Schwerpunktprogramm Klima und Energie - SAGEN
Projektdetails
- Projektnummer:2014.2081.9
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Südafrika
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Voraussetzungen für öffentliche und private Investitionen in erneuerbare Energien (RE) und Energieffizienz (EE) sind verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Department of Energy
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:12 275 001 Euro
Kombifinanzierung
Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO): 853 384Euro
Vorgänger-Projekt
2010.2052.8
Schwerpunktprogramm Klima und Energie - TZ-Komponente
Nachfolger-Projekt
2016.2218.2
Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (SAGEN 3)
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 29.06.2011 - 31.12.2025 - Aktuelles Projekt:01.01.2015 - 31.05.2018
Sonstige Beteiligte
- Arge DFIC / STEAG /
- DFIC - Dr. Fromme
- Prognos AG
- energy & meteo systems GmbH
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Hauptziel
CRS-Schlüssel
23210 Energieerzeugung, erneuerbare Quellen – verschiedene Technologien
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Als Reaktion auf die akute Stromknappheit besitzen der Ausbau erneuerbarer Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz hohe politische Priorität für Südafrika. Dies schlägt sich in entsprechenden Strategien und Förderprogrammen nieder. Im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens für erneuerbare Energien werden seit dem Jahr 2012 Projekte mit einer Erzeugungskapazität von über 5.000 Megawatt (MW) an private Stromproduzenten vergeben, die jetzt sukzessive in Betrieb gehen. Gleichzeitig wurden verschiedene Anreizprogramme für Energieeffizienz ins Leben gerufen, unter anderem ein Vergütungssystem für eingesparte Energie und ein Energieeffizienz-Programm für Kommunen.
Trotz dieser Fortschritte müssen die Rahmenbedingungen und Umsetzungsprozesse für öffentliche und private Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz noch verbessert werden. So wird zum Beispiel im Bereich der erneuerbaren Energien das Potenzial kleiner Anlagen (wie dezentrale Photovoltaik-Dachanlagen oder Biogas-Anlagen) nicht ausgeschöpft, und im Energieeffizienz-Bereich verläuft insbesondere die Umsetzung konkreter Investitionsmaßnahmen nur zögerlich und staatliche Fördermittel werden von potenziellen privaten und kommunalen Investoren nicht abgerufen.
Ziel
Die Rahmenbedingungen und Umsetzungsprozesse für öffentliche und private Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind verbessert.
Vorgehensweise
Das Programm Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (South African-German Energy Programme, SAGEN) unterstützt das südafrikanische Energieministerium und andere Durchführungspartner bei der Verbesserung von Strategien und Programmen, um die Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien zu steigern. Der strategische Fokus liegt auf der Verbesserung der Umsetzung vorhandener Strategien und Fördermechanismen sowie auf der Unterstützung modellhafter Investitionen in bisher nicht ausreichend erschlossenen Bereichen. Das Vorhaben agiert dabei primär auf nationaler Ebene, interveniert aber auch auf der Ebene der Provinzen, insbesondere in der Provinz Eastern Cape, und auf kommunaler Ebene.
SAGEN vermittelt technische Lösungen für die Netzintegration von erneuerbaren Energien und innovative Ansätze zur Steigerung der Energieeffizienz in Kommunen.
Für die Einführung und Verbreitung dieser Technologien werden qualifizierte Arbeitskräfte benötigt. SAGEN unterstützt südafrikanische Institutionen beim Aufbau von Ausbildungs- und Forschungszentren für erneuerbare Energien und Energieeffizienz.
Wirkung
Im Rahmen des von SAGEN unterstützten Ausschreibungsverfahrens für erneuerbare Energien wurde bislang die Errichtung von Anlagen mit einer Gesamtleistung von 5.236 Megawatt an private Stromproduzenten vergeben. Bis 2030 sollen es 17.800 Megawatt werden. Der CO2-Ausstoß in Südafrika wird durch die bisher in Betrieb genommenen Anlagen von rund 1.400 Megawatt jährlich um 13 Millionen Tonnen, die Brennstoffkosten werden um mehr als 3,4 Millionen Euro gesenkt.
