Stärkung der ökologischen Konnektivität im Gebiet Tai-Grebo-Sapo

Projektdetails

  • Projektnummer:2013.2286.6
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1600 Westafrika 2 und Madagaskar
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Fragile Staaten Westafrika, Côte d'Ivoire, Liberia

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Staatliche Institutionen und lokale Akteure arbeiten gemeinsam an der ökologischen Konnektivität in der Grenzregion Tai-Grebo-Sapo

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Jeweilige zuständige Ministerien in den Partnerländern

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:1 630 364 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2016.2248.9

    Stärkung der ökologischen Konnektivität im Gebiet Tai-Grebo-Sapo

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    22.11.2013 - 30.07.2024
  • Aktuelles Projekt:01.03.2014 - 16.11.2017

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Biodiversitätskonvention

    Hauptziel

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    41030 Biodiversität

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Die westafrikanischen Länder Côte d’Ivoire und Liberia sind reich an Rohstoffen und verfügen über eine große Artenvielfalt. Beides gilt als Basis für eine wirtschaftliche Entwicklung. Jahrelange Bürgerkriege haben jedoch dazu geführt, dass beide Länder im großen Ausmaß instabil geworden sind. Ausgelöst durch ein starkes Bevölkerungswachstum und eine schwache wirtschaftliche Entwicklung stehen vor allem die natürlichen Wälder unter Druck. Die dort befindlichen Rohstoffe werden durch landwirtschaftliche Aktivitäten und Ausbeutung bedroht. Im Projektgebiet, das sich vom Taï-Nationalpark in der Côte d’Ivoire über den Grebo-Forst bis hin zum Sapo-Nationalpark in Liberia erstreckt, liegt unter anderem der größte noch verbliebene Regenwald in Westafrika. Viele endemische Arten sind dort beheimatet. Demzufolge ist der größte Teil des Projektgebietes als Schutzgebiet deklariert. Durch den Prozess der Rohstoffausbeutung wird der Wald fragmentiert und der natürliche Lebensraum verknappt.

Hinzu kommen schwache Regierungsstrukturen in den betroffenen Ländern sowie mangelnde Personal- und Organisationsressourcen. Dies erschwert, dass die Waldökosysteme untereinander vernetzt werden können, und führt dazu, dass sich weder staatliche Institutionen noch lokale Akteure der Probleme annehmen.

Ziel

Staatliche Institutionen und lokale Akteure in der Côte d’Ivoire und Liberia arbeiten gemeinsam erfolgreich an der Vernetzung der Waldökosysteme in der Grenzregion Taï-Grebo-Sapo.

Vorgehensweise

Das Vorhaben zielt darauf, die Leistungsfähigkeit der beteiligten Institutionen für das gemeinsame Management von natürlichen Ressourcen und Biodiversität zu stärken. Gleichzeitig sollen die Ökosysteme und Schutzgebiete besser vernetzt werden. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit beider betroffenen Länder gestärkt.
Das Vorhaben verfolgt drei verschiedene Handlungsstränge:

• Ein ökologischer Korridor zwischen dem Taï-Nationalpark und dem Grebo-Forst soll von nationalen Behörden in Côte d’Ivoire geschaffen werden. Dazu werden das OIPR (Office Ivorien des Parcs et des Reserves) und relevante politische Institutionen unterstützt – darunter unter anderem das Planungs-, Landwirtschafts- und Forstministerium –, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Zudem werden regelmäßige Kommunikations- und Austauschforen eingerichtet, die die Zusammenarbeit der politischen Akteure auf nationaler Ebene fördern.

• Außerdem soll die Leistungsfähigkeit der ortsansässigen ivorischen und liberianischen Partner verbessert werden. Ein gemeinsames grenzübergreifendes Management soll bewirken, dass die ökologischen Korridore besser geschützt werden. Unterstützend dazu soll ein Netzwerk aller Schutzgebiete errichtet werden. Der Wissensaustausch zwischen allen Partnern, die in das Projekt auf liberianischer und ivorischer Seite eingebunden sind, führt dazu, dass die gesamte Region stabiler und sicherer wird, um den beschriebenen Problemen entgegenwirken zu können.

• Der Grebo-Forst soll als Nationalpark ausgewiesen werden, um sicherzustellen, dass die damit verbundenen Schutzgebiete und Pufferzonen besser vernetzt werden. Die GIZ unterstützt hierzu nationale Behörden dabei, Managementressourcen im Bereich Biodiversität und Schutzgebiete aufzubauen. Zusätzliche werden Studien zu Themen wie Landnutzung, Umweltnutzung und Nutzung von natürlichen Ressourcen durchgeführt. Des Weiteren werden Konsultationen mit der lokalen Bevölkerung und Nichtregierungsorganisationen ausgeführt, um den Änderungsprozess von einem Schutzstatus hin zu einem Nationalpark zu unterstützen.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

With their wealth of natural resources and rich species diversity, the West African countries of Côte d’Ivoire and Liberia have a good basis for economic development. However, years of civil war have significantly destabilised both nations. Now, a high population growth rate and weak economic development are exerting serious pressure on the region’s natural forests whose resources are under threat from agricultural activities and overharversting. The project area, which stretches from Taï National Park in Côte d’Ivoire to Grebo Forest and Sapo National Park in Liberia, covers the largest remaining rainforest in West Africa. With many endemic species, most of the project area is an official conservation zone. However, the exploitation of natural resources has fragmented the forest area and reduced natural habitats.

The weak government structures in the countries concerned, as well as a lack of HR and organisational resources, only serve to compound this situation and hinder connectivity between the forest ecosystems. As a consequence, neither the government institutions nor local actors feel responsible for dealing with the problems.

Objective

Government institutions and local actors in Côte d’Ivoire and Liberia successfully work together to connect the forest ecosystems in the Taï-Grebo-Sapo border region.

Approach

The project aims to strengthen the capacity of the institutions involved to co-manage the region’s natural resources and biodiversity. At the same time, it is improving connectivity between the ecosystems and protected areas while strengthening cooperation between the two countries.

The project focuses on three different areas of activity:

• National authorities in Côte d’Ivoire are to set up an ecological corridor between Taï National Park and Grebo Forest. To this end, OIPR (Office Ivorien des Parcs et des Reserves) and other relevant political institutions – including the ministries of planning, agriculture and forestry – are to be assisted in creating the necessary enabling conditions. Furthermore, regular communication and exchange forums are to foster cooperation between the political actors at national level.

• The project also provides for measures that will enhance the performance capacity of the local Ivorian and Liberian partners. Joint transboundary management is intended to safeguard the ecological corridors more effectively. By way of support, the project is to set up a network of all the protected areas. The exchange of knowledge between all the partners involved in the project on the Liberian and Ivorian sides will help make the entire region more stable and secure and also better able to address the issues described above.

• Grebo Forest is to be turned into a national park to ensure better connectivity between the various protected areas and buffer zones. GIZ’s mandate is to assist national authorities in building up management resources in the field of biodiversity and protected area management. In addition, it will oversee studies on topics such as the use of land, the environment and natural resources. Moreover, consultations with the local population and non-governmental organisations are to support the transition from having protected-area status to being a national park.