Deutsch-Indisches Energieprogramm im ländlichen Raum

Projektdetails

  • Projektnummer:2014.2114.8
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2B00 Asien II
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Indien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die sektoralen Rahmenbedingungen für Unternehmen im Bereich ländlicher Energieversorgung haben sich verbessert

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of New and Renewable Energies

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:6 620 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2008.2144.7

    Deutsch-Indisches Energieprogramm

Nachfolger-Projekt

  • 2017.2166.1

    Energiegrundversorgung im ländlichen Raum (IGEN-ACCESS)

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    27.10.2003 - 31.03.2027
  • Aktuelles Projekt:01.04.2015 - 31.03.2019

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    23210 Energieerzeugung, erneuerbare Quellen – verschiedene Technologien

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Indien verbraucht inzwischen jährlich mehr als 24.000 Petajoule Energie, erreicht aber mit einem Stromverbrauch von etwa 1000 Kilowattstunden pro Kopf nicht einmal ein Siebtel des Energieverbrauchs eines Industrielandes. Dadurch entstehen in allen Bereichen der Gesellschaft und in ländlichen Regionen genauso wie in städtischen Ballungsräumen große Herausforderungen. Denn unabhängig davon, ob private Haushalte, Industrieunternehmen oder Dienstleister betroffen sind: Der eingeschränkte Zugang zu Energie begrenzt die Möglichkeiten der wirtschaftlichen Entwicklung und der Armutsbekämpfung.

Auch die Qualität der Energieversorgung ist ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung Indiens. Auf einem Energiemarkt mit knappem Angebot bei stark steigender Nachfrage können zwei Strategien als entscheidend für die künftige Entwicklung angesehen werden: 1. die Ausschöpfung des Energieeinsparpotenzials, um Energieverluste entlang der gesamten Lieferkette zu verringern und dadurch den Ressourceneinsatz zu optimieren und die Kosten zu senken, und 2. die massive Einführung erneuerbarer Energien und deren Integration in die Stromnetze, um den Energiemix zu diversifizieren.

Indien hat sich 2015 das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2022 175 Gigawatt erneuerbarer Energien zu installieren, davon allein 100 Gigawatt Photovoltaik. Der Strom aus den neu gebauten Anlagen muss aber auch zu den Lastzentren transportiert werden und das Netz muss das neue, stark schwankende Stromaufkommen optimal aufnehmen. Zusätzlich will Indien Energieeffizienz und Emissionsintensität des Bruttoinlandsprodukts bis 2030 um 33 bis 35 Prozent des Niveaus von 2005 reduzieren.


Ziel
Die Rahmenbedingungen für die Netzintegration von erneuerbarer Energie und für die effiziente Energienutzung sind verbessert. Der PAT II Cycle hat verpflichtete industrielle Großenergieverbraucher.


Vorgehensweise
Die GIZ führt das deutsch-indische Energieprogramm im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durch. Sie stimmt sich dabei mit der KfW Entwicklungsbank ab und arbeitet mit ihren indischen Partnern zusammen. Das Energieprogramm fördert Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und die Netzintegration erneuerbarer Energien. Im Hinblick auf die Energieeffizienz liegt der Schwerpunkt des Programms auf der Unterstützung der Regierung bei der Einführung und Umsetzung von Energieeinsparzertifikaten für die Großindustrie.

Im Bereich der Netzintegration erneuerbarer Energien werden folgende Ergebnisse angestrebt:

- Verbesserte Marktmechanismen und Regularien für die Einspeisung von erneuerbaren Energien liegen entscheidungsreif vor.

- Technische und institutionelle Voraussetzungen zur Netzintegration von erneuerbaren Energien sind in ausgewählten Unionsstaaten, Regionen und auf nationaler Ebene vorhanden.

- Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Lastverteilzentren in ausgewählten Unionsstaaten, Regionen und auf nationaler Ebene haben ihre Kompetenzen zur Netzintegration von erneuerbaren Energien verbessert.


Wirkungen
Das Vorgängerprogramm war von 2003 bis 2015 in Indien aktiv und konnte in dieser Zeit einiges erreichen. Hier nur einige Beispiele:

- Die Kennzeichnung des Energieverbrauchs von Haushaltsgeräten und energieintensiven Maschinen und Anlagen wurde vorangetrieben und ist inzwischen weit fortgeschritten.

- Mehr als 10.000 Fachkräfte haben Prüfungen für die Zertifizierung als Energie-Manager oder Energie-Auditor abgelegt.

- Die Privatwirtschaft investiert inzwischen mehr als 400 Millionen Euro pro Jahr in Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Dadurch konnten bis jetzt Energieeinsparungen mit einem Jahresvolumen von 300 Millionen Euro erzielt werden.

- Mithilfe des Programms wurde die weltweit erste Berechnungsgrundlage zur Ermittlung des CO2-Emissionsfaktors für das indische Stromversorgungsnetz entwickelt.

- Für 85 staatliche Wärmekraftwerke wurde eine Erfassung und Leistungsüberprüfung durchgeführt, die ein Einsparpotenzial von 6,92 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr ergeben hat.

 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
India now consumes more than 6,600 TWh of energy per year, but its per capita electricity consumption of around 1,000 kWh, is less than one seventh of that of industrialised countries. This creates considerable challenges in all areas of society and in rural and urban regions. Restricted access to energy, be it for private households, industrial enterprises or service providers, limits opportunities for economic development and poverty reduction.

The quality of the energy supply is also an important factor for India’s economic development. In an energy market characterised by scarce supply and rapidly increasing demand, two strategies are seen as vital for future development: 1) save energy along the entire supply chain and in applications and production, thereby optimising resource use and reducing costs, and 2) introducing renewables on a large scale and integrating these into the power grids so as to diversify the energy mix.

In 2015 India set itself the ambitious goal of generating 175 gigawatts of renewable energy by 2022, including 100 gigawatts from photovoltaic systems. The electricity generated in the newly built plants does, however, need to be transmitted to the load despatch centres, and the grid must absorb this new and widely fluctuating source of power in the best possible way. Also, India aims to improve energy efficiency/emission intensity of GDP by 33-35% by 2030 from 2005 level.


Objective
The conditions for integrating renewable energy into the grid and usage of energy efficiently, improved and PAT II cycle has more designated consumers.


Approach
GIZ is implementing the Indo-German Energy Programme on behalf of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), coordinating activities with KfW Development Bank and working together with the Indian partners. The programme promotes measures to improve energy efficiency and integrate renewable energy into the grid.

To enhance energy efficiency, the programme is primarily supporting the government’s efforts to launch and roll out its energy efficiency certification scheme for large-scale industries.

In terms of integrating renewable energies into the grid, the programme aims to achieve the following results:

-improved market mechanisms and regulations for feeding renewables into the grid are available;

-the technical and institutional requirements for integrating renewable energies into the grid are met in selected states, regions and at national level;

-staff working in the load despatch centres in selected states, regions and at national level are more skilled in integrating renewables into the grid.


Results
The previous programme ran from 2003 to 2015, achieved a number of results, including the following:

-Energy efficiency labelling for household appliances and energy-intensive machinery and equipment was promoted and has now reached an advanced stage.

-More than 10,000 professionals passed the necessary examinations for certification as energy managers and auditors.

-The private sector now invests over EUR 400 million annually to implement energy efficiency measures. So far, this has resulted in annual energy savings of EUR 300 million.

-The world’s first baseline for calculating the CO2 emission factor was devised for the Indian power grid with the help of the programme.

-Documentation and performance verification was carried out for 85 thermal power plants in the public sector, indicating a potential saving of 6.92 million tonnes of coal per year.