Integrated sustainable development of the coastal region
Project details
- Project number:2014.2274.0
- Status:Projekt beendet
- Responsible Organisational unit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
- Contact address: Transparency team transparenz@giz.de
- Partner countries: Albania
Summary
- Objectives:
Conditions for the rural population to benefit from sustainable tourism development in the southern coastal region are improved.
- Client:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Project partner:
Ministerium für Infrastruktur und Energie
- Financing organisation:
not available
Volume of commission
- Financial commitment for the actual implementation phase:2 000 000 Euro
Cofinancing
not available
Previous project
not available
Follow-on project
- not available
Term
- Entire project:
(including all previous, current and following project implementation phases, if existing) 06.03.2015 - 15.05.2019 - Actual project implementation phase:06.03.2015 - 15.05.2019
other participants
- not available
Further information
- Project websitesnot available
Policy markers
- Gender Equality
Significant (secondary) policy objective
CRS code
43040 Rural development
Evaluation
not availableProject description (DE)
Ausgangssituation
Albanien besitzt ein reiches Natur- und Kulturerbe. Dies trifft auch auf die südliche Küstenregion zu. Mit seinen Bergen, naturbelassenen Flüssen und bewirtschafteten Flächen entspricht der 150 km lange Küstenstreifen entlang des Ionischen Meers einer typisch mediterranen Landschaft. Ein umfangreiches Kulturerbe, beeindruckende Landschaften und die für diese Gegend charakteristischen traditionellen Dörfer bieten ein enormes Potenzial für die wirtschaftliche Entwicklung. Die wichtigsten Wirtschaftssektoren der Region sind Landwirtschaft und Tourismus, wobei letzterer in Albanien zu den wachsenden Branchen gehört. In den vergangenen Jahren erfuhren die Küstenregionen Albaniens, insbesondere die im Süden des Landes, einen starken Zuwachs des Strandtourismus in den Sommermonaten. Die ländliche Bevölkerung, insbesondere im Hinterland, profitierte jedoch kaum von dieser Entwicklung. Zudem fehlen klare Entwicklungsperspektiven, so dass Teile der ländlichen Bevölkerung aus dem Hinterland in die Nähe der Küste ziehen oder die Region ganz verlassen.
Ziel
Die ländliche Bevölkerung profitiert stärker von der Entwicklung des nachhaltigen Tourismus in der südlichen Küstenregion.
Vorgehensweise
Historisch betrachtet fiel der Landbevölkerung keine aktive Rolle in den Planungsprozessen von Entwicklungsstrategien zu. Das Vorhaben unterstützt Foren auf lokaler Ebene, um eine enge Zusammenarbeit mit den Endbegünstigten sicherzustellen, darunter die lokale Bevölkerung sowie privatwirtschaftliche Akteure im aufstrebenden Sektor des ländlichen Tourismus. Das Vorhaben fördert die Teilhabe der Landbevölkerung an der wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere in den Gemeinden Vlora, Himara und Konispol. Dabei liegt der Fokus im Bereich des ländlichen Tourismus sowie des Natur- und Kulturtourismus.
Um Perspektiven für die 60.000 Einwohnerinnen und Einwohner der Region zu schaffen, arbeitet das Projekt eng mit lokalen und nationalen Behörden sowie mit der lokalen Bevölkerung und Akteuren der Tourismusbranche zusammen. Besonderes Augenmerk gilt dem ländlichen Raum, der Bewahrung des historischen und kulturellen Erbes und dem Naturschutz.
Zwei Handlungsfelder stehen im Mittelpunkt des Vorhabens: Das erste Handlungsfeld umfasst die Raumentwicklungsplanung, basierend auf dem integrierten sektorübergreifenden Küstenplan (Integrated Cross-Sectorial Plan of the Coast) und damit verbunden die Entwicklung von Mechanismen für die städtebauliche Erhaltung sowie von Modellen zur Wiederbelebung traditioneller Dörfer. Das zweite Handlungsfeld umfasst die Entwicklung von Modellen für einen nachhaltigen Tourismus sowie die Integration von Produkten in touristische Wertschöpfungsketten. Dies geschieht unter besonderer Berücksichtigung von Instrumenten zur Steigerung des Einkommens von Frauen. Zudem leistet das Vorhaben, abgestimmt auf die Phasen des lokalen Entwicklungsplans, einen Beitrag zur Planung und Umsetzung lokaler Tourismusstrategien für drei Gemeinden in großen ländlichen Gebieten.
Wirkung
Es besteht ein Raumentwicklungsplan für die Küstenregion, der auf einem gemeinsamen Verständnis von nachhaltiger regionaler Entwicklung der nationalen und lokalen Stakeholder beruht. Das Vorhaben unterstützt wichtige Partner beim Ausbau ihrer Kapazitäten für den Aufbau einer Monitoring-Plattform für die regionale Entwicklung.
Drei Gemeinden der Region verfügen über Strategien für den Aufbau einer diversifizierten Tourismuswirtschaft.
