Berufliche Bildung im Norden Sri Lankas
Projektdetails
- Projektnummer:2014.2290.6
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2A00 Asien I
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Sri Lanka
Zusammenfassung
- Ziele:
Junge Menschen nutzen in ausgewählten Regionen Sri Lankas ein verbessertes, bedarfsorientiertes Ausbildungsangebot im Norden Sri Lankas
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Skills Development and Vocational Training
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:10 600 636 Euro
Kombifinanzierung
Staatssekretariat für Migration: 962 396Euro
Distilleries Company of Sri Lanka: 1 638 240Euro
Vorgänger-Projekt
2011.2173.0
Berufliche Bildung im Norden Sri Lankas
Nachfolger-Projekt
2018.2089.3
Berufliche Bildung in Sri Lanka
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 06.10.2011 - 30.11.2026 - Aktuelles Projekt:01.04.2015 - 30.06.2019
Sonstige Beteiligte
- GOPA Consultants GmbH
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
11330 Berufliche Bildung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Der 2009 beendete jahrzehntelange bewaffnete Konflikt in Sri Lanka hat noch immer negative Auswir-kungen auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Besonders im Norden und Osten ist es für Jugendliche schwer, eine produktive Beschäftigung zu finden. In den früheren Konfliktgebieten fehlt es an Berufsbildungsangeboten, die sich an den Bedarfen der Wirtschaft, aber auch an den Bedürfnissen der Gesellschaft orientieren. Es fehlt an adäquat qualifiziertem Lehrpersonal. Vor allem im ländlichen Raum ist darüber hinaus jungen Frauen und Menschen mit Behinderung eine Teilnahme an formalen Ausbildungsangeboten aus kulturellen Gründen, wegen der Entfernung der Berufsschulen vom Woh-nort sowie ihrer familiären und wirtschaftlichen Verpflichtungen nicht möglich.
Auf dem Arbeitsmarkt zeichnet sich gleichzeitig ein deutlicher Fachkräftemangel ab. Es gibt jedoch nicht genügend Ressourcen und Fachwissen in der Region, um bedarfsorientierte Berufsbildungsein-richtungen aufzubauen. Durch den verbesserten Zugang zu beruflicher Bildung und dadurch entste-hende verbesserte Beschäftigungsmöglichkeiten soll unmittelbar auch ein Beitrag zu Friedensförderung und Konflikttransformation im Land geleistet werden.
Ziel
Jugendliche nutzen ein verbessertes, bedarfsorientiertes Ausbildungsangebot in der Nord- und Ost-provinz Sri Lankas.
Vorgehensweise
Das Projektteam unterstützt derzeit 15 Berufsbildungseinrichtungen im Norden und Osten Sri Lankas dabei, ihr Ausbildungsangebot zu verbessern. Das im Juli 2016 eröffnete Sri Lanka-German Training Institute (SLGTI) stellt den Kern dieses Netzwerkes an Berufsbildungseinrichtungen dar. Das SLGTI bietet vielfältige Ausbildungsprogramme an - beispielsweise in den Bereichen Nahrungsmittelverarbei-tung, Bauwesen, Kfz-Mechanik und Elektroinstallation. Die Ausbildungsgänge sind an die Anforderun-gen des Arbeitsmarktes angepasst und werden in Zusammenarbeit mit dem Privatsektor durchgeführt.
Der Bau des SLGTI wurde von der KfW Entwicklungsbank finanziert. Die GIZ unterstützt die Qualifizie-rung der Lehrkräfte, die Lehrplanentwicklung, den Aufbau der Managementstrukturen und den Betrieb des SLGTI.
Damit ausreichend qualifizierte Bewerber für das neue Institut zur Verfügung stehen, wurden mehrere Berufsbildungseinrichtungen, sogenannte Satellitenzentren, identifiziert. Das Vorhaben unterstützt die-se Einrichtungen beim Ausbau von Ausbildungsgängen, um den Jugendlichen die notwendige Vor-Qualifizierung für den Eintritt in das SLGTI zu verschaffen.
Inhalte wie unternehmerisches Handeln, Englisch und IT-Kenntnisse werden in alle Ausbildungspro-gramme integriert, um den aktuellen Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Zu allen Kursen am SLGTI und den Satellitenzentren gehören auch Praxisphasen in Unternehmen, um sicherzustellen, dass die Auszubildenden praktische Kenntnisse und Erfahrungen sammeln, die den Übergang ins Ar-beitsleben vereinfachen.
Die Unterstützung der Berufsbildungsangebote in der Ostprovinz wird durch durch eine Kofinanzierung des Schweizer Staatsekretariats für Migration ermöglicht.
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
2012 eröffnete das erste Ausbildungszentrum. Seither haben dort fast 2400 Schüler eine berufliche Ausbildung absolviert. Im Juli 2016 starteten 285 Schüler aus ganz Sri Lanka am neu errichteten SLGTI, mehr als 1700 Schüler nehmen an einer der elf Berufsausbildung in einem der 14 Satellitenzentren teil. Über 400 Schüler aus vier Satellitenzentren haben die Gelegenheit, an betrieblichen Praktika teilzuneh-men. 173 Absolventen haben bereits ihr anerkanntes Abschlusszeugnis in der Tasche.
