Sustainable industrial development

Project details

  • Project number:2014.2115.5
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: 2B00 Asien II
  • Contact address: Transparency team 
  • Partner countries: India

Summary

  • Objectives:

    Private and state actors jointly implement strategies for efficient, environment- and climate-friendly industrial development.

  • Client:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Project partner:

    Ministry of Environment, Forests and Climate Change

  • Financing organisation:

    not available

 

Volume of commission

  • Financial commitment for the actual implementation phase:5 900 000 Euro

Cofinancing

  • not available

 

Previous project

  • 2011.2074.0

    Deutsch-Indisches Umweltprogramm

Follow-on project

  • 2018.2074.5

    Nachhaltige industrielle Produktion II

 

Term

  • Entire project:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    07.02.2012 - 30.03.2023
  • Actual project implementation phase:13.03.2015 - 28.02.2019

other participants

  • adelphi consult GmbH

 

Further information

  • Project websitesnot available

 

Policy markers

  • Biodiversity

    Significant (secondary) policy objective

  • Gender Equality

    Significant (secondary) policy objective

  • Democratic and inclusive governance

    Significant (secondary) policy objective

  • Climate Change: Adaptation

    Significant (secondary) policy objective

  • Climate Change: Mitigation

    Significant (secondary) policy objective

CRS code

    41010 Environmental policy and administrative management

Evaluation

not available

 

Project description (DE)

Ausgangssituation
Das Wachstum der Industrieproduktion ist ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung des Landes. Die indische Regierung plant, den Beitrag des verarbeitenden Gewerbes zum Bruttoinlandsprodukt in zehn Jahren auf 25 Prozent zu steigern und dadurch 100 Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen. Zurzeit gibt es knapp 3.000 ausgewiesene Industriegebiete in Indien. Einige davon, wie die Industriekorridore, Investmentregionen und Produktionszonen, sind sehr groß.

Der Ausbau der Industrie ist mit verschiedenen Risiken verbunden. Dazu zählen eine höhere Umweltverschmutzung, die Übernutzung der natürlichen Ressourcen sowie die Zunahme von Abfällen und Abwässern, die die Ökosysteme bedrohen. 2009 erklärte das Central Pollution Control Board 150 Flussabschnitte und 43 Industriegebiete für hochgradig belastet. Verschmutzungen, die durch Gefahrstoffe aus der Industrie wie Abfälle, Abwässer und Emissionen verursacht werden, sowie die Übernutzung der natürlichen Ressourcen stellen ein erhebliches Risiko für die nachhaltige Entwicklung dar.

Die indische Regierung hat sich klar dazu bekannt, die Industrie des Landes zu entwickeln, ohne dass dies zu Lasten der Umwelt geht. Gleichzeitig zeigt die Privatwirtschaft verstärkt Interesse an der Einführung moderner Fertigungsverfahren, die eine saubere Produktion und einen effizienten Ressourceneinsatz ermöglichen.


Ziel
Stakeholder aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor des Landes setzen gemeinsam Strategien um, die eine ebenso effiziente wie umwelt- und klimafreundliche industrielle Entwicklung fördern.


Approach
Das Projekt Nachhaltige und umweltfreundliche Industrieproduktion wird gemeinsam von der GIZ und dem Ministerium für Umwelt, Wälder und Klimawandel (MoEFCC) der indischen Regierung umgesetzt. Das Projekt zielt darauf, die Anzahl der Umweltprobleme, die von nationaler Bedeutung sind, zu mindern. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Management von Industrieabwässern. Das Projekt demonstriert Methoden zur Minderung von akuter Umweltverschmutzung sowie zur Verbesserung der Ressourceneffizienz in der Industrie. Dazu gehören pilothaft umgesetzte technische Lösungen sowie Geschäfts- und Management-Modelle an ausgewählten Standorten, mit denen im Hinblick auf eine Verbesserung der Umweltverträglichkeit positive Ergebnisse und direkte Wirkungen erzielbar sind. Diese Pilotmaßnahmen sollen anschließend landesweit eingeführt werden.

