Förderung der ländlichen Elektrifizierung durch erneuerbare Energien

Projektdetails

  • Projektnummer:2014.2281.5
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1600 Westafrika 2 und Madagaskar
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Madagaskar

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Der rechtliche und administrative Rahmen für öffentliche und private Investitionen in die Stromversorgung durch Erneuerbare Energien ist verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministerium für Energie und Erdöl

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:15 804 732 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2017.2074.7

    Förderung der ländlichen Elektrifizierung durch erneuerbare Energien (PERER) III

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    18.12.2014 - 31.03.2026
  • Aktuelles Projekt:18.12.2014 - 29.04.2019

Sonstige Beteiligte

  • GAUFF GmbH & Co. Engineering KG

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    23210 Energieerzeugung, erneuerbare Quellen – verschiedene Technologien

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Nur 15 Prozent der Bevölkerung in Madagaskar haben Zugang zu Elektrizität. In ländlichen Regionen, in denen mehr als zwei Drittel der Bevölkerung leben, sind es nur rund 5 Prozent.
Um ihren täglichen Energiebedarf zu decken, verwenden die meisten Haushalte Brennholz, Petroleumlampen, Kerzen, Batterien, Kohle und Dieselgeneratoren. Wegen des eingeschränkten Energiezugangs kann die soziale Infrastruktur, vor allem in ländlichen Regionen, nur zeitweise funktionieren. Dies betrifft beispielsweise Schulen, Gesundheitszentren und die Verwaltung, etwa Rathäuser. Ohne Zugang zu Strom kann sich auch die Wirtschaft des Landes nicht ausreichend entwickeln. Unzureichender Zugang zu Elektrizität und nicht ausreichende Strommengen hemmen die Entwicklung des Landes somit deutlich.
Ziel
Die Rahmenbedingungen für öffentliche und private Investitionen in Elektrifizierung durch erneuerbare Energien sind verbessert. Vorgehensweise
Um den Stromsektor Madagaskars für öffentliche und private Investoren attraktiver zu gestalten und Investitionen abzusichern, müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden. In der neuen Energiepolitik von 2015 geht das Ministerium für Energie und Kohlenwasserstoffe (MEH) auf diese Herausforderung ein. Die GIZ arbeitet vor allem mit dem Ministerium, dem Regulierungsbüro Elektrizität (ORE) und der Agentur zur Förderung der ländlichen Elektrifizierung (ADER) zusammen sowie mit weiteren öffentlichen und privaten Akteuren. Mit dem Programm PERER trägt sie zu Effizienz, Wirksamkeit und vor allem zur Umsetzung der Verbesserungsmaßnahmen im Sektor bei:
• Politik und Regulierung: Die GIZ unterstützt die Hauptakteure bei der Erstellung eines Aktionsplans für die Umsetzung der neuen Energiepolitik und den Aufbau einer sachgerechten, wirksamen Managementstruktur. Sie beteiligt sich auch an der Erarbeitung des Rechtsrahmens, vor allem an der Integration der Empfehlungen aller Akteure in den Entwurf der Reform eines neuen Elektrizitätsgesetzes.
