Programm Verbesserung der Grundbildung

Projektdetails

  • Projektnummer:2014.2292.2
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Malawi

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Voraussetzungen zur Steigerung der Unterrichtsqualität an Grundschulen sind verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Technologie

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:10 057 059 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2009.2055.3

    KV-Programm Verbesserung der Grundbildung

Nachfolger-Projekt

  • 2017.2119.0

    Programm Verbesserung der Grundbildung

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    28.06.2010 - 30.11.2023
  • Aktuelles Projekt:01.11.2014 - 31.10.2018

Sonstige Beteiligte

  • ARGE GOPA mbH-common sense-

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    11220 Grundschulbildung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Deutschland unterstützt seit Mitte der 1990er-Jahre den Bildungssektor in Malawi. Seit Einführung der unentgeltlichen Grundbildung für alle (1994) sind die Schülerzahlen sprunghaft gestiegen. Infolge des Bevölkerungswachstums von fast 3 Prozent erhöhen sie sich seitdem stetig. Die Qualität des Bildungsangebotes hält mit dieser Entwicklung nicht Schritt. Die Raten der Wiederholer und Schulabbrecher bleiben unverändert hoch: Weiterhin erreicht nur etwa ein Drittel der eingeschulten Kinder das achte Schuljahr in der vorgesehenen Zeit und nur etwa jeder zweite Grundschüler erhält überhaupt einen Abschluss.
Nationale und regionale Lernleistungsstudien der letzten 10 Jahre zeigen zudem ein äußerst niedriges Lernniveau. Qualifizierte Lehrkräfte stehen nicht ausreichend zur Verfügung. Die Erstausbildung für Lehrer ist stark verbesserungsbedürftig. Das aktuelle Curriculum ist überladen, sehr theoretisch und zu stark am Examen ausgerichtet. Das Studium bereitet die Lehramtsstudierenden unzureichend auf die Unterrichtsbedingungen in den Schulen vor. Besonders in ländlichen Regionen sind Klassengrößen von bis zu 200 Schülerinnen und Schülern keine Seltenheit. Vor allem Kinder mit Lernschwierigkeiten werden so nicht angemessen gefördert.
Ziel
Die Voraussetzungen zur Steigerung der Unterrichtsqualität an Grundschulen sind verbessert.

Vorgehensweise
Das Vorhaben orientiert sich an den Schwerpunkten des malawischen Bildungssektorplans. Es umfasst drei Handlungsfelder:
1. Verbesserung der Rahmenbedingungen für Lehrkräfte an Grundschulen und in Lehrerausbildungseinrichtungen
Das Vorhaben berät das Bildungsministerium bei der Aktualisierung des Stellenplans, als Voraussetzung für eine bessere Verteilung der einzustellenden Lehrkräfte innerhalb der Distrikte und in den Schulen. Ferner wird die Erarbeitung eines Fahrplanes zur Umsetzung des Dekonzentrationsprozesses unterstützt. Um die Anerkennung des Lehrerberufs und die öffentliche Diskussion über die Bildungsqualität zu stärken, werden eine interaktive Radiosendung und andere Maßnahmen durchgeführt, beispielsweise eine Initiative für herausragende Lehrkräfte und Trainings für Journalisten.
2. Stärkung der praxisorientierten Lehrerausbildung
An allen öffentlichen Lehrerausbildungseinrichtungen beraten Entwicklungshelfer zur Verbesserung der Ausbildungsqualität. Das Vorhaben begleitet eine Überarbeitung des Curriculums für die zweijährige Lehrererstausbildung beratend. Ziel ist es, ein verständliches, praxisorientiertes und auf die unterschiedlichen Lerngruppen ausgerichtetes Curriculum sowie die dazugehörenden Lehr- und Lernmaterialien zu erstellen.
Das Vorhaben unterstützt den Partner zudem darin, die seit 2015 geltenden Bildungsstandards für die Grundschulen als Orientierungsrahmen in die Lehrerausbildung zu übersetzen. Kriterien für gute Lehre und guten Unterricht werden so erstmals verbindlich gemacht.
3. Entwicklung von Ansätzen zur inklusiven Förderung von Grundschulkindern mit Lernschwierigkeiten
Um praxiserprobte Ansätze zur Förderung lernschwacher Kinder in einem inklusiven Umfeld umzusetzen, unterstützt das Vorhaben Pilotschulen im städtischen Umfeld Lilongwes. Des Weiteren unterstützt das Vorhaben, in Zusammenarbeit mit GOPA Consulting Group, die Abteilung für Sonderpädagogik des Bildungsministeriums bei der Entwicklung eines modularen, IKT-gestützten Zertifikatskurs, der ausgewählte Lehrkräfte für die Förderung von Kindern mit Lernschwierigkeiten ausbildet.

