Programm Nachhaltige Landbewirtschaftung

Sustainable Land Management - SLM

Projektdetails

  • Projektnummer:2014.2006.6
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1700 Afrika Überregional und Horn von Afrika
  • Ansprechpartner:Markus Koerner 
  • Partnerländer: Äthiopien, Äthiopien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Kleinbauern und Nutzergruppen wenden vermehrt Maßnahmen nachhaltiger Landbewirtschaftung in Kombination mit Einkommen schaffenden Aktivitäten an.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Agriculture and Natural Resources

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Projektwert

  • Gesamtvorhaben :53 418 998 Euro
  • Aktuelles Projekt:30 413 500 Euro

Kombifinanzierung

  • Europäische Union (EU): 8 265 500Euro

  • GAC Global Affairs Canada - Dept. of For. Aff., Trade and Develop.: 2 648 000Euro

 

Vorgänger-Projekte

  • 2011.2134.2

    Programm Nachhaltige Landbewirtschaftung

Nachfolger-Projekte

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben :22.11.2011 - 30.01.2021
  • Aktuelles Projekt:01.01.2015 - 30.01.2021

Sonstige Beteiligte

  • ARGE IAK/AMBERO/PLANCO

 

Kontakt

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Partizipative Entwicklung und Gute Regierungsführung:Projektergebnis-Ebene: Projektkomponente zielt auf PD/GG
  • Umwelt- und Ressourcenschutz, ökologische NachhaltigkeitProjektziel-Ebene: Projekt zielt vor allem auf Umwelt- und/oder Ressourcenschutz
  • Gleichberechtigung der GeschlechterProjekt hat nachweislich positive Wirkung auf Gleichberechtigung
  • ArmutsorientierungSelbsthilfeorientierte Armutsbekämpfung

CRS-Schlüssel

  • Landwirtschaftliche Landressourcen

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ziel
Das Programm ist Teil eines Vorhabens der äthiopischen Regierung, des Sustainable Land Management Programmes (SLMP). Dessen Ziele sind reduzierte Landdegradierung und verbesserte Ernährungssicherheit in sechs ländlichen Regionen Äthiopiens (Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambella, Oromia, Southern Nations, Nationalities and Peoples’ Regions, Tigray). Die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gegen die Auswirkungen des Klimawandels wird gestärkt.

Herausforderung
Die ländliche Bevölkerung in vielen Regionen Äthiopiens ist dem Risiko einer fortschreitenden Landdegradierung ausgesetzt. Jährlich gehen landesweit 30.000 ha Boden verloren. Acker- und Weideflächen werden unproduktiv oder durch Erosionsrinnen zerstört. Die Verknappung natürlicher Ressourcen wird hauptsächlich durch ein hohes Bevölkerungswachstum und unangepasste landwirtschaftliche Bewirtschaftung verursacht. Letztere geht mit starker Entwaldung, abnehmender Bodenfruchtbarkeit und Erosion einher. Dadurch nimmt die landwirtschaftliche Produktivität ab, die Erträge der Kleinbauern gehen zurück. Der Klimawandel und seine Folgen verschärfen die Situation.

Vorgehensweise
Die GIZ und KfW Entwicklungsbank arbeiten mit dem äthio-pischen SLMP zusammen, um diesen Herausforderungen mit Methoden der nachhaltigen Landbewirtschaftung zu begegnen.
Aufgaben der Beratung durch die GIZ sind die Verbesserung des gesetzlichen Rahmens für nachhaltige Landbewirtschaftung sowie die Unterstützung des äthiopischen Agrarberatungs-dienstes und der dezentralen Landwirtschaftsbüros. Diese setzen das staatliche SLMP auf den verschiedenen Ebenen vonder Gemeinde über die Distrikte bis zur Region um. Bei deren Beratung stehen die Ausbildung von Experten sowie die Stärkung der an der Umsetzung beteiligten Institutionen im Vordergrund. Dazu wird Wissen über technische Aspekte der Landbewirtschaftung wie etwa Boden- und Wasserkonservierung vermittelt, aber auch darüber, wie Veränderung gemeinsam mit der Bevölkerung gestaltet werden kann. Einkommen schaffende Maßnahmen werden gefördert.
Zudem beraten Experten der GIZ das Landwirtschaftsminister-
ium zur Umsetzung des SLMP und partizipativen ländlichen Entwicklung. Hierbei sind Wälder in und bei Wassereinzugsgebieten besonders wichtig. Die durch die GIZ geschulten, staatlichen Berater entwickeln mit den Gemeinden Pläne für eine nachhaltige Waldnutzung in angrenzenden Wassereinzugsgebieten.
Die KfW Entwicklungsbank stellt über das äthiopische Landwirt-schaftsministerium Gelder für Investitionen auf kommunal und privat genutztem Land in Wassereinzugsgebieten bereit. So dient etwa die großflächige Verbauung von Erosionsrinnen und die Errichtung und Begrünung von Terrassen der Rehabilitierung landwirtschaftlicher Flächen und der Stabilisierung von Hanglagen. Zudem werden Maßnahmen zu verbesserter Viehzucht und einem ertragreicherem Obst- und Gemüseanbau gefördert. Auch wird der Bau von kommunaler Infrastruktur finanziert. Die damit verbundene Bewässerung, Bepflanzung und Aufforstung tragen zur Verbesserung des Bodens, der Erträge und der Einkommen der ländlichen Bevölkerung bei.

