Trinkwasser und Sanitärprogramm in Boucle du Mouhoun, Hauts-Bassins und Süd-West
Programme Eau Potable et Assainissement dans la Boucle du Mouhoun, les Hauts Bassins et le Sud-Ouest
Projektdetails
- Projektnummer:2014.2014.0
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1100 Westafrika 1 und Zentralafrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Burkina Faso
Zusammenfassung
- Ziele:
Die kommunalen und nationalen Kapazitäten zum Betrieb und zur Entwicklung der Wasser- und Sanitärversorgungsanlagen sind nachhaltig verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministère de l’Agriculture, des Ressources Hydrauliques, de l’Assainissement et de la Sécurité Alimentaire
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:6 300 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2011.2049.2
Trinkwasser- und Sanitärprogramm in kleineren und mittleren Städten
Nachfolger-Projekt
2017.2127.3
Trinkwasser- und Sanitärversorgung in Boucle du Mouhoun, Hauts-Bassins und Süd-West
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 31.10.2005 - 31.05.2027 - Aktuelles Projekt:15.12.2015 - 31.12.2018
Sonstige Beteiligte
- Arge AHT Group AG/SECAM
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
- Mutter-Kind-Gesundheit
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
14030 Grundlegende Versorgung im Bereich Trinkwasser und Sanitärversorgung und Abwassermanagement
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Burkina Faso hat bei der Trinkwasser- und Sanitärversorgung große Fortschritte gemacht. Herausforderungen sind weiterhin die großen Unterschiede beim Zugang zu hochwertigen Dienstleitungen: einerseits in den Städten und andererseits an den Stadträndern und in ländlichen Gebieten.
90 Prozent der städtischen Bevölkerung haben Zugang zu Trinkwasser in einem Umkreis von 500 Metern von ihrem Zuhause. Auf dem Lande müssen mehr als ein Drittel der Frauen teilweise mehrere Kilometer laufen, um an Trinkwasser zu gelangen. 8 von 10 Einwohnern in den Dörfern haben keine Toilette im Haus und verrichten ihre Notdurft im Freien – ein großes Problem für die öffentliche Gesundheit. Die mangelnde Hygiene führt zu zahlreichen Krankheiten. Kinder unter 5 Jahren sterben häufig an Durchfallerkrankungen, aufgrund von durch Fäkalien verseuchten Getränken oder Nahrungsmitteln.
Unzureichende Regierungsführung und Steuerung erschweren die Entwicklung im Wasser- und Sanitärsektor erheblich. Insbesondere fehlen Systeme und kohärente Strategien für einen umfassenden, breitenwirksamen Ausbau von Dienstleistungen.
Der halbstaatliche Wasserversorger ONEA, verantwortlich für den Ausbau und Unterhalt der städtischen Trinkwasser- und Abwasserversorgung, muss Einsparmaßnahmen ergreifen, um auch nach 2017 ausgeglichene Finanzen zu erreichen. Private Anbieter sind nur teilweise in der Lage, der Bevölkerung Dienstleistungen anzubieten. Insbesondere in informellen städtischen Vierteln und großen Dörfern ist die ganzjährige Versorgung nicht gewährleistet.
Den zuständigen Kommunen fehlen fachliche und organisatorische Kompetenzen für ihre Aufgaben. Weiterhin bleibt der, im Rahmen der Dezentralisierung geplante, Mitteltransfer für Maßnahmen zu Wasser- und Sanitärversorgung an die Kommunen hinter dem Bedarf zurück. Regionale und lokale staatliche Fachabteilungen sind noch zu schwach, um ihrer Führungsrolle bei der Unterstützung der Kommunen gerecht zu werden.
Ziel
Die Schlüsselakteure für die Trinkwasser- und Sanitärversorgung bieten ihre Dienstleistungen in besserer Qualität sowie effizienter und transparenter an.
Vorgehensweise
Das Programm zur Trinkwasser- und Sanitärversorgung stärkt Kompetenzen und Leistungsfähigkeit der Schlüsselakteure auf mehreren Ebenen.
Das Ministerium für Wasser- und Sanitärversorgung und ONEA werden von Consulting AHT mit speziellen Leistungen für Monitoring und Evaluierung unterstützt.
Das Ministerium wird dabei unterstützt, den Sektordialog sowie das Monitoring- und Evaluierungssystem zentral und dezentral zu stärken, um eine effizientere Steuerung zu erreichen. Die Rahmenbedingungen für den Kompetenztransfer an die Kommunen werden verbessert, um Breitenwirksamkeit zu erreichen.
Eine nationale Internetdatenbank mit aktuellen Angaben zur Wasser- und Sanitärversorgung für das städtische Umfeld, beispielsweise zu versorgten Personen und Zeiträumen, Wasserqualität, Pannenhäufigkeit und anderem, wird Transparenz und Rechenschaft stärken.
