Anpassung an den Klimawandel im Nord-Osten Kenias
Projektdetails
- Projektnummer:2013.9765.2
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Kenia
Zusammenfassung
- Ziele:
Ausgewählte Zielgruppen (Pastoralisten, Agro-Pastoralisten, Sesshafte) im ariden und semi-ariden Norden bewirtschaften die natürlichen, für die Ernährungssicherheit relevanten Ressourcen nachhaltig und klimaresilient.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Agriculture, Livestock, Fisheries and Irrigation
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:4 945 502 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 13.06.2014 - 30.09.2019 - Aktuelles Projekt:01.10.2014 - 30.09.2019
Sonstige Beteiligte
- Arge AMBERO-IAK
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Signifikantes Nebenziel
- Desertifikationsbekämpfung
Signifikantes Nebenziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Handelsentwicklung
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Hauptziel
CRS-Schlüssel
31130 Landwirtschaftliche Landressourcen
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die im Norden Kenias gelegenen Regionen Turkana und Marsabit gehören zu den am wenigsten entwickelten Gebieten des ostafrikanischen Landes. Über 90 Prozent der rund 1,2 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner leben unterhalb der absoluten Armutsgrenze. Die Mehrheit der Bevölkerung ist von Nahrungsmittelhilfen abhängig. Aufgrund eines trockenen Klimas und der geringfügigen Ausstattung mit natürlichen Ressourcen ist nomadische Viehwirtschaft Lebensgrundlage der Bevölkerungsmehrheit in beiden Counties. Der Klimawandel führt jedoch zu häufigeren Dürren und unstetigen Niederschlägen, was eine weitere Verknappung natürlicher Ressourcen zur Folge hat. Das erhöht den Wettbewerb der wachsenden Bevölkerung um verbleibende Weidegebiete und Wasserressourcen und verschärft bestehende Konflikte. Eine steigende Anzahl Menschen kann im vorherrschenden Wirtschaftssystem nicht mehr bestehen. Lebensgrundlagen und Ernährungssicherheit werden zunehmend gefährdet, denn die für die Ernährungssicherheit relevanten natürlichen Ressourcen werden in den Counties nicht nachhaltig bewirtschaftet.
Ziel
Frauen, Männer und Jugendliche aus den ausgewählten Zielgruppen bewirtschaften die natürlichen, für die Ernährungssicherheit maßgeblichen Ressourcen, nachhaltig. Beteiligt sind nomadische Pastoralisten, teilnomadische Agro-Pastoralisten und Sesshafte aus Subcounties in Marsabit und Turkana im ariden und semiariden Norden sowie Pastoralisten anderer Ethnien, die sich mit ihren Herden zeitweilig in der Region aufhalten.
Vorgehensweise
Die GIZ unterstützt die kenianischen Fachministerien auf nationaler und County-Ebene sowie ihre dezentralen Strukturen und Beratungsdienste dabei, das Landesprogrammpapier, das darauf abzielt, die dürrebedingte Notsituation in den ausgewählten Counties zu beenden, ebenso wie die jeweiligen integrierten County-Entwicklungspläne, umzusetzen. Das Vorhaben achtet darauf, dass die Maßnahmen situationsgerecht und entsprechend den Bedürfnissen der Geschlechter und der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen umgesetzt werden. Es agiert deeskalierend, um latente Konflikte nicht zu schüren, vor allem wenn es um konkurrierende Ressourcennutzung geht.
Die im Vorhaben „Dürreresilienz in Nordkenia" erstellten Konzepte werden in Pilotmaßnahmen gemeinsam mit den Zielgruppen umgesetzt und auf ihre ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit geprüft. Zusammen mit den Ergebnissen der Kosten-Nutzen-Analyse werden die verschiedenen Pilotmaßnahmen bewertet, eine Rangordnung erstellt und entsprechende Maßnahmen empfohlen. Diese Maßnahmen werden durch Politikberatung in Planungen und Strategien der Partnerministerien auf nationaler und County-Ebene integriert und so in die Breite getragen. Ebenso werden Synergieeffekte mit anderen Entwicklungsakteuren und, wo möglich, mit dem Privatsektor angestrebt. Dadurch werden die Maßnahmen und Methoden zur Klimaanpassung verbreitet.