Die Projektmaßnahmen sind den folgenden Handlungsfeldern zugeordnet:
- umweltorientierte Modernisierung von drei Industriegebieten (Präsentation von Lösungen)

- Schaffung günstiger Rahmenbedingungen auf nationaler Ebene und in den Bundesstaaten

- Wissensmanagement und -verbreitung

Im Mittelpunkt dieser Maßnahmen stehen der Transport, die Behandlung, die Wiederverwertung und das Management von Klärschlämmen, die Überwachung von Systemen sowie die Verbesserung von Prozessen in einzelnen Industriezweigen. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Schulungen und die Entwicklung von Kompetenzen sowie durch den Aufbau einer Plattform für den Austausch von bewährten Technologien.

Außerdem unterstützt das Projekt die Schaffung von günstigen Rahmenbedingungen auf Ebene des Zentralstaats sowie der Bundesstaaten. Zu diesem Zweck unterbreitet das Projekt Vorschläge für neue Strategien, Pläne und Unterstützungsprogramme, mit denen Umweltverschmutzung verhindert oder gemindert werden kann und die zu einem effizienteren Ressourceneinsatz in den Industriegebieten beitragen. Alle relevanten Akteure – darunter Industrieverbände, Betreiber von Produktionsstandorten, Unternehmen sowie die jeweiligen Behörden und Stellen auf Ebene des Zentralstaats und der einzelnen Bundesstaaten – werden dazu aufgefordert, sich in den verschiedenen Phasen in das Projekt einzubringen.

Frauen treten vielfach als Akteure des Wandels auf und bewirken Verhaltensänderungen, mit denen sich Umweltprobleme lösen lassen. Deshalb arbeitet das Projekt an praktischen Strategien für das Management und die Planung von nachhaltigen Industriegebieten, die in besonderer Weise Frauen einbeziehen.

Bei den Pilotstandorten handelt es sich um ausgewählte Industriegebiete in den Bundesstaaten Uttarakhand, Gujarat und Delhi. Das Projekt soll in diesen Bundesstaaten die Einführung von erfolgreichen Technologien und bewährten Management-Praktiken bewirken und eine effiziente sowie umwelt- und klimafreundliche industrielle Entwicklung in 10 Industriegebieten fördern.


Wirkung – was bisher erreicht wurde
Das Projekt hat begonnen, Möglichkeiten für eine effiziente, umweltfreundliche und klimaresiliente industrielle Entwicklung aufzuzeigen.
Bei der Entwicklung der Kompetenzen von Technikern und anderen Mitarbeitern von Kläranlagen wurden Fortschritte erzielt. Das Projekt hat die notwendigen Fort- und Weiterbildungsmaterialien erstellt, und bis jetzt sind sieben Institutionen dem Skill Council for Green Jobs beigetreten. Mehrere Train-the-Trainer- und Kompetenzentwicklungsprogramme wurden schon abgeschlossen.

Bereits jetzt haben fünf Industriezweige Verbesserungen in ihren Kläranlagen gemeldet, wodurch die Schadstofflast und die Betriebskosten gesenkt werden konnten.

Dank der durch das Projekt eingeführten partizipatorischen Herangehensweisen wurde eine ehemalige Abfalldeponie im Industriegebiet Patparganj in Delhi saniert und in einen Park umgewandelt. Im Industriegebiet Vapi im Bundesstaat Gujarat wiederum wurden verschiedene Deponien abgetragen und an ihrer Stelle 20.000 Bäume gepflanzt.

Mehrere internationale Berater haben damit begonnen, neue Managementstrukturen und Möglichkeiten der Leistungserbringung für Industriegebiete, Online-Monitoring-Systeme für Industrieabwässer, Öko-Rating-Systeme für Industriegebiete sowie Vorschriften zur Umsetzung entsprechender Maßnahmen zu entwickeln.

Inzwischen kommen auch die Projektmaßnahmen voran, die die Politiken auf Ebene des Zentralstaats und der Bundesstaaten sowie die Entwicklung von Richtlinien für die Bundesstaaten unterstützen.
 