• Entwicklung des öffentlichen Sektors: Die GIZ berät und unterstützt das Ministerium für Energie und Kohlenwasserstoffe, das Regulierungsbüro Elektrizität und die Agentur zur Förderung der ländlichen Elektrifizierung, vor allem bei der strategischen und organisatorischen Entwicklung sowie bei der Einführung eines Informationssystems und beim Monitoring des Sektors. Die Regierung wird außerdem bei der Fertigstellung eines neuen Finanzierungsmechanismus zur Förderung der Elektrifizierung durch erneuerbaren Energien begleitet, besonders bei der Restrukturierung des nationalen Elektrifizierungsfonds.
• Entwicklung des privaten Sektors: Die GIZ unterstützt die Einführung einer Dialogplattform für den staatlichen und privaten Sektor. Ziel ist es, private Investitionen in erneuerbare Energien auszuweiten und zu fördern. Außerdem sollen private Akteure gestärkt werden, unter anderem für die Entwicklung bankfähiger Projekte und die Finanzierung ihrer Umsetzung.
• Ausschreibungsverfahren: Zusammen mit den staatlichen Partnern sollen Prozesse und Mechanismen bei Konzessionsvergaben und Genehmigungen optimiert werden, um die Funktionsfähigkeit von öffentlich-privaten Partnerschaften im Energiesektor zu sichern.
• Prozesse zur Einspeisung in Stromnetze: Die GIZ berät und unterstützt das Ministerium für Energie und Kohlenwasserstoffe, die Agentur zur Förderung der ländlichen Elektrifizierung und den staatlichen Stromversorger JIRAMA dabei, standardisierte Verfahren für die Konzessionsvergabe an unabhängige Energieerzeuger zu erstellen und anzuwenden. Sie stärkt zudem die Fähigkeit der Regierung, Stromabnahmeverträge zu verhandeln und abzuschließen.
WIRKUNGEN
• Die madagassische Regierung hat 2015 seine neue Energiepolitik verkündet. Sie sieht vor, dass bis 2030 70 Prozent der Madagassen Zugang zu Strom haben, der zu 85 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt. Die GIZ hat das Ministerium für Energie und Kohlenwasserstoffe bei der Ausarbeitung der Politik unterstützt. Sie begleitet außerdem die Einführung von Strukturen zur Umsetzung der Politik.
• Ein neuer Gesetzesvorschlag für den Elektrizitätssektor wird dem Parlament 2017 vorgelegt. Er ist Ergebnis der Zusammenarbeit der Hauptakteure des Sektors.
• Die GIZ hat die Verfahren für Konzessionsvergaben für 47 Erweiterungsregionen unterstützt. Aufgrund der Konzessionsverträge werden 2,2 Millionen Einwohner Zugang zu Elektrizität bekommen. Die zusätzlichen Kapazitäten der Stromproduktion werden bis zu 880 Megawatt erreichen.
• Hydrologische und sozioökonomische Studien wurden in Zusammenarbeit mit ADER für 3 Konzessionsgebiete in der Region Sava und in 98 Bezirken (Fokotany) in den südwestlichen Regionen Androy, Anosy, Atsimo-Andrefana und Ihorombe durchgeführt. Mithilfe einer Schätzung der Energienachfrage können die Datenbanken für zukünftige Bewerber um Konzessionen verbessert werden.
• Durch die Unterstützung der GIZ für das Ausschreibungsmanagement füllt das Ministerium für Energie und Kohlenwasserstoffe seine Funktion als evaluierende Instanz kompetent aus, unter anderem bei der Auswertung von Bewerbungen für Konzessionsverträge.
• 4 Projektabkommen für Wasserkraftwerke mit einer Leistung zwischen 20 und 110 Megawatt wurden unterzeichnet. Private Finanzierungen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro konnten mobilisiert werden. Diese Projekte ermöglichen es, 2 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr zu sparen, im Vergleich zur Nutzung alternativer Brennstoffe wie Diesel, Schweröl oder Kohle.

