Förderung von Mikrofinanzdienstleistungen im ländlichen Raum "Access to Finance for the Poor", Phase II
Projektdetails
- Projektnummer:2014.2124.7
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2A00 Asien I
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Laos
Zusammenfassung
- Ziele:
Ein wachsender Anteil der Bevölkerung nutzt nachhaltig angebotene Dienstleistungen von Dorfbanken zur Sicherung und Erweiterung ihrer Lebensgrundlage.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Zentralbank Laos
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:6 881 568 Euro
Kombifinanzierung
Minerals and Metals Group,Lane Xang Minerals Limited: 189 568Euro
Dep. of Foreign Affairs and Trade (DFAT) - ehemals AusAID: 3 192 000Euro
Vorgänger-Projekt
2009.2295.5
Förderung von Mikrofinanzdienstleistungen im ländlichen Raum, Access to Finance for the Poor, Phase II
Nachfolger-Projekt
2016.2193.7
Förderung von Mikrofinanzdienstleistungen im Ländlichen Raum - Access to Finance für the Poor
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 11.05.2009 - 30.06.2022 - Aktuelles Projekt:01.12.2014 - 30.11.2017
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
24040 Informelle und halbformelle Finanzintermediäre
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Demokratische Volksrepublik Laos ist ein dünn besiedeltes Land in Südostasien. Gemäß Definition der Vereinten Nationen zählt es zu den weltweit am wenigsten entwickelten Ländern. Mehr als zwei Drittel der sieben Millionen Einwohner leben im ländlichen Raum mit begrenztem Zugang zu grundlegenden Infrastrukturleistungen, Grundbildung und formellen Märkten.
Zwar ist das Angebot an armutsorientierten Finanzdienstleistungen gestiegen, doch außerhalb städtischer Zentren gibt es nur wenige Geschäftsbanken und Mikrofinanzinstitutionen. Der stark eingeschränkte Zugang zu Finanzdienstleistungen des formalen Bankensektors auf dem Land bleibt eine der größten Herausforderungen für die laotische Wirtschaft und die arme Landbevölkerung. Die Menschen haben kaum Rücklagen für Notsituationen; sie können ihre Geschäftstätigkeit nicht ausweiten, weil sie keine Kredite bekommen, oder ihr Geld nicht auf Sparkonten einzahlen, da es in ihrer unmittelbaren Nähe keine Banken gibt. Die meisten Menschen im Projektgebiet haben kaum Zugang zu finanziellen Mitteln.
Ziel
Ein wachsender Anteil der Landbevölkerung nutzt die nachhaltigen Finanzdienstleistungen der Dorfbanken.
Vorgehensweise
Im Rahmen des Vorhabens wird die Laotische Zentralbank (BoL) dabei unterstützt, das Angebot an nachhaltigen Finanzdienstleistungen zu vergrößern und eine landesweite Strategie zur Verbreitung von Finanzkenntnissen zu erarbeiten (nationale Ebene). Zudem sollen in Zusammenarbeit mit dem Mikrofinanzverband Leistungsfähigkeit und Kompetenz von Akteuren des laotischen Mikrofinanzsektors gestärkt werden.
Das Vorhaben unterstützt acht Mikrofinanzinstitutionen, die in ihrer Eigenschaft als Förderorganisationen (NSOs) Netzwerke lokaler Dorfbanken beraten (auf Provinzebene). Die NSOs bieten ihren Mitgliedern regelmäßig technische Unterstützung vor Ort an, zum Beispiel Coaching am Arbeitsplatz oder Seminare in Buchhaltung und Kreditabwicklung.
Die Projektarbeit im Sinne einer besseren Verfügbarkeit von Finanzdienstleistungen im ländlichen Raum wird durch gezielte Qualifizierung in finanztechnischen Fragen abgerundet. Orientierung für alle Projektaktivitäten sind die Grundprinzipien Gleichstellung der Geschlechter und Inklusion.