Mit der Jetwing-Hotel-Gruppe entstand eine Kooperation, bei der fast 60 Schüler der Berufsschule in Karainagar bei einem Praktikum in einem der Hotels der Gruppe in Sri Lanka teilnehmen konnten. 42 dieser ehemaligen Schüler haben eine Anstellung in dem neu eröffneten Jetwing Hotel in Jaffna be-kommen.
2012 und 2013 fand das Kulturfestival "Jung und Divers" in Kilinochchi und Mullaitivu statt. Hier kamen junge Leute verschiedener Ethnien, Religionen und sozialer Hintergründe zusammen. Es entstand ge-genseitiges Verständnis und Vertrauen. Im September 2016 fand dieses Festival erneut in Trincomalee statt.
Zwischen 2012 und 2015 fanden jedes Jahr Schülerbesuche unter dem Motto "der Norden trifft den Süden" statt. Das gab den Schülern aus dem Norden die Gelegenheit, singalesische und muslimische Jugendliche, Unternehmer und Berufsschullehrer in Colombo zu treffen.
Die GIZ hat ein Modul zur "Entwicklung sozialer Kompetenzen" erarbeitet, das in den Satellitenzentren im Norden und Osten eingesetzt wird.
Weiterführende Informationen
Lokale Website des Projekts
http://www.vtnaita.com
Projektbeschreibung (EN)
Context
Although Sri Lanka’s armed conflict came to an end in 2009, the decades of civil war continue to have a negative impact on the country’s economic development. Young people are struggling to find gainful employment, especially in the north and east of the country. The former conflict areas do not offer vocational training opportunities tailored to the needs of either the economy or society as a whole, and there is a lack of adequately trained teachers. This situation is compounded by the fact that in rural areas in particular, young women and people with disabilities cannot participate in formal training. This may be due to cultural reasons, or because they live too far from any vocational schools, have family commitments, or need to earn an income.
At the same time, while there is a significant shortage of skilled labour, the region has insufficient resources and expertise to set up demand-driven vocational training institutions. Improved access to vocational training and the resultant increase in employment prospects will directly contribute to promoting peace and supporting conflict transformation in the country.
Objective
Young people are using improved, demand-driven training opportunities in the Northern and Eastern Provinces of Sri Lanka.
Approach
The project team is currently supporting 15 vocational training institutions in the north and east of Sri Lanka in improving their training courses. The Sri Lanka-German Training Institute (SLGTI), which opened in July 2016, is the hub of this network of vocational training institutions. SLGTI offers a wide range of training programmes in areas such as food processing, construction, automobile mechanics and electrical installation. The training courses have been tailored to the needs of the labour market, and are being run in collaboration with the private sector.
KfW Development Bank financed the construction of SLGTI, while GIZ is assisting with teacher training, curriculum development, establishing a management structure, and the day-to-day running of SLGTI.
To provide the new institute with enough qualified applicants, the project has identified several vocational training institutions, or ‘satellite centres’, and is now supporting these in expanding the range of training courses they offer. The aim is to provide young people with the qualifications they need for admission to SLGTI.
Subjects such as entrepreneurship, English and IT skills are built into all the training programmes so that they meet current market demands. All courses at SLGTI and the satellite centres also include work placements to ensure that the trainees gain practical knowledge and experience that will help them transition more easily to the world of work.
Support for the vocational training courses in East Province has been enabled through co-financing from Switzerland’s State Secretariat for Migration.
Results achieved so far
The first training centre opened in 2012, and since then almost 2,400 students have completed their vocational training there. In July 2016, 285 students from across Sri Lanka started studying at the newly established SLGTI. More than 1,700 students are now studying at one of the 14 satellite centres, on one of the eleven vocational training courses they offer, and over 400 students at four satellite centres have the opportunity to take part in work placements. 173 students have already gained accredited qualifications.
Collaboration with Jetwing Hotel Group has meant that almost 60 students at the vocational school in Karainagar have been able to gain work experience in one of the Group’s hotels in Sri Lanka. 42 of these former students now have jobs in the newly opened Jetwing Hotel in Jaffna.
The cultural festival, Young and Diverse, was held in Kilinochchi in 2012 and in Mullaitivu in 2013. It brought together young people from different ethnic, religious and social backgrounds in a spirit of mutual understanding and trust. This festival took place again in September 2016 in Trincomalee.
Study trips took place every year between 2012 and 2015 under the title ‘North Meets South’. These trips gave students from the north the opportunity to meet Singhalese and Muslim youths, entrepreneurs and vocational school teachers in Colombo.
GIZ has devised a module on developing social skills, which is being run in the satellite centres in the north and the east of Sri Lanka.
Further information
• Local project website
<http://www.vtnaita.com>