Das Vorhaben trägt hauptsächlich dazu bei, dass sich die Zielgruppen an den Klimawandel anpassen können: Natürliche Ressourcen sollen dazu rehabilitiert und geschützt, angepasste Konzepte und Ressourcenmanagementmodelle entwickelt, die Produktion und Wertschöpfung gesteigert, die Vermarktung verbessert und alternative Einkommen erschlossen werden. Der Zugang zu relevanten Informationen, Technologien, Dienstleistungen und Wissen soll zusätzlich erhöht werden. Die Ressourcen der pastoralen, agro-pastoralen und sesshaften Bevölkerung sowie maßgeblicher Institutionen der Landwirtschaft und des Ressourcenschutzes werden gestärkt. Friedliche Konfliktlösungsmechanismen werden eingeübt und durch Dialog und Ausgleich gefördert. Außer zur Armutsminderung trägt das Vorhaben zum Schutz von Wasser, Weide- und Ackerland und Biodiversität bei.
Die AMBERO Consulting GmbH unterstützt in der Umsetzung der verschiedenen Handlungsfelder. Es handelt sich um eine Vollvergabe.
Projektbeschreibung (EN)
Project description
Title: Adaptation to climate change in North-East Kenya
Commissioned by: German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ)
Country: Kenya
Lead executing agency: Ministry of Agriculture, Livestock and Fisheries (MoALF)
Overall term: 2014 to 2019
Context
The Turkana and Marsabit regions in northern Kenya are among the least developed areas in the East African country. More than 90 per cent of the roughly 1.2 million residents live below the absolute poverty line. The majority of the population is dependent on food aid. Due to the arid climate and lack of natural resources, the main source of livelihood for people in the two counties is nomadic animal husbandry. Climate change, however, is leading to increasingly frequent droughts and unpredictable precipitation patterns, resulting in greater scarcity of natural resources. This increases competition within the expanding population for the remaining grazing areas and water resources, and exacerbates existing conflicts. A growing number of people are no longer able to cope with the prevailing economic system. Livelihoods and food security are increasingly threatened because the natural resources linked to food security are not being sustainably managed in the counties.
Objective
Women, men and children in the selected target groups sustainably manage the natural resources that are essential for ensuring food security. This includes nomadic pastoralists, semi-nomadic agro-pastoralists and settled residents from sub-counties in Marsabit and Turkana in Kenya’s arid and semi-arid northern region, as well as pastoralists from other ethnic groups that temporarily pass through the region with their herds.
Approach
GIZ is supporting Kenyan ministries at national and county level, as well as their local administrative structures and advisory services, in implementing both the Country Programme Paper on Ending Drought Emergencies in the selected counties and the respective integrated county development plans. The project ensures that activities are carried out in a way that takes local contexts into account and addresses the needs of both men and women and the different sectors of the population. It works to defuse latent conflicts, particularly those associated with competition over the use of resources.
The strategies developed by the Drought Resilience in Northern Kenya project are jointly piloted with the target groups, and their environmental, economic and social sustainability is assessed. Together with the results from a cost-benefit analysis, the different pilot activities are evaluated in order to create a ranking and recommend relevant measures. The project provides policy advice on incorporating these activities into the plans and strategies of the partner ministries at national and county level to ensure broad application. It also aims to establish synergies with other development actors and, if possible, the private sector. This results in the dissemination of climate change adaptation measures and methods.
The project primarily contributes to developing the capacity of target groups to adapt to climate change. To this end, it aims to revitalise and conserve natural resources, develop adapted resource management plans and models, increase value-added activities, improve marketing, and develop alternative sources of income. Access to relevant information, technologies, services and knowledge is also to be improved. The resources of pastoralists, agro-pastoralists and the resident population as well as relevant institutions for agriculture and resource conservation are being strengthened. Peaceful conflict resolution mechanisms are being practised and promoted through dialogue and reconciliation activities. Aside from poverty reduction, the project also contributes to the conservation of water, pastureland, farmland and biodiversity.AMBEROConsulting GmbH is supporting implementation in the various fields of activity,and has been subcontracted to handle the entire commission.