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Mit Unterstützung durch das Vorhaben hat die Laotische Zentralbank (BoL) eine Verordnung des Premierministers für Mikrofinanzinstitutionen erarbeitet, die im November 2012 in Kraft trat. Überdies wurde im entsprechenden Referat des Ministeriums eine Software installiert, mit der sich der Markt überwachen lässt.
Acht Förderorganisationen (NSOs) leisten lokalen Dorfbanken in 21 Zieldistrikten Hilfestellung. Zwei NSOs decken ihre Kosten bereits mit betrieblichen Erträgen – der Beweis, dass das Konzept finanziell tragfähig ist. Bis November 2014 hat das Vorhaben die Gründung von 430 Dorfbanken begleitet, die insgesamt mehr als 37.000 aktive Konten, zumeist Familienkonten, verwalten. 55 Prozent der Einzelkonten werden von Frauen geführt.
Ein weiteres Projektergebnis ist, dass in den Dorfbanken jetzt mehr Frauen (28 Prozent) in Managementpositionen arbeiten. Der Wert der kumulierten Spareinlagen übersteigt bereits 31 Milliarden LAK (3,1 Millionen Euro). Es wurden mehr als 10.000 Darlehen mit einem Gesamtvolumen von 30 Milliarden LAK (3,0 Millionen Euro) gewährt. Dieses Modell trägt der Nachfrage nach Spar- und Darlehensangeboten Rechnung und sein Erfolg lässt sich an der wachsenden Zahl der Menschen ablesen, die die angebotenen Finanzdienstleistungen in Anspruch nehmen.
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit würdigt die Finanzierungsbeiträge, die das Australische Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und Handel (DFAT), das Amt für Internationale Entwicklung AusAID (Australian Agency for International Development) und die MMG Lane Xang Minerals Ltd. zu diesem Vorhaben beisteuern.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Lao PDR is a sparsely populated nation in South East Asia, designated by the United Nations as one of the world’s least developed countries (LDC). More than two-thirds of its seven million citizens live in rural areas and have limited access to basic infrastructure services, education and formal markets.
Despite progress in the provision of pro-poor financial services, only few commercial banks and microfinance institutions operate outside the urban centres. Severely limited access to formal financial services for the rural poor remains one of the biggest challenges for the Laotian economy and individual households. People in rural areas lack the resources to cope with emergencies; they cannot expand their businesses by taking out loans or deposit their money safely because there are no banks within their reach. People living in the project’s target regions generally have limited financial resources.
Objective
A growing proportion of the rural population makes use of the sustainable financial services provided by village banks.
Approach
At national level, the project is working with the Bank of the Lao PDR (BoL) to improve the provision of sustainable financial services and to establish a nationwide financial literacy strategy. Together with the Microfinance Association, it is also aiming to develop the capacity of stakeholders in the Lao microfinance sector.
At provincial level, the project supports eight microfinance institutions that act as network support organisations (NSOs) for local village bank networks. The NSOs provide their members with regular on-site technical assistance, including on-the-job coaching or training on bookkeeping and credit management.
Enhancing financial skills through targeted financial literacy courses complements the project’s work on improving access to finance for the rural population. Gender equality and inclusive access are fundamental principles that guide all project activities.
Results achieved so far
The project supported the BoL in formulating the new Prime Ministerial Decree on Microfinance Institutions, which came into effect in November 2012. It also helped set up a market supervision software in BoL’s Financial Institution Supervision Department.
Eight NSOs are providing assistance to local village banks in 21 target districts. Two NSOs are already covering their expenditures through operating income, proving that the concept is financially viable. By November 2014, the project had facilitated the foundation of 430 village banks, which manage more than 37,000 active accounts. While the majority of these are family accounts, women hold 55% of the single accounts. A further result of the project is that more women (28%) are now in decision-making positions in the village banks. The value of accumulated savings already exceeds LAK 31 billion (EUR 3.1 million). More than 10,000 loans have been granted with a total volume of LAK 30 billion (EUR 3.0 million). This model responds to the demand for safe saving and loan facilities, and its success can be seen in the growing number of people taking advantage of the financial services on offer.
German development cooperation acknowledges the financial contributions of DFAT/Australian Aid and MMG/Lane Xang Minerals Ltd to this project.