Förderung des Sustainable Development Solution Network (SDSN)
Projektdetails
- Projektnummer:2013.6257.3
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G410 Global Policy
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Internat. Zusammenarbeit mit Regionen für Nachhalt, Brasilien, Kenia, Tunesien
Zusammenfassung
- Ziele:
Das Sustainable Development Solutions Network (SDSN) trägt mit seinen Lösungsansätzen zur Entwicklung und Umsetzung der Post-2015-Agenda bei, insbesondere zu der Ausgestaltung und Umsetzung eines Indikatoren- und Monitoringsystems.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:4 969 436 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2017.6252.5
Sustainable Development Solutions Network II (SDSN II)
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 18.09.2013 - 01.07.2024 - Aktuelles Projekt:18.09.2013 - 15.01.2019
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
43010 Multisektorale Hilfe
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die globalen Entwicklungen des 21. Jahrhunderts stellen Herausforderungen dar, denen die Weltgemeinschaft mit nachhaltigen und konzeptionell durchdachten Lösungsansätzen begegnen muss. Um sich mit den Fragestellung nachhaltiger Entwicklungspolitik im Rahmen der Post-2015-Agenda auseinander zu setzen, wurde im August 2012 unter Schirmherrschaft des UN-Generalsekretärs der Vereinten Nationen (VN) Ban Ki-Moon das Sustainable Development Solutions Network (SDSN) gegründet. Auftrag des Wissenschaftsnetzwerks ist, die VN und andere internationale Akteure in der Post-2015-Debatte zu beraten und in Zusammenarbeit mit Akteuren aus VN, Privatsektor und Zivilgesellschaft lösungsorientierte Ansätze für nachhaltige Entwicklung zu identifizieren. Diese sollen dann in konkreten Pilotprojekten, den sogenannten Solution Initiatives, umgesetzt werden. Dazu mobilisiert SDSN-Akteure aus verschiedenen Bereichen in Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Ziel ist es, Expertise für praktische Lösungsansätze für eine nachhaltige Entwicklung auf nationaler, regionaler und globaler Ebene zu verbreiten.
Ziel
Nachhaltige Netzwerkstrukturen wurden aufgebaut und unterstützen damit den Austausch innovativer Lösungsansätze unter den Mitgliedern von SDSN.
Vorgehensweise
Das Vorhaben strebt an, die deutsche EZ-Perspektive und die Erfahrungen der GIZ bei der Umsetzung von sog. Solution Inititatives in die SDSN-Arbeit einzubringen und im Rahmen konkreter Kooperationen gemeinsam Lösungsansätze in ausgewählten globalen Themen nachhaltiger Entwicklung zu entwickeln und zu pilotieren.
Dafür arbeitet die GIZ in vier Bereichen.
1. Unterstützung des SDSN Sekretariats in Paris durch direkte fachliche Beratung durch einen Berate
2. Anschubfinanzierungen für das SDSN Sekretariat
3. Förderung des Auf- und Ausbaus der SDSN Netzwerkstrukturen mit denen praktische Lösungsansätze auf regionaler Ebene unterstützt werden
4. Kooperation bei fachlichen Themen zwischen der deutschen EZ und SDSN im Rahmen konkreter Solution Initiatives/praktischer Umsetzungsbeispiele der Post-2015-Agenda.
Wirkungen
Innerhalb kurzer Zeit ist es SDSN gelungen, sich als Wissenschaftsnetzwerk mit starker Verbindung zur Privatwirtschaft in der Post-2015-Gemeinschaft zu etablieren. Neben der zentralen SDSN Aktionsagenda erstellten die thematischen Gruppen themenbezogene Berichte und lancierten während der Verhandlungen der Open Working Group (OWG) der VN eine erfolgreiche Kampagne für ein eigenständiges Stadtziel. Daneben unterstützen sie ein Ziel zu frühkindlichen Entwicklung und Bildung und setzten sich für das Erreichen der Klimaziele ein. Im März 2014 wurde der Entwurf eines Indikatorenkatalogs „Indicators for Sustainable Development Goals" veröffentlicht. Die Berichte des globalen Netzwerks, vor allem die Vorschläge des Netzwerks zur Indikatorenentwicklung für die Post-2015-Agenda, werden von politischen Entscheidungsträgern geschätzt. So präsentierte SDSN seine Vorschläge unter anderem im Rahmen der Verhandlungen der OWG. Das SDSN bearbeitet zentrale Themen, zum Beispiel wie die neue Post-2015-Agenda gemessen, überprüft und umgesetzt werden kann. Es platziert sich damit als ein konzeptionell führendes Netzwerk, das künftige Schritte zur Umsetzung der Post-2015-Agenda erarbeitet.
Mit Unterstützung der GIZ wird das Netzwerk zügig ausgebaut. Seit Beginn der Förderung im September 2013 ist die Anzahl um 162 auf insgesamt 243 Mitglieder gestiegen. Die Zahl der Netzwerke hat sich im selben Zeitraum um sieben nationale und fünf regionale Netzwerke mehr als verdoppelt. Die Mitglieder des Netzwerks arbeiten in rund neun nationalen und acht regionalen Netzwerken. Die deutsche EZ leistete einen wichtigen Beitrag dabei, das Netzwerk zu stabilisieren, funktionsfähig zu machen und auszubauen.