Programm der Nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung-Model Strukturreform
Projektdetails
- Projektnummer:2014.2268.2
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3900 Deutschland, Europa, Südkaukasus
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Moldau
Zusammenfassung
- Ziele:
Die bildungspolitischen und institutionellen Rahmenbedingungen für die Durchführung von bedarfsorientierter dualer Berufsbildung sind verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bildungsministerium
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:2 119 861 Euro
Kombifinanzierung
Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA/engl. SDC): 311 323Euro
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2017.2190.1
Förderung der Berufsausbildung im Bereich Green Economy
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 24.11.2015 - 30.01.2023 - Aktuelles Projekt:24.11.2015 - 31.12.2018
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
11330 Berufliche Bildung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Zahl internationaler Produktionsunternehmen, die in der Republik Moldau investieren wollen, ist gering – trotz niedriger Lohnkosten und steuerlicher Anreize. Ein bedeutender Faktor für geringe Produktivität und damit ein wesentliches Investitionshemmnis ist der Mangel an bedarfsgerecht qualifizierten Arbeitskräften. Die beruflichen Kompetenzen der Absolventen beruflicher Ausbildungsgänge entsprechen nicht den Anforderungen des Arbeitsmarktes. Ursachen dafür sind das zentralistische, staatlich gesteuerte Berufsbildungssystem, Engpässe in der Infrastruktur schulischer Bildungsträgern, eine unzureichende Verzahnung von theoretischer und praktischer Ausbildung und die geringe Mitwirkung von Sozialpartnern an der Ausgestaltung und Umsetzung von Bildungsmaßnahmen.
Die Regierung von Moldau hat Reformen des Berufsbildungssystems eingeleitet, durch die Branchenakteure stärker an Maßnahmen beteiligt werden. Auf diese Weise soll das Ausbildungsangebot bedarfsgerechter werden. Der kürzlich verbesserte bildungspolitische und -strategische Rahmen sieht die Einführung und Erprobung dualer Modellmaßnahmen der beruflichen Bildung vor. Seit 2014 wurden, gemäß dem überarbeiteten Bildungsgesetz, mehrere Vereinbarungen zur Berufsausbildung geschlossen – ein erster Schritt zur Etablierung eines Verfahrens zur besseren Abstimmung von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt.
Ziel
Die bildungspolitischen und institutionellen Rahmenbedingungen für die Durchführung von bedarfsorientierter dualer Berufsbildung sind verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben ist Teil des übergeordneten Programms „Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in der Republik Moldau". Es unterstützt die politischen Träger sowie mehrere privatwirtschaftliche Akteure, Sozialpartner und schulische Einrichtungen darin, in einem konstruktiven Dialog gemeinsame Wege zur Verbesserung der Rahmenbedingungen dualer beruflicher Bildung zu beschreiten. Das Vorhaben sieht die Beratung durch Experten und Maßnahmen zur Kompetenzentwicklung vor. Zu den wichtigsten Tätigkeitsfeldern gehören:
Politikberatung zur Stärkung der Rahmenbedingungen für duale Berufsbildung. Im Rahmen des Vorhabens soll eine Plattform für Dialog und Abstimmung entstehen. Dazu werden zuvor alle relevanten Akteure erfasst und eine Baseline der aktuellen Praxis auf allen Politikebenen erstellt. . Unter Leitung der beiden Ministerien soll die Plattform auch anderen Fachministerien, Wirtschaftsvertretern, Bildungsanbietern sowie der Zivilgesellschaft offenstehen. Besonderes Augenmerk wird auf dem Agrarsektor liegen. Die Ministerien erhalten Hilfestellung bei der Bestandsaufnahme und Optimierung der bestehenden institutionellen Rahmenstrukturen und Finanzierungsmodelle sowie bei der Erarbeitung der erforderlichen Lehrpläne und Standards für ein duales Berufsbildungskonzept.
