Gewaltpräventionsprogramm

Projektdetails

  • Projektnummer:2014.2082.7
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Südafrika

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Bedingungen für die Schaffung sicherer Gemeinden unter Berücksichtigung von Ansätzen zur Gewaltprävention auf lokaler Ebene sind unter Beteiligung der nationalen und der Provinzebene verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Department for Cooperative Governance

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:6 500 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2010.2049.4

    Programm Gewaltprävention - TZ-Komponente

Nachfolger-Projekt

  • 2018.2076.0

    Inklusive Gewaltprävention in Südafrika - VCP III

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    28.09.2011 - 30.12.2024
  • Aktuelles Projekt:01.01.2015 - 30.06.2019

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    15110 Politik und Verwaltung in Bezug auf den öffentlichen Sektor

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Mobilität und Lebensqualität von Bürgern sowie ihre Teilnahme am öffentlichen Leben und an nachhaltigen Entwicklungsprozessen sind stark von der Sicherheit des öffentlichen und des privaten Umfelds abhängig. In Südafrika ist die hohe Gewaltrate eines der Hemmnisse für die Entwicklung des Landes. Obwohl sich die Situation in den letzten Jahren leicht gebessert hat, nimmt das Land in Gewaltstatistiken international noch immer einen Spitzenplatz ein. Mangelnder Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen, hohe Arbeitslosigkeit und fehlende Zukunftsperspektiven, vor allem für junge Menschen, fördern Gewalt in der Gesellschaft.

Ziel
Die Bedingungen, um sichere Gemeinde zu schaffen, sind verbessert. Kommunen sind in der Lage, Maßnahmen zur Gewaltprävention umzusetzen, unterstützt von poltischen Akteuren der nationalen Ebene und aus den Provinzen.

Vorgehensweise
Die lokale Bevölkerung spürt die Auswirkungen von Gewalt und Kriminalität unmittelbar. Den Kommunen fehlen die nötigen Ressourcen und die institutionelle Leistungsfähigkeit, um sichere Nachbarschaften zu schaffen. Im Fokus des Vorhabens steht deshalb die Stärkung der kommunalen Handlungsfähigkeit, insbesondere in den Provinzen Eastern Cape und Gauteng sowie in den Metropolregionen Südafrikas. Das Vorhaben ist in drei komplementäre Handlungsfelder gegliedert:
1.Schließen der Umsetzungslücke. Der integrierte Ansatz zur Schaffung sicherer Gemeinden soll in nationalen Politiken, Strategien und Programmen verankert und insbesondere auf lokaler Ebene verwirklicht werden. Zur Umsetzung nationaler Politiken auf kommunaler Ebene ist die Klärung von Rollen, Funktionen und Ressourcenzuteilungen innerhalb des Regierungssystems entscheidend.
2.Vernetztes Denken und Handeln verbessert Austausch, Netzwerkbildung und die Zusammenarbeit staatlicher und nichtstaatlicher Akteure. Die Zusammenarbeit der Akteure auf unterschiedlichen Ebenen (national, in den Provinzen und lokal) und Sektoren wird gefördert, um eine integrierte Vorgehensweise zu stärken.
3.Aktive Jugend für sichere Gemeinden. Das Handlungsfeld stärkt jugendzentrierte Ansätze und fördert jugendspezifische Beiträge zur Gewaltprävention.

Wirkungen
Vom Vorhaben unterstützte Netzwerke, wie die Koordinationsplattform der Metropolregionen zur städtischen Sicherheit oder das Online-Portal SaferSpaces für Praktiker der Gewaltprävention, förderten Zusammenarbeit und Handlungsfähigkeit der beteiligten Akteure. In Nelson Mandela Bay wurden über 4.000 Jugendliche an 40 Schulen dabei unterstützt, aktiv zu sicheren öffentlichen Räumen in ihren Gemeinden beizutragen. Jugendfördernde Maßnahmen in den Pilotprovinzen erreichten, mit Beteiligung sozialer Medien, bis zu 20.000 Jugendliche.

Die Verankerung von Gewaltprävention in Regierungsprogramme wurde unterstützt, beispielsweise in das breitenwirksame Arbeitsbeschaffungsprogramm Community Work Programme oder die integrierte Entwicklungsplanung (IDPs) von Kommunen.

Im Rahmen der Politikberatung wurde das Thema Gewaltprävention in die nationale Stadtentwicklungspolitik integriert und die exemplarische Umsetzung gemeinsam mit Partnern unterstützt.

Im Rahmen internationaler Austausch- und Lernformate wurden südafrikanische Experten und Entscheidungsträger mit denen aus anderen Ländern, vor allem in Europa, Afrika und Lateinamerika, vernetzt und damit Süd-Süd- und Nord-Süd-Austausch gefördert.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
People’s mobility, quality of life, their participation in public life and in sustainable development greatly depend on the safety of public spaces. South Africa’s safety issues are thus one of the key obstacles to the country’s development. Although the situation has slightly improved over the past few years, the country’s violence and crime statistics remain disconcertingly high. A lack of access to public services, a high rate of unemployment as well as a lack of prospects particularly for young people, are factors conducive to violence and criminality in society.

Objective
Public sector, civil society and community based organisations cooperate more effectively to promote the safety of particularly vulnerable population groups in disadvantaged communities.

Approach
On behalf of the German Government, GIZ is implementing a project on Inclusive Violence and Crime Prevention for Safe Public Spaces (VCP), which follows a comprehensive, systemic approach. The project strengthens cooperation between public sector, civil society organisations as well as the private sector and connects practitioners who aim at creating safer communities. This is achieved through dialogue events, study trips, sharing good practices and creating multi-sector exchange platforms.

Another priority area of the project involves training various practitioners including police officers, urban planners and government representatives, in the prevention of youth violence and in urban development that specifically addresses public safety. Local government authorities are given support in networking practitioners more effectively and in recognising how joint initiatives can help to enhance safety. In addition, the project helps to mainstream the issue of violence prevention in relevant governmental processes and institutions in the Nelson Mandela Bay Municipality and other selected municipalities. Other measures promote the activation of young people in order to strengthen social cohesion in the communities and harness the particular potential of young people in developing sustainable violence prevention measures.

Results achieved so far
Since the beginning of 2012 the project has networked various practitioners at national, local and provincial level and prepared a strategic action plan in line with local needs. In Nelson Mandela Bay young people were activated in a city wide project to create more safety in their communities. Exchange and study tours served to connect experts and decision makers from South Africa, who discussed the development of prevention platforms in South Africa. The insights of these study trips are being shared among other things on the newly emerging multi-sector, interdisciplinary platforms.