Wirkungen
Die hier dargestellten Wirkungen beziehen sich auf die Vorläuferphase bis Dezember 2014 und die drei Hochlandregionen Amhara, Oromia und Tigray, in denen das Programm bis dahin tätig war.
• Auf ca. 180.000 Hektar degradiertem Land wendet die ländliche Bevölkerung nachhaltige Praktiken der Landbewirtschaftung an. Terrassierung, Dauerbegrünung und andere Methoden reduzieren die Landdegradierung.
• Seit 2008 ist die kleinbäuerlich genutzte Bewässerungsfläche um ca. 2.000 Hektar gestiegen. Die Nutzer erzielen dadurch höhere Ernten und Einkommen.
• Die äthiopischen Partner können ihre Vorhaben auf allen Verwaltungsebenen besser planen und umsetzen. Mit Beteiligung der Gemeinden haben sie bisher über 670 Investitions- und Managementpläne für Wassereinzugsgebiete entwickelt und setzen sie um.
• Mit Maßnahmen zur nachhaltigen Landbewirtschaftung werden bisher ca. 194.000 Haushalte erreicht. Die staatlichen Berater und Experten der Distrikte und Gemeinden sind in der Lage, den Ansatz auf andere Gebiete zu übertragen.
• Wissen und Kenntnisse der beteiligten Personen auf Gemeindeebene und die Eigenverantwortung der Zielgruppen haben sich verbessert. Über 500 lokale kleinbäuerliche Nutzerorganisationen bewirtschaften nun gemeinsam Flächen mit nachhaltigen Methoden. Geschulte Experten der Distrikte und Gemeinden beraten sie dabei. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Objective
The programme is part of a nationwide strategy for sustainable land management, the Sustainable Land Management Program (SLMP). Its objectives are to reduce land degradation and to improve agricultural productivity in six rural regions of Ethiopia (Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambella, Oromia, Southern Nations, Nationalities and Peoples’ Regions, Tigray). The resilience of small holder farmers against the impacts of climate change is also strengthened.

The Challenge
The rural population in many regions of Ethiopia is exposed to the risk of increasing land degradation. 30.000 hectares of land are lost annually. Arable land and pastures turn unproductive or are destroyed by soil erosion. Natural resources become scarce. High population growth as well as inadequate farming and grazing practices result in massive deforestation, declining soil fertility and increasing soil erosion. Thus, agricultural productivity decreases, the incomes of small holder farmers are reduced. The effects of climate change exacerbate the situation.

Our Approach
GIZ and KfW Development Bank work together with the Ethiopian SLMP to support the rural population in facing these challenges with methods of sustainable land management.
The advisory services of GIZ aim to improve the legal framework for sustainable land management and to support the Ethiopian agricultural extension services and the decentralised agricultural institutions. These offices and bureaus implement the national SLMP on communal, district and regional level. Advisory services by GIZ focus on trainings for Ethiopian experts as well as strengthening the implementation capacities of involved institutions. GIZ enables the transfer of technical knowledge among national experts and the rural population with regard to land management, i.e. soil and water conservation. Complementary knowledge on how to shape processes of change together with the local population in a participatory manner also plays an integral role. The programme actively promotes income generating activities for small holder farmers.
Furthermore, GIZ experts advise the Ethiopian Ministry of Agriculture on the implementation of the national SLMP and participatory rural development. With regard to the latter, forests in and adjacent to SLMP watersheds play an important role. National experts, trained by GIZ advisors, develop management plans together with the communities for using the resources of the forest in a sustainable way.
The KfW Development Bank provides funding for investments on communal and private land in SLMP watersheds via the Ethiopian Ministry of Agriculture. The communities rehabilitate erosion gullies on a large scale and construct and revegetate terraces on hillsides in order to restore agricultural areas and stabilise slopes. In addition, KfW Development Bank supports measures of improved livestock rearing and high productivity horticulture. It also finances the construction of communal infrastructure. This is accompanied by irrigation, revegetation and reforestation and contributes to better soil health, crop yields and incomes of the rural population.

Impacts
The described impacts relate to the programme’s previous phase until December 2014 and the three highland regions Amhara, Oromia and Tigray where the programme has been active then.
• The rural population applies sustainable land management practices on about 180,000 hectares of formerly degraded land. Terraces, permanent vegetation cover, crop rotation and other measures reduce land degradation significantly.
• Since 2008 the area under small scale irrigation increased by approx. 2.000 hectares. Small scale farmers achieve now higher yields and incomes.
• The Ethiopian partners have been supported on all administrative levels to plan and implement their projects and programmes in a better way. With the communities they developed more than 670 plans for watershed investment and management which are now being implemented.
• Measures of sustainable land management reach approx. 194,000 households. The national extension workers and experts on district and communal level know how to scale up the approach and transfer it to other areas.
• People of the communities have improved their knowledge and skills. Also, the level of personal responsibility among the target groups has increased. Now more than 500 local user organisations for small scale farming manage communal land together in a sustainable way. They receive advice from trained experts of the districts and communes.