Ländliche Entwicklung einschließlich Landwirtschaft II
Développement Rural et agriculture
Projektdetails
- Projektnummer:2014.2086.8
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1600 Westafrika 2 und Madagaskar
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Togo
Zusammenfassung
- Ziele:
Akteure in drei ausgewählten landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten (Kaffee, Cashew, Ananas) und in der Wertschöpfungskette Holzenergie sind ökonomisch, technisch und hinsichtlich ihrer Selbstversorgung leistungsfähiger.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerium für Planung, Entwicklung und Raumordnung
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:3 842 809 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2012.2471.6
Ländliche Entwicklung und Landwirtschaft
Nachfolger-Projekt
2016.2099.6
Ländliche Entwicklung einschließlich Landwirtschaft
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 24.10.2012 - 02.03.2023 - Aktuelles Projekt:22.10.2014 - 04.11.2016
Sonstige Beteiligte
- ECO Consult GmbH & Co. KG
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Handelsentwicklung
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
31120 Landwirtschaftsentwicklung
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Agrar- und Holzenergiewirtschaft Togos ist wenig leistungsfähig. Sie generiert eine geringe eigene Wertschöpfung, ist wenig in Märkte integriert und wird geringfügig vor Ort weiter verarbeitet. Frauen als Produzentinnen sind in der Landwirtschaft ökonomisch benachteiligt. Hinzu kommt die Landflucht männlicher Jugendlicher. Im Subsektor Holzenergie wird teilweise Raubbau betrieben, damit die Städte mit Holzkohle beliefert werden können. Durch staatliche Investitionen wurde erreicht, dass die Nahrungsmittelproduktion gesteigert wird. Es fehlen aber weiterhin effiziente, nachhaltige Produktionssysteme sowie technische und organisatorische Fertigkeiten und innovative Geschäftsmodelle.
Ziel
Akteure in drei ausgewählten landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten (Kaffee, Cashewnüsse, Ananas) und in der Wertschöpfungskette Holzenergie sind ökonomisch, technisch und hinsichtlich ihrer Selbstversorgung leistungsfähiger.
Vorgehensweise
Das Vorhaben ProDRA arbeitet mit den Ministerien für Landwirtschaft und für Umwelt sowie mit Organisationen der Bauern, mit Verarbeitern und Händlern an einer modellhaften Verbesserung der einzelnen Wertschöpfungsketten (WSK). Holzenergie wird von einer Beratungsfirma, ECO Consult, betreut.
Das Vorhaben arbeitet auf der lokalen, regionalen und nationalen Ebene mit Methoden, die sich gegenseitig ergänzen:
-ValueLinks, mit der die Wertschöpfungsketten zusammen mit den Akteuren analysiert, strukturiert und bewertet werden, Projektaktivitäten geplant sowie neue Geschäftskontakte geschaffen werden
- Farmer Business School, mit denen unternehmerische Fähigkeiten zusammen mit guter technischer Praxis für Bäuerinnen und Bauern gefördert werden
- Existenzgründerkurse (Competency based Economies through Formation of Entreprise CEFE), mit denen Unternehmertum vornehmlich bei Verarbeiterinnen und Verarbeitern sowie bei Händlern gefördert wird
- Technische Schulungen für verbesserte Anbautechniken sowie zu speziellen unternehmerischen und organisatorischen Fähigkeiten
- Organisations- und Politikanalysen, anhand derer Strategien für verbesserte Rahmenbedingungen erarbeitet werden können
Die GIZ arbeitet hauptsächlich mit Dienstleistern des Staates sowie Nichtregierungsorganisationen zusammen. Gemeinsam wurden die genannten Methoden angepasst und die Feldberater darin ausgebildet. Die Ansätze zielen darauf ab, über Organisationen der Zielgruppen, beispielsweise Kleinbäuerinnen und Kleinbauern oder kleine bis mittlere Verarbeitungsbetriebe, die Transaktions- und Produktionskosten zu senken, die Verarbeitung zu erhöhen und die Integration der WSK selbst zu verbessern.
Auf regionaler und nationaler Ebene fließen die Erfahrungen in die Strategien und Politiken ein und verbessern die Rahmenbedingungen. Weiterhin unterstützt das Vorhaben mit dem Fachwissen von nationalem Personal und Entwicklungshelfern, die Produkte auf Messen zu präsentieren und kleine innovative Projekte zu realisieren.
