Strukturelle Stärkung der Betreuung und Integration intern Vertriebener im Department Caquetá in Kolumbien
Fortalecimiento estructural de la asistencia a desplazados internos y su integración en el departamento de Caquetá
Projektdetails
- Projektnummer:2014.1817.7
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G260 Übergangshilfe
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Kolumbien
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Nutzung staatlicher Betreuungs- und Integrationsangebote für IDPs im Department Caquetá ist verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Gobernación del Caquetá
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:2 466 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 12.08.2014 - 31.03.2017 - Aktuelles Projekt:12.08.2014 - 31.03.2017
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
73010 Kurzfristiger Wiederaufbau und Rehabilitierung unmittelbar nach Notsituationen
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Provinz Caquetá ist eine der am stärksten von dem bewaffneten Konflikt in Kolumbien betroffenen Regionen. Derzeit sind etwa 100.000 Personen im Departement als Opfer interner Vertreibung registriert, die meisten von ihnen in Florencia, der Hauptstadt der Region. Viele Aspekte erschweren die Integration der Opfer in ihr neues Umfeld, darunter mangelnde Fähigkeiten und Möglichkeiten, ihre Lebensbedingungen auf selbstständige Weise zu verbessern, die fehlende Perspektive einer baldigen Rückkehr sowie die Stigmatisierung durch die Gesellschaft. Aus Angst, erneut Opfer von Gewalt und Vertreibung zu werden, wegen mangelnder Akzeptanz durch die ortsansässigen Mitbürger, aber auch wegen fehlender Information oder aufgrund von Mängeln in der Betreuung durch die staatlichen Stellen lassen sich viele Opfer erst gar nicht registrieren. Ein Eintrag im staatlichen Opferregister ist jedoch Voraussetzung dafür, die vom Gesetz vorgesehenen staatlichen Leistungen in Anspruch nehmen zu können. Auch registrierte Opfer kommen häufig nicht in den Genuss dieser Leistungen, da die Vielzahl von Institutionen des nationalen Systems zur Betreuung der Opfer nicht ausreichend koordiniert ist.
Ziel
Die staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen der Opferbetreuung in Florencia koordinieren sich besser. Mehr Opfer nutzen die Möglichkeit der Registrierung, dadurch erhöht sich die geleistete staatliche Unterstützung deutlich. Binnenvertriebene und andere benachteiligte Bevölkerungsgruppen finden leichter Zugang zu legaler Arbeit.
Vorgehensweise
Die Arbeit von FORTES konzentriert sich auf Florencia, da dort der Großteil der Binnenvertriebenen wohnt – schätzungsweise um die 70.000 Personen. Schwerpunkt des Vorhabens ist die Schaffung einer gemeinsam von den wesentlichen Akteuren betriebenen Servicestelle für die Opferbetreuung. Das Rathaus von Florencia übernimmt dabei die Führung. Über diese Servicestelle werden die Informationsangebote und Möglichkeiten staatlicher Beihilfen systematisiert. Die Maßnahmen zur Soforthilfe und zur wirtschaftlichen Integration werden in Zusammenarbeit mit den staatlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und dem Privatsektor koordiniert.
Das Programm arbeitet daran, Opfern und anderen benachteiligten Bevölkerungsgruppen durch Fortbildungen und entsprechende Kontakte zu Arbeitgebern den Zugang zu legalen Arbeitsverträgen erleichtern. Auch Personen, die sich mit einer Geschäftsidee selbstständig machen wollen, sollen unterstützt werden.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Caquetá Department is one of the regions most affected by armed conflict in Colombia. Around 100,000 people are currently registered as victims of internal displacement. The majority are concentrated in Florencia, the Department’s capital city. The integration of victims into their new surroundings is made more difficult by a number of factors, including insufficient capacity and opportunity to independently improve their living conditions, little prospect of returning home quickly and social stigma. Many do not even register as internally displaced persons (IDPs) for fear of once again falling victim to violence and displacement owing to a lack of acceptance on the part of local people, but also due to inadequate information and shortcomings in the support offered by state agencies. Victims must, however, be entered in the state IDP registry to take advantage of the services the state is required to provide by law. Even registered IDPs often do not benefit from these services due to insufficient coordination of the numerous institutions involved in the national support system for victims.
Objective
State and non-state organisations offering support to IDPs in Florencia are better coordinated. More victims are taking advantage of the opportunity to register as IDPs, resulting in a considerable increase in state support. IDPs and other disadvantaged groups can find legal work more easily.
Approach
Most of FORTES’s work is carried out in Florencia, where the majority of IDPs – an estimated 70,000 people – live. The key objective of the programme is to establish a victim support service point that is run jointly by the key actors and overseen by Florencia city hall. Information services and access to state aid are organised via this service point. Emergency aid and economic integration measures are coordinated in conjunction with state institutions, non-governmental organisations and the private sector.
The programme is working to facilitate access to legal employment contracts for victims and other disadvantaged groups by providing training and enabling contact with employers. Support will also be provided to those wishing to start their own Business.
Results
Since the program began in August 2014, state representatives have been trained in the province in the victims’ law. Now they are able to carry out their tasks in implementation of the law in a more competent way.
The humanitarian coordination has improved through the strengthening of governmental and non-governmental bodies at the local level.
Traumatized victims have been accompanied by psychosocial support and have started to rebuild their lives in the new environment.
Women's groups were informed about victims' rights and supported in financial management by regional measures of food security.