Stärkung der sozialen Teilhabe von palästinensischen Flüchtlingen (FASPAR)

Projektdetails

  • Projektnummer:2014.2193.2
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3A00 Naher und Mittlerer Osten 2
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Naher Osten und Nordafrika, Jordanien, Libanon, Palästinensische Gebiete

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die soziale Teilhabe der Flüchtlinge und ihrer (Vertretungs-) Organisationen bei relevanten Prozessen zur Verbesserung ihrer Lebens bedingungen ist erhöht.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:26 500 000 Euro

Kombifinanzierung

  • Europäische Union (EU): 2 500 000Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2009.2453.0

    Regionaler Sozial- und Kulturfonds PSE (TZ)

Nachfolger-Projekt

  • 2018.2039.8

    Stärkung der Einflussnahme palästinensischer Flüchtlinge auf ihre Lebensbedingungen (PART)

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    18.12.2009 - 30.11.2025
  • Aktuelles Projekt:01.09.2014 - 13.09.2019

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    15220 Zivile Friedensentwicklung, Krisenprävention und Konfliktlösung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Die Zukunft der palästinensischen Flüchtlinge ist eines der zentralen und noch nicht gelösten Kernthemen des arabisch-israelischen Konfliktes. Derzeit sind etwa fünf Millionen Palästinenser und Palästinenserinnen bei der UNRWA (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East) als Flüchtlinge registriert. Rund 1,7 Millionen von ihnen leben in Flüchtlingslagern in den Palästinensischen Gebieten (Westjordanland und Gaza), in Jordanien, Syrien und im Libanon.

Ziel
Die soziale Teilhabe der Flüchtlinge und ihrer (Vertretungs-) Organisationen an relevanten Prozessen zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen ist erhöht.

Vorgehensweise
Palästinensische Flüchtlinge und die sie vertretenden Organisationen haben keine ausreichende soziale Teilhabe an den für die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen relevanten Prozessen. Soziale Teilhabe bedeutet allgemein die gleichberechtigte Einbeziehung von Individuen und Organisationen in gesellschaftliche Entscheidungsprozesse. Da es kaum Räume und Möglichkeiten zur Entwicklung konstruktiver Vorschläge gibt, wird die Flüchtlingsthematik als nahezu unlösbares Problem gesehen und auf sozialer und politischer Ebene oft tabuisiert. FASPAR unterstützt Möglichkeiten der sozialen Teilhabe von Flüchtlingen, um neue Perspektiven für die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen auf individueller Ebene und für die Gemeinschaft zu entwickeln.
FASPAR arbeitet gemeinsam mit dem strategischen Partner UNRWA in drei Handlungsfeldern:
(1) Unterstützung der sozialen Teilhabe der Flüchtlinge innerhalb der Flüchtlingslager und der Flüchtlingsgemeinschaft;
(2) zwischen Flüchtlingen und den Gastgesellschaften;
(3) bei relevanten Dialog- und Vermittlungsprozessen auf nationaler und regionaler Ebene.
Auf lokaler Ebene werden Selbsthilfeinitiativen der palästinensischen Flüchtlinge, vor allem von Frauen und Jugendlichen, durch Personalentwicklungsmaßnahmen (Human Capacity Development, HCD) und durch die Finanzierung von Aktivitäten unterstützt. Dies versetzt sie in die Lage, Initiativen umzusetzen, die ihre Lebensbedingungen in den Flüchtlingslagern verbessern. Zudem werden sie dabei unterstützt, ihre Interessen in die Flüchtlingskomitees einzubringen oder diesen gegenüber zu vertreten. Ergänzend dazu werden die Flüchtlingskomitees als zentrale Dienstleistungsstrukturen in den Flüchtlingslagern in Themen wie partizipative Planung, Management und effiziente Dienstleistungserbringung sowie Konfliktmanagement, Kommunikation und Verhandlung durch HCD-Maßnahmen fortgebildet und gestärkt. Außerdem werden sie fachlich und für den Aufbau ihrer Organisationen beraten.
Auf regionaler Ebene werden durch HCD-Maßnahmen, Fach- und Organisationsberatung sowie Dialogförderung die strukturellen Rahmenbedingungen für die soziale Teilhabe der Flüchtlinge verbessert. Zudem wird der Austausch zwischen den Flüchtlingsvertretungsorganisationen, den Institutionen der Gastländer und der UNRWA gestärkt. Durch die gleichzeitige Förderung des Austauschs zwischen lokaler, regionaler und nationaler Ebene wird zudem die Legitimität der Vertretungsinstitutionen gestärkt.