Förderung der privatwirtschaftlichen Beteiligung an der Erprobung dualer Berufsbildungsansätze. Das Vorhaben soll die Rolle von ausgewählten Unternehmen und landwirtschaftlichen Betrieben bei der Gestaltung einer bedarfsgerechten beruflichen Bildung stärken. Das beinhaltet die Einführung dualer Berufsbildungsmodelle in ausgewählten Unternehmen der Privatwirtschaft und in enger Abstimmung mit staatlichen Bildungseinrichtungen. Zeitgleich werden auch Wirtschaftsverbände, sozialpartnerschaftliche Organisationen, Industrie- und Handelskammern und Sektorkomitees unterstützt. Gestärkt wird ihre Fähigkeit, im nationalen Politikdialog über bedarfsgerechte Berufsbildung die Interessen der Privatwirtschaft zu vertreten. Das soll dazu führen, dass der Bildungssektor und die Privatwirtschaft bei der Einführung von Elementen eines dualen Konzepts zusammenarbeiten.
Verbesserung des Images der beruflichen Bildung. An dualen Ausbildungsmodellen beteiligte Akteure erhalten Hilfestellung bei der Identifikation von Beispielen guter Praxis und ihrer der Weitergabe an ihre Zielgruppen, zum Beispiel Lehrkräfte, Auszubildende und Eltern. Eine Sensibilisierung für den Nutzen einer dualen beruflichen Bildung wird, so die Hoffnung, den allgemeinen Ruf der beruflichen Bildung verbessern.
Projektbeschreibung (EN)
Context
The Republic of Moldova has recorded average annual economic growth of more than four per cent since 2008. Although poverty in Moldova has been reduced significantly, the country remains one of the poorest in Europe. Only about 40 per cent of the working age population is actually employed. The lack of job prospects means that many Moldovans are seeking work abroad.
One of the main factors for low productivity, and which therefore acts as a significant barrier to investment, is the lack of a suitably skilled workforce. A significant mismatch exists between the needs of the labour market and the vocational skills acquired by graduates of vocational education and training (VET) courses. Curriculums in this area are often outdated and have few practical elements. One reason for this is the low level of social partner involvement in designing and implementing training measures.
With the project’s support, the education policy and strategic framework for demand-oriented VET was established in early 2018 with the adoption of the ordinance on the organisation of initial VET under the dual system.
Objective
The education policy and institutional framework have been improved in order to implement demand-oriented dual VET.
Approach
The project supports the Ministry of Education, Culture and Research and the Ministry of Agriculture, Regional Development and the Environment, as well as several private sector actors, social partners and training institutions, in identifying common approaches to improving the framework for dual VET. The project provides advisory services and support in the form of capacity building measures.
The most important fields of activity include:
Policy advice to strengthen the framework for dual VET. The project advises the Ministry of Education, Culture and Research and its subordinate institutions on adapting or improving legal regulations, curriculums and professional standards, institutional structures and financing models for dual VET, together with the private sector and civil society.
Encouraging private sector involvement in dual VET initiatives. The project is working to strengthen the role of private enterprises in shaping VET to match their needs more closely. At the same time, the project is supporting chambers of industry and commerce in fulfilling their role as a competent body in dual VET. Business associations, social partnership organisations and sector committees are also given support in order to enable them to represent the interests of the private sector in national policy dialogue in an effective manner.
Improving the image of VET. The project assists actors involved in dual training models in identifying and raising awareness of successful examples, and in presenting these to their target groups, which include teachers, students and parents.
The project is co-financed by the Swiss Agency for Development and Cooperation (SDC).
Results
The partner ministries and their subordinate institutions fulfil their role in shaping the framework for demand-oriented VET models. Six dialogue formats on dual VET, including one within the framework of the Economic Council to the Prime Minister of Moldova, have been set up.
The role of private enterprises in shaping dual VET has been strengthened. With support from the project, 49 companies are participating in initiatives and providing a total of 860 dual training places in the 2017-2018 school year – twice as many as in the previous school year.
The employability of young men and women is improved. According to a survey of the companies involved in dual VET, the recruitment rate of graduates remains consistent, at more than 50 per cent, which is considerably higher than in the traditional training system.