Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden (IKLU)
Projektdetails
- Projektnummer:2014.2291.4
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Serbien
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Voraussetzungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen durch eine erhöhte Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden sind verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerium für Bergbau und Energie
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:5 483 404 Euro
Kombifinanzierung
Europäische Union (EU): 1 483 404Euro
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 28.08.2015 - 30.01.2020 - Aktuelles Projekt:01.10.2015 - 30.01.2020
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Hauptziel
CRS-Schlüssel
23183 Energieeinsparung und Effizienz (Nachfrageseite)
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Serbien geht bisher wenig effizient mit Energie um. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt verbraucht es sechs Mal mehr Energie als Deutschland, fast 40 Prozent des Verbrauchs entfällt auf Gebäude. In sämtlichen öffentlichen Gebäuden wie Schulen oder Kindergärten gibt es noch starke Einsparpotenziale. Mangelnde Isolierung, Gebäudeschäden sowie veraltete Heizungs-, Klima- und Warmwasseranlagen tragen zu einem hohen Verbrauch bei.
Als EU-BeitrittsKandidat hat sich Serbien verpflichtet, höhere Anforderungen an einen sparsamen Energieverbrauch durch Gebäude einzuführen. Erste Schritte dazu waren die Einführung eines Energieeffizienz-Gesetzes und eines Energieeffizienz-Aktionsplans.
Dennoch hat sich die Situation bisher kaum verbessert, da die Voraussetzungen für eine Steigerung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden ungünstig sind. Fehlende Normen und Vorschriften, eine geringe politische Priorität und knappe Investitionsmittel zählen zu den Hindernissen, die einer Effizienzsteigerung bisher entgegenstehen. Hinzu kommt, dass die Energiepreise subventioniert sind, weshalb sich Einsparungen durch energetische Maßnahmen erst langfristig bezahlt machen.
Ziel
Die Rahmenbedingungen für eine effiziente Energienutzung in öffentlichen Gebäuden Serbiens, vor allem in Schulen und Kindergärten, verbessern sich. Dazu gehört etwa, dass Richtlinien oder Verordnungen vorgeben, wie öffentliche Gebäude energetisch saniert werden können. Handwerker, die solche Sanierungen qualitativ hochwertig umsetzen können, stehen zur Verfügung.
Vorgehensweise
Das landesweite Vorhaben „Steigerung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden" konzentriert sich auf die Situation in den rund 6500 Schulen und Kindergärten Serbiens. Dabei agiert es in vier Bereichen:
- Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen,
- Einführung von Instrumenten zur Abschätzung von Kosten- und Einsparmöglichkeiten,
- Aufbau einer Beratungs- und Informationsplattform sowie
- Qualifizierung von Hausmeistern und Bauhandwerkern.
Die gesetzgebenden Institutionen werden beraten, wie sie die Vorgaben des nationalen serbischen Energieeffizienz-Aktionsplans in ein angemessenes Regelwerk umsetzen können. Mitarbeiter öffentlicher Institutionen, etwa im Bildungsministerium und bei den Kommunen, werden darin ausgebildet, die Kosten und Energieeinsparpotenziale von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden richtig abschätzen zu können. Dazu dienen die Erarbeitung von Kostenansätzen für unterschiedliche Maßnahmen und die Einteilung von Gebäuden in verschiedene Typklassen je nach Energieverbrauch. Dazu bringt das Vorhaben internationale Erfahrungen ein und stellt Kontakte zu Experten anderer Länder her, die diese Instrumente bereits erfolgreich nutzen.
Die Einrichtung einer Beratungsplattform, getragen von serbischen Institutionen, wird angeregt. Dabei stützt sich das Vorhaben auf eine Initiative der Universität Belgrad, ein Kompetenzcenter für Energieeffizienz zu gründen, und entwickelt dieses weiter. Bei Studienreisen nach Deutschland können sich die Akteure beim Umweltbundesamt, bei Energieagenturen und Fachinstituten über deren Angebote und Arbeitsweisen informieren.
Trainer serbischer Fortbildungseinrichtungen werden qualifiziert, Weiterbildungskurse für Hausmeister und Handwerker anzubieten, die zu einer besseren Qualität von Energiesparmaßnahmen in öffentlichen Gebäuden und zu einer besseren Instandhaltung dieser Gebäude führen. Aber auch Bürgermeister, Stadträte und andere Entscheidungsträger werden über Maßnahmen zur Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden aufgeklärt.
Das Vorhaben arbeitet eng mit einem gleichnamigen Projekt der KfW Entwicklungsbank zusammen, die Finanzmittel zur energetischen Sanierung von Schulen zur Verfügung stellt.
Wirkungen
(entfallen, da Projekt gerade begonnen)
Projektbeschreibung (EN)
Context
Energy efficiency in Serbia is currently at a low level. In relation to gross domestic product (GDP), Serbia uses six times more energy than Germany, with buildings accounting for almost forty per cent of energy consumption. There is still great scope for energy saving in all public buildings, such as schools and kindergartens. A lack of insulation, damage to buildings and outdated heating, air conditioning and hot water systems all contribute to the high level of consumption.
As a candidate for accession to the EU, Serbia has undertaken to introduce higher requirements for low energy consumption in buildings. The first steps along this path included the adoption of an energy efficiency law and an energy efficiency action plan.
Nevertheless, little improvement has been made so far, as overall conditions are not conducive to enhancing energy efficiency in public buildings. Current obstacles to greater efficiency include the absence of standards and regulations, the low political priority given to the issue and scarce investment funds. The situation is exacerbated by the fact that energy is subsidized, which means that savings from energy performance measures only pay off in the long term.
Objective
The general conditions for efficient energy use in public buildings in Serbia, particularly in schools and kindergartens, have improved. This includes guidelines and regulations that stipulate how public buildings can be rehabilitated to improve their energy performance. Craftsmen who have the skills required to carry out these measures at a high level are available.
Approach
The nationwide project on Energy Efficiency in Public Buildings focuses on the situation in the country’s 6,500 or so schools and kindergartens. It operates in four areas:
- improving the legal framework,
- introducing instruments to estimate the scope for saving costs and energy,
- setting up an advisory and information platform and
- training janitors and craftsmen.
The legislative institutions are given advice on how to adopt suitable regulations to implement the requirements of Serbia's national energy efficiency action plan. Staff working at public institutions, such as the Ministry of Education and local authorities, are trained to make accurate estimates of the costs incurred and the scope for energy saving by measures to enhance energy efficiency in buildings. To do so, cost assessments are prepared for various measures and buildings are assigned to different categories according to energy consumption. The project contributes international experience and facilitates contacts with experts from other countries that are already using these instruments successfully.
The project is encouraging stakeholders to set up an advisory platform under the responsibility of Serbian institutions. In this context, it is drawing on and refining an initiative by the University of Belgrade to establish a competence centre on energy efficiency. During study trips to Germany, the stakeholders can gather information from the German Federal Environment Agency, energy agencies and specialist institutes about their services and the way they work.
Instructors at Serbian training institutions acquire the necessary expertise to offer upskilling courses for janitors and craftsmen, which lead to higher quality in energy saving measures in public buildings and to better maintenance of these facilities. Mayors, councilors and other decision-makers are also informed about possibilities for enhancing energy efficiency in public buildings.
The project cooperates closely with a project of the same name by KfW Development Bank, which provides funding to rehabilitate schools with a view to improving their energy performance.
Results
[Not applicable, project just started]