 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
In Madagascar 67 per cent of the population live in rural areas, less than 5 per cent of whom had access to electricity in 2013. The majority of rural households meet their daily energy needs by using fuelwood, petroleum, candles, batteries and diesel-powered generators. Schools, health centres, administrative offices – including those of the municipal authorities – and other basic social infrastructure facilities are only able to work intermittently due to the limited power supply. Inadequate access to electricity is therefore a major constraint to rural development.
Against this background the government liberalised the energy sector in 2009 with a view to promoting socio-economic development in rural areas through electrification. The aim is to strengthen the private sector’s role in developing the energy sector and to increase the use of renewable energies, particularly hydropower.
Following the restoration of constitutional order in the country and the adoption of the new energy policy, the energy sector is now considered the key to developing the economy, which has been in a critical state for many years.

Objective
Conditions are created for electrification of rural areas on a broad scale. The private sector and state institutions are pushing this process forward.

Approach
The project is primarily working with the Ministry of Energy and Hydrocarbons (Ministère de l’Energie et des Hydrocarbures, MEH), the Rural Electrification Agency (Agence de Développement de l’Electrification Rurale, ADER) and the Board of Electricity Regulation (Office de Régulation de l’Electricité, ORE). GIZ is pursuing activities at different levels in order to ensure efficiency, effectiveness, and above all the quality of implementation of rural electrification projects:

Strategy and policy for electrification of rural areas. The project advises and supports the Ministry on developing a procedure to ensure comprehensive rural electrification.

Improving regional energy planning. Together with the Ministry, ADER and authorities at regional level, the project is drawing up plans for electrification and pre-electrification through renewable energies. The plans take into consideration the needs of both social infrastructure facilities and the country’s growth poles as prioritised by the government.

Planning process. The project provides methods for ensuring that the rural electrification projects are planned in an appropriate manner and that energy prices are set affordably and are commensurate with delivery performance.

Promoting the private sector. The project supports the private sector in developing and implementing investment projects within the context of public-private partnerships with the Ministry and ADER. Furthermore, pilot projects receive targeted financial support through the involvement of financial institutions. A concession model is used to carry out rural electrification.

Monitoring the sector. The project is planning to introduce an efficient monitoring system in the respective institutions.
 

 

Projektbeschreibung (FR)

État des lieux
A Madagascar, 67% de la population habite en milieu rural. Parmi eux, moins de 5% ont accès à l’électricité en fin 2013. Pour répondre à leurs besoins énergétiques quotidiens, la majorité des ménages ruraux recourt à l’utilisation du bois de chauffe, de pétrole lampant, des bougies, des batteries et des générateurs diésel. Par ailleurs, les infrastructures sociales de base comme les écoles, les centres de santé, les bureaux administratifs (mairies, entre autres) et ne peuvent fonctionner que partiellement de leurs temps.
Le manque d'accès à l'électricité constitue ainsi un obstacle majeur pour le développement de ces zones rurales.
Face à cette situation et en vue de la promotion de l’essor socio-économique du milieu rural à travers l’électricité, l’Etat a libéralisé le secteur en 2009 pour plus de participation du secteur privé dans le développement du secteur, mais également pour la promotion des énergies renouvelables, notamment l’hydroélectricité.
Avec le retour à l’ordre constitutionnel de Madagascar et la nouvelle politique énergétique, le développement du secteur de l’énergie est désormais considéré comme un levier pour le développement de l’économie malgache qui a été longtemps touché par la crise.

Objectif
L’objectif principal du projet est d’améliorer les conditions pour une électrification rurale élargie. Cela permettra au secteur privé et aux institutions étatiques de mieux s’engager dans l’électrification rurale.

Approche
Afin d'atteindre ses objectifs, le projet travaille principalement avec le Ministère de l’Energie et des Hydrocarbures (MEH), l’Agence de Développement de l’Electrification Rurale (ADER), et l’Office de Régulation de l’Electricité (ORE). Pour assurer l’efficacité, l’effectivité et surtout la qualité de la mise en œuvre des projets d’Electrification Rurale, la GIZ axe ses interventions sur différents niveaux :
• Stratégie et politique pour l’électrification rurale : il s’agit d’un appui-conseil au MEH pour l’établissement d’une procédure afin d’avoir une électrification rurale élargie
• Amélioration de la planification énergétique régionale : Le projet travaille avec le MEH, l’ADER et les Régions pour monter des plans d’électrification et de pré-électrification par des énergies renouvelables basés sur des pôles de développements socio-économiques prioritaires et des besoins en électricité des infrastructures sociaux.
• Processus de planification : le projet met à disposition des méthodes pour garantir que la planification des projets d’électrification rurale et la fixation des tarifs soient considérés et appropriées
• Promotion du secteur privé : Il s’agit d’assistance au secteur privé à l’élaboration et à la réalisation de projets d’investissement en partenariat publique privé avec l’ADER fournissant ainsi, un soutien financier aux projets d’investissement exemplaires à travers l’intégration du secteur bancaire dans le processus. Un modèle de concessions pour l’électrification est appliqué.
• Suivi du secteur : Un système de suivi efficace du secteur est établi et seront instauré au niveau des institutions en charge