Das Programm unterstützt die halbstaatliche Trinkwasser- und Abwassergesellschaft ONEA dabei, ihre Betriebskosten zu verringern, Dienstleistungen in den informellen städtischen Siedlungsgebieten auszuweiten sowie das Management der öffentlichen Abwasserversorgung zu verbessern. ONEA wird in Zusammenarbeit mit der deutschen Firma Hamburg Wasser unterstützt.
Die nationale Dezentralisierungspolitik wird in acht Pilotgemeinden gefördert. Dazu werden Wasserversorgungs- und entsorgungspläne mit den Gemeinden erstellt und die notwendigen technischen und kaufmännischen Kenntnisse zum Betrieb und zur Wartung an die Partner vermittelt.
Das Programm unterstützt das Ausbildungszentrum (CEMEAU), das Fortbildungen für Berufe in der Wasserwirtschaft durchführt. Die Professionalisierung der privaten Betreiber und Rechenschaftspflicht gegenüber den Nutzern, in Kooperation mit der Zivilgesellschaft, sind Schlüsselelemente, um die Qualität der Dienstleistungen zu verbessern.
Das Programm kann an Ergebnisse der Vorgängerprojekte (2006–2015) anknüpfen. Die Steuerung im Sektor ist bereits deutlich verbessert. In Zusammenarbeit mit drei deutschen Firmen konnte darüber hinaus der Wasserverlust in den städtischen und stadtnahen Siedlungsgebieten um mehr als 2 Millionen Kubikmeter innerhalb von drei Jahren reduziert werden: Dies entspricht einer CO2-Einsparung von 2.000 Tonnen sowie zusätzlicher Trinkwasserversorgung für 50.000 Menschen.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Burkina Faso has made significant advances in the area of water and sanitation services. The challenges that persist include large disparities in terms of access to quality services between cities on the one hand, and peri-urban and rural areas on the other.
Ninety per cent of urban residents have access to drinking water within 500 metres of their homes. However, over a third of the women living in rural areas are at times forced to walk several kilometres in order to reach sources of drinking water. Eight out of ten people residing in villages do not have a toilet at home and must relieve themselves in the open, posing serious risk to public health. Such inadequate hygienic practices lead to numerous illnesses. Children under the age of five often die of diarrhoeal diseases through the consumption of food or drink contaminated with faecal matter.
A lack of good governance and management greatly impede developments in the water and sanitation sector. In particular, there is an absence of systems and coherent strategies targeted at the widespread expansion of services with a broad impact.
The semi-public National Office of Water and Sanitation (ONEA), which is responsible for expanding and maintaining urban drinking and wastewater services, has to implement cost-cutting measures in order to balance its finances beyond 2017. Moreover, private utility companies are limited in their ability to provide services to the especially poor population populace. Particularly within informal urban quarters and large villages, the year-round provision of such services cannot be guaranteed.
The responsible municipal authorities do not possess the technical or organisational competences needed to adequately carry out their tasks. Additionally, transfers of funds to municipalities to promote measures for water and sanitation services as part of the decentralisation process are not meeting the demand. Regional and local government departments remain too weak to fulfil their leadership roles in supporting the municipalities.
Objective
Key stakeholders in the drinking water supply and sanitation sectors provide higher-quality services that are more efficient and more transparent.
Approach
This project for water and sanitation services enhances the capabilities and performance of key stakeholders at various levels.
The consulting firm AHT, contracted by the project, supports the ministry in charge of water and sanitation and ONEA through special services for monitoring and evaluation.
The ministry is supported to improve sector dialogue and strengthen its system of monitoring and evaluation both on central and provincial and communal levels, thereby achieving more efficient operations. The conditions for transferring competences to the municipalities are being improved in order to achieve a broad impact.
A new national internet database on water and sanitation services for the urban setting will enhance transparency and accountability by providing up-to-date information about the customers served, the time required, the water quality, the frequency of breakdowns and the like.
The programme supports the semi-public drinking and wastewater utility ONEA in reducing its operating costs, expanding services in informal urban settlements and improving the management of public wastewater services. Assistance for ONEA is provided in cooperation with the German enterprise Hamburg Wasser.
The national policy for decentralisation is being promoted in eight pilot communities. Here, water supply and wastewater and faeces disposal plans are being developed with the communities and the technical and commercial know-how necessary for carrying out operations and maintenance is being transferred to the partners.
The programme also provides support for the CEMEAU training centre, which conducts professional training in the area of water management. Professionalising private operators and creating accountability towards users in cooperation with civil society are the key elements that serve to improve the quality of service.
This programme is able to build on the results of proceeding projects implemented between 2006 and 2015. Management within this sector has already seen significant improvement. In cooperation with three German enterprises, water losses in urban and peri-urban settlement areas have also been reduced by more than 2 million cubic metres in the last three years: that amounts to CO2 reductions totalling 2,000 tonnes and additional drinking water services for some 50,000 people.