zwischen den acht Ländern Belize, Costa Rica, Dominikanische Republik, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama zur Stärkung einer regionalen Positionierung bei internationalen Verhandlungen.

Das Programm umfasst drei Komponenten:
• Intersektoraler und Mehr-Ebenen-Dialog
Die Politikkohärenz zwischen Sektoren und Ebenen (national, regional, international) ist zugunsten des Erhalts der Wälder verbessert.

• Nachhaltige Umsetzungsinstrumente (Pilotanwendung von Vergütungsmechanismen)
Institutionelle und regulatorische Voraussetzungen für die Umsetzung nachhaltiger Kompensationsmechanismen zur Reduktion von CO2-Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung sind in den Mitgliedsländern der CCAD geschaffen.

• Monitoring und Berichterstattung
Entscheidungsträger und gegenüber der UNFCCC berichtspflichtige Institutionen verfügen über das für die Messung von CO2-Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung notwendige Datenmaterial.

Für wichtige Akteure der acht beteiligten Länder wurden auf nationaler Ebene Planungsworkshops abgehalten; eine Operationalisierung begann im November 2010. Auf einem Syntheseworkshop wurden gemeinsame Arbeitsschritte zum Thema REDD in der Region vereinbart. Sie wurden auf der UN-Klimakonferenz im Dezember 2010 in Cancun, Mexiko, von der CCAD vorgestellt.

Wirkungen
• Für ein Beratungsprojekt, mit dessen Hilfe auf regionaler Ebene eine geeignete Fundraising-Strategie entwickelt werden soll, wurden die Richtlinien erarbeitet.
• Das Programm hat Untersuchungen in El Salvador, der Dominikanischen Republik, Guatemala und Panama zu den Themen Mitigation (Milderung der Folgen des Klimawandels) und Anpassung an den Klimawandel unterstützt.
• Für indigene Gemeinden wurden Schulungen zum Thema REDD und zu ihrer Rolle innerhalb der nationalen Strategien zur Verringerung der Entwaldung durchgeführt.
• Die regionalen Agenden der verschiedenen Technischen Komitees der CCAD für Klimawandel, Wald und Schutzgebiete wurden vorangetrieben; der politische, institutionelle und fachliche Dialog der Komitees und Fachgruppen wurde gefördert. Einer der wichtigsten Erfolge dieser Maßnahmen ist die Tatsache, dass die verschiedenen Komitees sich treffen, ihre Agenden abstimmen und an gemeinsamen Zielen arbeiten.
• Als Basis für den Aufbau einer regionalen Kommunikationsstrategie zum Thema REDD wurden Kommunikationsinstrumente entwickelt (monatliche Newsletter, Web-Auftritt des Programms REDD/CCAD-GIZ, Erfahrungsaustausch zum Waldschutz per Video und andere).
• Von Juni 2011 bis Juli 2012 wurde ein regionales Fortbildungsprogramm zum Waldmonitoring durchgeführt, an dem sich jeweils drei Fachleute aus Belize, Costa Rica, der Dominikanischen Republik, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama beteiligten.
• Im Auftrag des CCAD-Ministerrats wird ein Strategiepapier zum Schutz der Wälder und der Biodiversität erstellt. Parallel dazu unterstützt das Programm in mehreren Ländern die Entwicklung nationaler REDD-Strategien.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Germany is assisting Honduras, Nicaragua, El Salvador and the Dominican Republic in managing their natural resources. To help the countries of Central America adapt better to the impacts of climate change, Germany has pledged its support for the Central American Commission for Environment and Development (Comisión Centroamericana de Ambiente y Desarrollo – CCAD).

Objective
In CCAD member states, conditions have improved for the effective implementation of sustainable compensation mechanisms to reduce CO2 emissions from deforestation and forest degradation.

Approach
At the national level, the program backs the implementation of measures designed to avoid forest de-struction and promotes the development of REDD strategies and intersectoral policy dialogue. REDD stands for Reducing Emissions from Deforestation and Degradation. In regional terms, the program sup-ports the technical and political coordination processes between the eight countries of Belize, Costa Rica, the Dominican Republic, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua and Panama, in order to strengthen their regional position in international negotiations.

The program comprises three components with the following objectives:

1. Intersectoral dialogue
Policy coherence between sectors and levels (national, regional, international) is improved for the good of forest conservation.

2. Sustainable compensation mechanisms
Institutional and regulatory framework conditions are created in CCAD member countries to im-plement sustainable compensation mechanisms that reduce CO2 emissions due to deforestation and forest degradation.
3. Monitoring and reporting
Decision-makers and institutions that are required to report to the United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCC) have access to the data material they need to monitor CO2 emissions from deforestation and forest degradation.

National level planning workshops have been held for key actors from the eight countries involved, and operations were initiated in November 2010. Collective steps to implement REDD in the region were agreed at a synthesis workshop and presented by CCAD at the UN Climate Conference in Cancun, Mexico, in December 2010.

Result achieved so far
• Guidelines have been drawn up for an advisory project that will help to develop an appropriate fund-raising strategy at the regional level.
• The program has supported studies in El Salvador, the Dominican Republic, Guatemala and Panama on the issues of mitigation (reducing the effects of climate change) and adaptation to climate change.
• Workshops on REDD and its role within the national strategies on reducing deforestation have been conducted for indigenous communities.
• Regional agendas from the various technical committees of CCAD on climate change, forests and pro-tected areas have been advanced; the political, institutional and specialist dialogue among the com-mittees and specialist groups has been promoted. One of the most successful outcomes of these measures is the fact that the various committees now convene to coordinate their agendas and work on common objectives.
• Communication tools (monthly newsletters, internet sites for REDD and CCAD-GIZ, experience shar-ing on forest protection per video, etc.) have been developed with the objective of establishing a re-gional communication strategy on REDD.
• A regional training program on forest monitoring was conducted from June 2011 to July 2012, attend-ed by three specialists from each of the eight partner countries Belize, Costa Rica, the Dominican Re-public, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua and Panama.
• A strategy paper on forest protection and biodiversity has been drawn up on behalf of the CCAD Council of Ministers. At the same time, the program supports the development of national REDD strategies in several countries.