Erhöhung der Resilienz gegenüber dem Klimawandel durch Schutz und nachhaltige Nutzung fragiler Ökosysteme
Aumento de la resiliencia hacia el cambio climático a través de la conservación y uso sostenible de ecosistemas frágiles
Projektdetails
- Projektnummer:2014.2159.3
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Ecuador
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Resilienz der vulnerablen Bevölkerung in ausgewählten fragilen Ökosystemen gegenüber ökologischen und klimawandelbedingten Risiken ist gestärkt.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerio del Ambiente y Agua de Ecuador
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:11 209 625 Euro
Kombifinanzierung
Comitato Europeo per la Formazione e l'Agricoltura ONLUS: 1 476 867Euro
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 15.07.2016 - 30.09.2021 - Aktuelles Projekt:01.01.2017 - 30.09.2021
Sonstige Beteiligte
- Como Consult GmbH
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Hauptziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
41030 Biodiversität
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Ecuador gehört zu Ländern mit einer besonders großen Artenvielfalt und hat einen großen Anteil an der weltweiten Biodiversität. Der Reichtum an natürlichen Ressourcen ist eine der wesentlichen Wirtschafts- und Entwicklungsgrundlagen des Landes. Doch dieser Reichtum ist bedroht: Der Zustand sensibler Ökosysteme – wie tropischer Regenwald, Trockenwald, Mangroven und Hochmoore – verschlechtert sich (Degradation). Ecuador ist sich der zentralen Bedeutung von Biodiversität und Ökosystemen für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes bewusst: Die Verfassung von 2008 gewährt der Natur Rechte und erklärt den „sumak kawsay" oder das sogenannte „Gute Leben" als grundlegendes Prinzip für die Entwicklung der ecuadorianischen Gesellschaft.
Ziel
Die Bevölkerung in fragilen Ökosystemen stärkt ihre Widerstandsfähigkeit (Resilienz) gegenüber ökologischen und klimawandelbedingten Risiken, kann rechtzeitig auf Veränderungen reagieren und hält ihren Lebensstandard langfristig.
Vorgehensweise
ProCamBío II unterstützt das Umweltministerium (MAE), das Landwirtschaftsministerium (MAG) sowie die Autonomen Dezentralen Regierungen (GAD) bei der Resilienzerhöhung der Bevölkerung und dem Schutz biologischer Vielfalt. Mit weiteren Kooperationspartnern arbeitet das Projekt zu Themen wie Finanzierungsmechanismen, Fortbildungskonzepten und Management von fragilen Ökosystemen.
Das Vorhaben ist national und lokal aktiv:
Stärkung der Kapazität für Politik, Planung und Praxis: Das Vorhaben unterstützt die Regierungsinstitutionen Ecuadors bei der Entwicklung und Umsetzung eines integrierten und klimarobusten Managements fragiler Ökosysteme. Auf nationaler Ebene fördert das Projekt in Zusammenarbeit mit Universitäten Lernprozesse zwischen den dezentralen Regierungseinheiten und den lokalen Nutzergruppen sowie Süd-Süd Kooperationen auf regionaler Ebene – also die Zusammenarbeit von Entwicklungsländern untereinander. Die Partnerinstitutionen etablieren damit nachhaltige und ganzheitliche Lösungsansätze.
Umsetzung von Modellen und Instrumenten: Um die Widerstands- und Anpassungsfähigkeit der Bevölkerung zu stärken, entwickelt ProCamBío II gemeinsam mit Staat, Privatwirtschaft und Nutzergruppen produktive und biodiversitätserhaltende Maßnahmen. Besonders berücksichtigt werden dabei klimatische und ökologische Risiken in den jeweiligen Ökosystemen.
Nachhaltige Finanzierung: In enger Kooperation mit privaten und öffentlichen Akteuren erschließt das Projekt neue und/oder ergänzende Finanzierungsquellen. Damit werden die Rahmenbedingungen für Investitionen in den Erhalt und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität verbessert sowie der Zugang zu internationalen Fonds erleichtert. Dies leistet wiederum einen Beitrag zur finanziellen Nachhaltigkeit der Maßnahmen.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Ecuador is particularly rich in species diversity and accounts for a major proportion of global biodiversity. The wealth of natural resources is one of the mainstays of the country’s economy and development. However, this wealth is under threat due to the ongoing degradation of sensitive ecosystems, such as tropical rainforest, dry forest, mangroves and upland moors. Ecuador is aware of the key importance of biodiversity and ecosystems for its economic and social development. The 2008 constitution grants rights to the natural world and declares the notion of ‘sumak kawsay’ (good living) to be a fundamental principle for the development of Ecuadorian society.
Objective
People living in fragile ecosystems are strengthening their resilience to environmental risks and risks related to climate change. They can respond in good time to changes and maintain their standard of living in the long term.
Approach
ProCamBío II supports the Ministry of Environment (MAE), the Ministry of Agriculture (MAG) and the Autonomous Decentralised Governments (GAD) in their efforts to increase the resilience of the population to climate change and to protect biodiversity. The project works with other cooperation partners on issues such as financing mechanisms, training concepts and management of fragile ecosystems.
The project operates at national and local level:
—Strengthening the capacity for policy-making, planning and implementation:
The project is supporting Ecuadorian government institutions in developing and implementing an integrated management system for fragile ecosystems that is robust to climate change. At national level, the project promotes learning processes between the decentralised government units and local user groups in cooperation with universities, as well as south-south cooperation at regional level, in other words cooperation between developing countries. In the process, the partner institutions establish sustainable and holistic solutions.
—Implementation of models and instruments:
In order to strengthen the resilience and adaptability of the population, ProCamBío II is devising productive and biodiversity-preserving measures together with the state, the private sector and user groups. Particular attention is paid to climate-related and environmental risks in the respective ecosystems.
—Sustainable financing:
In close cooperation with private and public actors, the project is tapping new and/or supplementary sources of financing. This improves the conditions for investments in the conservation and sustainable use of biodiversity and facilitates access to international funds, which in turn contributes to the financial sustainability of the activities.