Durch Schulungen, das Kennenlernen von erfolgreichen Modellen aus anderen Ländern und die Bereitstellung von Know-how verfügen Gemeinden der Region, die Regionalentwicklungsagentur in Vlora, die Ministerien für Tourismus und Umwelt sowie die nationale Tourismusagentur über ein besseres Verständnis von Betrieb und Verwaltung von Tourismusinformationszentren und Destinationsmanagementorganisationen.
Es werden verschiedene Modelle und Produkte des ländlichen Tourismus genutzt, um die Einnahmen aus dem Tourismussektor zu erhöhen. Ende April 2017 fand das erste South Outdoor Festival statt. Ziel des Festivals war die Verlängerung der touristischen Saison durch Veranstaltungsangebote. An der Veranstaltung nahmen etwa 1000 Personen teil und es wurden über 20 Outdoor-Aktivitäten angeboten.
Inhaber von Pensionen in der Region werden in ländlichem Tourismus und Gebirgstourismus geschult (Qualitätskriterien für Unterkünfte) und anschließend durch Subventionen unterstützt.
Die gemeinsame Vermarktung der Region wird durch die Entwicklung einer regionalen Marke und eines Logos unterstützt.
In internationalen Medien wird über die Region vermehrt als Urlaubsziel berichtet. Deutsche Anbieter von Alternativreisen haben die südliche Küstenregion in ihr Programm für 2017 und die Folgejahre aufgenommen.
Nachhaltige Wirtschaftsmodelle für die Erhaltung und Wiederbelebung traditioneller Dörfer in Himara werden erarbeitet.
Das Bewusstsein der lokalen Bevölkerung für das Kulturerbe wird durch Leitlinien zur Erhaltung von Dörfern sowie durch weitere unterstützende Maßnahmen gestärkt.
Im Jahr 2017 verzeichneten in der Tourismusbranche tätige Unternehmen einen deutlich früheren Saisonbeginn als in den Vorjahren. Gleichzeitig zeigten Touristen ein zunehmendes Interesse daran, den landschaftlichen und kulturellen Reichtum der Region zu erkunden.
Project description (EN)
Context
Albania is a country rich in natural and cultural heritage. The southern coastal region is no exception. The 150 km long coastline of the Ionian Sea is typically Mediterranean, featuring mountains, natural rivers and cultivated land. The abundance of cultural heritage, striking landscapes and old traditional villages characteristic of this area are a huge asset for economic development. The main economic sectors in the region are agriculture and tourism, the latter being a growing industry in Albania. In recent years, the country’s coastal areas, especially in the south have experienced intensive beach tourism during the summer season. The rural population, especially in the hinterland, has not substantially benefited from these activities. Additionally, the lack of a clear development perspective has driven rural people to abandon the countryside and move towards the coast or migrate from the region.
Objective
Increased economic participation by the rural population in the sustainable development of tourism in the southern coastal region.
Approach
Historically, rural populations have not actively participated in the planning processes of development strategies. The project has supported local forums, to ensure close collaboration with end beneficiaries such as local communities and private sector actors in the evolving rural tourism sector. It is helping the rural population, mainly in the municipalities of Vlore, Himara and Konispol, to benefit from economic development with a focus on rural, cultural, and nature tourism.
The project works closely with local and central governments, as well as the community and tourism actors, to devise solutions that create prospects for its 60,000 inhabitants. Special attention is given to the countryside, conservation of historical and cultural assets, and the preservation of nature.
The program has two main pillars/outputs. The first relates to territory and planning, building on the Integrated Cross-Sectorial Plan of the Coast and developing mechanisms for urban conservation and models to revive traditional villages. The second component focuses on developing sustainable tourism models and integration of products into tourism value chains, taking into special consideration means to increase income for women. The program also contributes in drafting and implementing local tourism strategies for three municipalities of large rural areas in coordination with the Local Development Plans process.
Results
A regional spatial development plan for the coastal belt is in place, based on a common understanding of national and local stakeholders for sustainable regional development. The program is supporting key partners in improving their capacities for developing a territory development monitoring platform’.
Three municipalities in the region have tourism strategies for the development of a diversified tourism economy.
Through trainings, exposure to successful models abroad and by providing expertise, municipalities in the region, Regional Development Agency Vlore, Ministry of Tourism and Environment and National Tourism Agency have better understanding of the operation and management of Tourism Information Center and Destination Management Organization.
Various models and products for rural tourism being used to enhance income from tourism. The first South Outdoor Festival was organized at the end of April 2017, aiming at the fostering of season expansion through events. Approximately 1000 people participated and more than 20 outdoor activities were offered at this event.
Guesthouse owners in the region are trained in Rural and Mountain Tourism: Quality Criteria for Accommodation; and then further supported through subsidy schemes.
A regional brand and logo to foster joint marketing of the destination is being developed.
The region appears more in international media as a tourist destination. German "alternative travel" tour operators have included the southern coastal region in their offers for 2017 and upcoming years.
Sustainable Economic Models for the Conservation and Revitalization of Traditional Villages in Himara are elaborated;
Awareness about cultural heritage among the local community is raised through village conservation guidelines and other support.
In 2017, businesses in the tourist sector in the region reported a much earlier start to the season than in previous years, while tourists became more interested in exploring the diversity of the region’s natural and cultural assets.