Verbesserung der Lebensgrundlagen und Ernährungssicherung ehemals landloser und landarmer Haushalte, Kambodscha
Projektdetails
- Projektnummer:2014.0972.1
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G260 Übergangshilfe
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Kambodscha
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Lebensgrundlagen und die Ernährungssicherung der Landempfänger in den Provinzen Kratie und Kampong Thom sind nachhaltig verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry for Land Management, Urban Planning and Construction
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:5 396 890 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 30.09.2014 - 30.10.2020 - Aktuelles Projekt:01.10.2014 - 30.10.2020
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
52010 Entwicklungsorientierte Nahrungsmittelhilfe
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die kambodschanische Regierung unterstützt mit ihrem Vorhaben „Landallokation für soziale und ökonomische Entwicklung" (LASED) ein Konzessionssystem, welches Wohn- und Landwirtschaftsflächen an Landlose oder Landarme vergibt. Dienstleistungen und Infrastruktur werden bereitgestellt, um die Lebensbedingungen zu verbessern. Nach der Vergabe konnten viele Familien das ihnen zugeteilte Land jedoch nicht nutzen, da es sich oft um teilweise degradierte Wälder handelte. Diese waren nicht erschlossen und für eine landwirtschaftliche Nutzung noch nicht geeignet. Die Lebensgrundlagen und die Ernährungssicherheit der Landempfänger*innen bleiben daher schwierig. Sie haben weiterhin nur einen äußerst begrenzten Zugang zu nachhaltigen sozialen und ökonomischen Dienstleistungen. Darüber hinaus riskieren die Empfängerhaushalte, ihre Landrechte wieder zu verlieren, wenn sie die Kriterien für einen dauerhaften Landtitel nicht erfüllen.
Ziel
Die Lebensgrundlage und die Ernährungssicherheit der Menschen, denen in den Provinzen Kratie, Tboung Khmum und Kampong Thom Land zugeteilt wurde, haben sich nachhaltig verbessert.
Vorgehensweise
In den kambodschanischen Provinzen Kratie, Tbong Khmum and Kampong Thom erhielten im Rahmen des früheren Vorhabens LASED rund 3.150 Haushalte Land zum Wohnen und für kleinbäuerliche Landwirtschaft. Um einen unbefristeten Landtitel beantragen zu können, müssen die Menschen das ihnen zugeteilte Land nachweislich ordnungsgemäß nutzen. Das Vorhaben unterstützt besonders bedürftige Familien dabei, sich mit dem neu erworbenen Land eine Lebensgrundlage aufzubauen. Durch die Vorbereitung der Fläche und entsprechende Maßnahmen wird der Boden so bearbeitet, dass er landwirtschaftlich nutzbar ist. Die Menschen erhalten weitere Kenntnisse und Fähigkeiten, um ihre Ernährungssicherheit durch Diversifizierung und speziell angepasste Landnutzung zu verbessern.
Die Maßnahmen werden in drei Schwerpunktbereichen durchgeführt: 1) Ernährungssicherheit, 2) Sichern einer Grundlage für langfristige landwirtschaftliche Produktion und 3) lokale Entwicklung. Das Vorhaben berät damit neben den Landempfänger*innen auch die lokalen Verwaltungen. So sollen Planungsprozesse, Umsetzung und strukturelle Entwicklung verbessert werden.
Wichtigster Partner des Vorhabens ist das Landministerium (MLMUPC). Es besteht außerdem eine Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium. Die lokalen Maßnahmen führen die bereichsübergreifenden Arbeitsgruppen in den Provinzen und Distrikten unter Vorsitz der Provinzgouverneur*innen sowie die lokalen Räte und gemeindenahen Gruppen in Dörfern durch.
Das Projekt arbeitet eng mit zwei verwandten Vorhaben in Kambodscha zusammen, die ebenfalls vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert werden.
Wirkungen
- Die Beteiligten erhielten Geräte und Fahrzeuge (Traktoren, Tuk-Tuks), um die Flächen leichter zu bewirtschaften und die Produkte besser zu transportieren. Die Fahrer der Fahrzeuge wurden in der sichereren Bedienung ausgebildet. Um die Nutzung der Fahrzeuge und Geräte zu regeln, wurde in den Gemeinden ein Managementsystem aufgebaut.