ProDRA arbeitet im Bereich der WSK Kaffee/Kakao, Cashewnüsse, Ananas und Energieholz, zusammen mit den Nahrungsmittelkulturen Soja, Maniok, Mais und Geflügel.
Wirkungen
Bisher wurden über 100 Beraterinnen und Berater des Staates und von Nichtregierungsorganisationen intensiv in den genannten Methoden ausgebildet. Sie haben insgesamt bisher mehr als 2.500 Bäuerinnen und Bauern in den Farmer Business Schools in einwöchigen Trainings fortgebildet, etwa 100 Verarbeiterinnen und Verarbeiter in CEFE und verwandten Methoden (ein- bis zweiwöchige Trainings) sowie mehr als 550 Personen in verschiedenen technischen und organisatorischen Themen. Weiterhin wurden mehr als 20 Kleinprojekte finanziell und fachlich unterstützt.
Die gemessene Zufriedenheit der Zielgruppen liegt bei über 85 Prozent. Auch die Motivation der Mittler zur Anwendung anspruchsvoller Methoden liegt in diesem Bereich. In Beispielfällen wurde nach den Trainings der Gewinn der Produktion durch den Einsatz von Produktionsmitteln, zum Beispiel Saatgut, Dünger, Futtermittel, um mehr als 30 Prozent erhöht. Vom Projekt begleitete regionale Messeauftritte ließen die Nachfrage nach bestimmten Produkten, wie gemahlener Kaffee oder Bio-Ananas, so ansteigen, dass die Produzenten in den ersten Monaten der Nachfrage kaum nachkommen konnten.
Projektbeschreibung (FR)
Situation initiale
L’agriculture togolaise est peu développée et manque de dynamisme. Les causes de cette situation sont la faible productivité des exploitations agricoles, l’accès insuffisant aux marchés et les schémas de comportement traditionnels de la population rurale. À cela s’ajoutent l’exode rural, qui touche surtout les jeunes hommes, et la destruction des ressources naturelles. Ces problèmes se renforcent mutuellement.
Toutefois, les conditions politiques sont désormais nettement plus favorables à l’adoption de modèles d’entreprise à large impact dans l’espace rural togolais. Dans le cadre du programme détaillé pour le développement de l’agriculture africaine (PPDAA), le gouvernement togolais a établi un plan national d’investissement agricole qui doit doper la croissance agricole, qui se situe actuellement entre 3 % et 5 %, pour la porter à 6 % au moins. Cependant, la mise en œuvre de ce programme vient à peine de commencer et il reste un flou sur la manière d’obtenir des changements structurels durables. Pour rattraper son retard, le secteur agricole togolais doit s’orienter davantage sur les marchés et se doter de structures économiques (groupements de producteurs, contrats de commercialisation, services).
Objectif
Le gouvernement togolais a mis en pratique des modèles améliorant les relations d’affaires dans les filières et encourageant la création de petites entreprises agricoles et de systèmes de production agricole durable. Pour le développement économique durable de l’espace rural, on dispose donc de solutions modèles qui pourront produire des effets de large portée ultérieurement.
Démarche
Les sites du projet sont répartis entre trois régions du pays, aux environs des villes moyennes de Sokodé, Kpalimé et Tsévié. Les limites de la zone du projet ne suivent pas les limites politiques et administratives, mais celles des bassins économiques.
L’action impulse le développement des structures économiques en promouvant des formes d’organisation et des types de contrats mieux appropriés et surtout plus durables dans l’économie agricole, en soutenant les petites entreprises, en encourageant l’exploitation de la biomasse et en proposant des solutions aux questions politiques relatives au développement rural. Il se crée des modèles d’entreprise dont les acteurs des pouvoirs publics, de l’économie et de la société civile, par exemple les coopératives, peuvent s’inspirer et qu’ils peuvent perfectionner.
En tout, cinq champs d’action sont prévus : le développement de filières, la création de micro, petites et moyennes entreprises (MPME) en milieu rural, la promotion de la production de biomasse par l’agroforesterie, l’appui aux prestataires de services publics pour le développement rural et le conseil concernant les décisions politiques et programmatiques.