 

Project description (EN)

Context
Industrial growth is one of the key aspects of a country’s development. The Government of India wants to enhance the manufacturing sector’s contribution to India’s gross domestic product, raising it to a 25 per cent share over the course of a decade and creating 100 million jobs. Currently, there are nearly 3,000 designated industrial zones in India. Some of these, such as the industrial corridors, investment regions and manufacturing zones, are very large.

The risks associated with industrial development include higher pollution levels, overuse of natural resources and increased amounts of waste and waste water posing a threat to ecosystems. In 2009, the Central Pollution Control Board declared that 150 stretches of river and 43 industrial areas were critically polluted. Pollution caused by hazardous substances from industry (such as waste, waste water and emissions) and the overuse of natural resources puts sustainable development at considerable risk.

The Indian Government has made a clear commitment to achieving industrial growth while also protecting the environment. At the same time, the private sector is increasingly interested in adopting modern processing techniques for clean and resource-efficient industrial production.


Objective
Indian public and private-sector stakeholders are jointly implementing strategies for efficient, environment-friendly and climate-friendly industrial development.


Approach
The Sustainable & Environment-Friendly Industrial Production project is being implemented jointly by GIZ and the Ministry of Environment, Forest and Climate Change (MoEFCC), Government of India. The aim of the project is to mitigate a number of nationally significant environmental problems, with the main focus placed on industrial waste water management. The project demonstrates methods for the reduction of acute environmental pollution and for improving resource efficiency in industrial production. This involves piloting technical solutions as well as business and management models at selected sites, achieving positive results and direct impacts in terms of improved environmental conditions. These pilot approaches will serve as examples for subsequent replication nationwide.

The project activities are grouped into the following areas:

- environment-oriented modernisation of three industrial areas (showcasing solutions)

- establishing conducive conditions at the national and state levels

- knowledge management and dissemination

These activities focus on the conveyance, treatment, recycling and reuse of waste water, the management of sewage sludge, monitoring systems, and improving processes in individual industries. The measures are complemented by training and skills development, as well as the creation of a virtual platform for the exchange of best practice technologies.

The project also supports efforts to establish an enabling framework at central and state levels. To this end, it proposes new measures for the policies, plans and support programmes intended to prevent or reduce pollution and to improve resource efficiency in industrial zones. Actors, such as industry associations, industrial site operators and private companies, as well as relevant entities at the central and state levels, are all encouraged to get involved in the project at various stages.

Women are steadily emerging as change-makers in terms of behavioural change to overcome environmental problems. For this reason, the project is working to create practical management and planning approaches for sustainable industrial zones that are oriented toward the inclusion of women.

The pilot locations for the project are selected industrial areas in the states of Uttarakhand, Gujarat and Delhi. In these states, it is expected that the project will lead to the adoption of technological and managerial best practices promoting efficient, environment- and climate-friendly industrial development in 10 industrial zones.


Results
The project has started demonstrating possible ways in which industrial development can become more efficient and environment-friendly, as well as resilient in the face of climate change.

Progress has been made in skills development for technicians and other employees of the waste water treatment plants. The project has produced the necessary training materials, and seven institutions have so far become affiliated with the Skill Council for Green Jobs. A number of training-of-trainer and skills development programmes have already been conducted

Already, five industrial sectors have reported improvements in the operation of their treatments plants, leading to reduced pollution loads and lower operating costs.

Thanks to participatory approaches introduced by the project, a former waste dump in Delhi’s Patparganj Industrial Area has been regenerated into a park, and dumps in Vapi Industrial Estate in Gujarat have been removed, and 20,000 trees planted in their place.

International consultants have started developing new management structures and service delivery mechanisms for industrial areas, as well as online monitoring systems for industrial waste water, enforcement directives and green rating systems for industrial areas.

Meanwhile, work is also advancing in terms of the project’s support for policies at the national and state levels and on developing guidelines for adoption by the state governments.