Mit Unterstützung der GIZ und weiterer Partnerorganisationen wurde das South African Renewable Energy Technology Centre (SARETEC) als Trainingszentrum für erneuerbare Energien geplant. Die südafrikanische Regierung hat dafür 105 Millionen Rand zur Verfügung gestellt, die GIZ unterstützt den weiteren Aufbau. Das Zentrum wird maßgeblich dazu beitragen, die 5.000 qualifizierten Windenergietechniker auszubilden, die bis 2030 gebraucht werden. Im Rahmen eines kommunalen Förderprogramms wurde für über 30 Kommunen ein Energiemanagementsystem für Effizienzmaßnahmen eingeführt. Die Maßnahmen umfassen energieeffiziente Straßenbeleuchtung, Energiemanagement, Kraft-Wärme-Kopplung aus Kläranlagen und energetische Gebäudesanierung. Mehr als 200 Energieauditoren für Gebäude wurden ausgebildet. Zahlreiche Standards zur Energieeffizienz in Gebäuden sind ausgearbeitet oder fortgeschrieben worden.
Durch innovative Energieeffizienzmaßnahmen, die mit Unterstützung der GIZ eingeführt wurden, hat Südafrika 2014 326 Millionen Kilowattstunden an Energie eingespart.
Projektbeschreibung (EN)
Faced by an acute electricity shortage, South Africa has given high political priority to the expansion of renewable energies and the improvement of energy efficiency. This is reflected in dedicated strategies and support programmes. Since 2012, through a tendering procedure for renewable energies, the country has awarded generation projects with a combined capacity of more than 5,000 MW to private power companies. These are now successively being connected to the grid. At the same time, various incentive programmes for energy efficiency have been initiated, including a compensation scheme for saved energy and an energy efficiency programme for municipalities.
Despite these advances, further improvements are still needed in the overall conditions and implementing processes for public and private investments in renewable energy and energy efficiency. For example, in the field of renewable energies the potential of small decentralised generators is not being adequately exploited (e.g. photovoltaic roof-top installations and biogas plants), while for energy efficiency, the investment measures are progressing rather slowly and support funds available to potential private and municipal investors is not being claimed.
Objective
Conditions affecting public and private investment in renewable energies and energy efficiency have improved, as have the implementation processes.
Approach
The South African-German Energy Programme supports the Department of Energy and other implementing partners in improving strategies and programmes to enhance the uptake of renewable energies and energy efficiency measures. The strategic focus is on advice for existing support mechanisms and the implementation of pilot investments in areas that have hitherto been under-served. The programme will primarily intervene at the national level but will also undertake activities at the provincial and local levels of government, with a focus in the province of the Eastern Cape.
The programme provides technical solutions related to the grid integration of renewable energy projects and innovative approaches to enhanced energy efficiency in municipalities. Disseminating renewable energies and energy efficiency technologies requires staff qualified in new occupational areas. The programme therefore supports South African institutions in establishing relevant research and training facilities.
Results achieved so far
The procurement scheme for renewable energies supported by the programme has so far supported the installation by private sector suppliers of more than 5,200 megawatts (MW) in generating capacity. This is expected to rise to 17,800 MW by 2030. The facilities that have already gone into operation produce around 1,400 MW, which reduces South Africa’s CO2 emissions by more than 13 million tonnes every year, and brings down fuel costs by more than EUR 3.4 million.
The South African Government has provided ZAR 105 million to fund the creation of the South African Renewable Energy Technology Centre (SARETEC). GIZ and other partner organisations are supporting its establishment as a training centre in this field. SARETEC will make a major contribution to training the 5,000 qualified wind energy technicians who will be required by 2030.
Under a national support scheme for local governments, more than 30 municipalities have already introduced an energy management system for energy efficiency measures. Their measures include energy-efficient street lighting, energy management, heat and energy co-generation from sewage plants, and the retrofitting of buildings. More than 200 energy auditors for buildings have received training. Many different standards on energy efficiency in buildings have been established or improved.
Through the innovative energy efficiency measures introduced with support from the programme, the country saved more than 320 million kilowatt hours of energy in 2014.