- Es bildeten sich 73 Ernährungssicherungsgruppen: Diese entwickelten mitwirkende Landnutzungspläne, um die Flächen langfristig zu bewirtschaften und zu nutzen. Sie führten zudem Reaktionsmechanismen ein, welche die Ernährung und Lebensmittel sicherstellen. Dazu gehören Cash-for-Work Programme und Reisbanken (Selbsthilfegruppen), die bisher 900,43 Tonnen Reis übergaben. Weiterhin wurden die Beteiligten darin geschult, einen gemeinsamen Fonds für Sparaktivitäten und Kreditmaβnahmen einzurichten.
- Die Schulungen der Landempfänger*innen sorgten dafür, dass 2.274 Haushalte (84 Prozent des Indikators) ihre gesamten neu erworbenen Parzellen ackerbaulich nutzen.
- Mehrere Interessengruppen zum ökologischen Anbau etablierten sich. Sie setzen sich dafür ein, den nachhaltigen Anbau vorzubereiten und zu verbreiten. Außerdem kümmern sie sich um die Zertifizierung der ökologischen Produkte. Die Beteiligten können so von höheren Marktpreisen und verbesserter Bodenqualität profitieren.
- Durch Diversifizierung ihrer Nahrungsmittelproduktion in Hausgärten verbesserten 1.572 Haushalte (84 Prozent des Indikators) ihre Ernährungssituation. 99 Prozent der Haushalte hatten während des gesamten Jahres ausreichend Essen. (Stand: Februar 2020)
- 2.289 Haushalte erhielten bisher unbefristete Landtitel: 250 Haushalte in Tbong Khmum Provinz (2015), 779 in Kampong Thom Provinz (2018) und 1.260 in Kratie Provinz (2018-2019).
Projektbeschreibung (EN)
Context
With their project on Land Allocation for Social and Economic Development (LASED) the Cambodian Government supports a concession system that allocates land for residential and farming purposes to landless and land-poor families. The programme offers services and infrastructure in order to improve living conditions. However, many families have not been able to use the land allocated to them, as it was often partially degraded forests. These areas had not been cleared and were not yet suitable for agricultural use. The livelihoods and food security of these land recipients therefore remain precarious and they continue to have only very limited access to sustainable social and economic services. In addition, the recipient households risk forfeiting their land rights if they are unable to meet the criteria for obtaining permanent land titles.
Objective
The livelihoods and food security of the people who were allocated land in the provinces of Kratie, Tboung Khmum and Kampong Thom have sustainably improved.
Approach
In the Cambodian provinces of Kratie, Tbong Khmum and Kampong Thom approximately 3,150 households received land for residential use and smallholdings under the earlier LASED project. In order to be able to apply for a permanent land title, the people must prove that they are using the land assigned to them in accordance with the requirements. The project is supporting particularly needy families to build a livelihood with the newly acquired land. The land and soil are prepared for cultivation. People are armed with further knowledge and skills so that they can improve their food security through diversification and specially adapted land usage.
The measures are implemented in three priority areas: 1) Establishing food security 2) Securing a basis for long-term agricultural production and 3) Local development. The project therefore advises not only land recipients but also the local authorities. The aim is to improve planning processes, implementation and structural development.
The Ministry of Land Management, Urban Planning and Construction (MLMUPC) is the main project partner but the project also cooperates with the Ministry of Agriculture. Cross-departmental working groups in the provinces and districts chaired by the provincial governors together with local councillors and community-based groups in villages carry out the local measures.
The project works closely with two related projects in Cambodia that are also financed by the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ).
Impact
- Project participants received equipment and vehicles (tractors, tuk-tuks) to make working the fields easier and to facilitate the transportation of agricultural produce. The drivers were trained in vehicle safety. A management system was developed at community level to set out the rules for using the vehicles and equipment.
- 73 food security groups were formed: These developed participatory land use plans for the long-term cultivation and use of the land. They also introduced response mechanisms to safeguard nutrition and food. These include cash-for-work programmes and rice banks (self-help groups), which to date have handed over 900.43 tonnes of rice. The participants were also trained in how to set up a common fund for savings and loans.
- The training courses provided for land recipients ensured that 2,274 households (84 per cent of the indicator) are using their newly acquired plots wholly for cultivation.
- Several interest groups have been set up for organic farming. They work to prepare and promote sustainable agriculture. In addition, they are taking steps to certify organic products. This will allow those involved to benefit from higher market prices and improved soil quality.
- Diversification of food production in home gardens has allowed 1,572 households (84 per cent of the indicator) to improve their food situation and 99 per cent of households had sufficient food throughout the year. (As at: February 2020)
- To date, 2,289 households have received land titles of indefinite duration: 250 households in Tbong Khmum Province (2015), 779 in Kampong Thom Province (2018) and 1,260 in Kratie Province (2018-2019).