Wirkungen
Auf individueller Ebene ist das Selbstwertgefühl der Flüchtlinge sichtbar gestärkt. Ebenso erhöht sich ihre Bereitschaft, sich konstruktiv für die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen einzusetzen. Auch die Flüchtlingskomitees haben positiv erste HCD-Maßnahmen aufgegriffen, die 11 verschiedene Trainings mit je bis zu 30 Teilnehmern beinhaltete. Sie planen ihre Dienstleistungen partizipativ und bedürfnisorientiert, gemeinsam mit den Bewohnern der Flüchtlingslager. Größere Nichtregierungsorganisationen (NRO) sind besser in der Lage, eine aktive Rolle als Multiplikatoren bei der Qualifizierung von Basisinitiativen und kleineren NRO in den Flüchtlingslagern und Gemeinschaften einzunehmen. Zudem wurden erste Netzwerke zwischen Flüchtlingen und Nicht-Flüchtlingen aufgebaut. Knapp 700 Menschen verstehen sich mittlerweile als Teil dieses übergreifenden Austauschs, mit wöchentlichen Treffen, Workshops und öffentlichen Veranstaltungen mit politischen Entscheidungsträgern. Auf regionaler und nationaler Ebene haben die Beratungsleistungen für UNRWA, die (Vertretungs-) Organisationen der Flüchtlinge und die Vertretungen der Gastländer zu mehr Akzeptanz für soziale Teilhabe geführt
 

 

Projektbeschreibung (EN)


Context
The future of Palestinian refugees remains one of the core unresolved challenges of the Arab-Israeli conflict. Currently there are more than five million Palestinian refugees registered with the United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA). Approximately 1.7 million of them live in refugee camps in the Palestinian Territories (West Bank and Gaza), Jordan, Syria and Lebanon.

Objective
The refugees and their (representation) organisations have gained increased social participation in relevant processes for the improvement of their living conditions.

Approach
Palestinian refugees and the organisations that represent them do not enjoy sufficient social participation in the relevant processes for the improvement of their living conditions. In general, social participation means the equitable inclusion of individuals and organisations in societal decision making processes. Since there is barely any scope for the development of constructive proposals, the refugee’s situation is viewed as an almost insoluble problem, and is often a taboo topic both socially and politically.
The FASPAR project promotes the social participation of Palestinian refugees, as a means of developing their prospects of improved living conditions, both individually and as a community. It cooperates with its main strategic partner, UNRWA, to support the refugees’ social participation in three areas:
1. Within the refugee camps and the refugee community
2. Between refugees and host societies
3. In relevant dialogue and mediation processes at national and regional levels
At the local level, the project supports self-help initiatives by Palestinian refugees, particularly women and young people. It does this through human capacity development (HCD) measures and the funding of activities. The refugees can then implement projects inside the camps, which should improve the living conditions there. At the same time, they can represent their interests in refugee committees. The committees also benefit from HCD measures, becoming more effective as central providers of services in the refugee camps in areas such as participatory planning, management, service delivery, conflict management, communication and mediation. The project also provides technical advice for their organisational development.
At the regional level, the project is using further HCD measures, as well as technical and organisational advice, and support for dialogue processes, in order to improve the structural framework for social participation, and to strengthen exchanges between the refugees’ representation organisations, the institutions in the host countries, and UNRWA. By promoting, at the same time, exchanges between the local, regional and national levels, the project is contributing to the improved legitimacy of the representation organisations.

Results achieved so far
At the individual level, the refugees demonstrate a noticeable increase in the self-esteem, as well as a greater willingness to engage constructively in improving their living conditions. The refugee committees have also responded positively to the initial HCD measures, consisting of 11 separate training events with up to 30 participants each. They now plan their service delivery in a participatory and needs-oriented way, together with the inhabitants of the refugee camps.
Larger non-governmental organisations are now able to play a more active role as multipliers in capacity building for basic initiatives, while smaller NGOs do the same inside the camps and communities. At the same time, the first networks between refugees and non-refugees have been established. Nearly 700 people now see themselves as a part of these exchanges, with weekly meetings, workshops and public events taking place with political decision makers.
At regional and national levels, the project’s advisory services on behalf of UNRWA have encouraged wider acceptance of social participation on the part of the refugee (representation) organisations as well as those representing the host countries.