Wirkungen
Das Grundbildungsvorhaben war maßgeblich an der landesweiten Veröffentlichung der Richtlinie zur Dezentralisierung von Bildungsfunktionen auf Distriktebene beteiligt und berät das Bildungsministerium fortlaufend bei der Umsetzung des Dezentralisierungskurses.
Durch die Beratung zur Verbesserung der zweijährigen Lehrerausbildung wurde für das zweite an Schulen durchgeführte Praxisjahr ein strukturiertes Ausbildungsprogramm entwickelt und eingeführt. Dazu gehören begleitendes Material und ein Unterstützungssystem durch Mentoren in den Schulen. Etwa 12.000 Lehramtsstudierende konnten ihre Ausbildung in dem neuen Programm bereits erfolgreich abschließen.
Für Inklusion mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnik wurde ein umfassendes Konzept für Unterstützungsmaßnahmen für Kinder mit Lernschwierigkeiten in den Klassen 1-4 städtischer Grundschulen entwickelt.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Germany has been supporting the education sector in Malawi since the mid-1990s. Despite the considerable progress already made, major challenges remain if regional and international standards are to be met. Inadequate performance in primary schools can be attributed to a number of factors: as there are insufficient training and guidance for teachers, too many pupils per class (78 pupils on average), not enough classrooms. The high number of children who have to repeat a class or who drop out early do reflect insufficient framework conditions of teaching and learning and lead into an insufficient use of restricted education funds. Education management is centralized; however, the first important steps towards decentralization have been taken in recent years. Further steps towards reform, combined with the continuous strengthening of human and institutional resources and the performance capacity of the education sector, are required, in order to improve quality of education in Malawi.

Objective
The quality of primary school teaching is improved.

Approach
The project advises the Malawian Government on developing and, above all, implementing education policy strategies for the improvement of quality of education. Earlier phases focused on consultancy on sectoral management, the development of decentralisation guidelines and teacher training, and on developing and institutionalising an out-of-school basic education programme for the reintegration of school drop-outs into the formal school system.

There are currently four areas of activity:
1.Improving the general conditions for teaching staff at primary schools and teacher training facilities: as part of the decentralisation processes in the education sector, the project advises the relevant departments of the Ministry of Education and their agencies at local level. To improve conditions for teaching staff, special emphasis is placed on supporting the transfer of responsibility for teacher management to local school authorities. The project also works with the finance departments responsible to ensure reliable payment flows, especially of salaries at teacher training facilities.

2.To promote the effectiveness of primary teacher training, the project offers support and advice on restructuring the curriculum for the first year of teacher training. Special training at teacher training facilities helps to put the revised curriculum – and thus better teaching and learning methods – into practice. The project plans to continue working with the Ministry of Education to agree on and implement important reforms, such as the development of a differentiated selection procedure for student teachers.

3.To promote the continuing professional development of qualified primary school teachers, the project advises the Ministry of Education on designing, conducting and institutionalizing in-service training measures. This area of activity is being handled by a consulting firm on behalf of GIZ.

4.To improve the relevance and quality of the curriculum, a review of the primary school curriculum and of selected teaching and learning aids is being conducted. The development workers assigned to the project offer management consultancy and training for teachers at teacher training facilities.

Results
As part of the advisory services already provided to improve the two-year teacher training course, a structured training programme, with supporting material and mentoring, has been introduced for the second, practical year of training, which is conducted in schools. Around 9,000 students have already successfully completed their teacher training under the new programme.
The project also supported the development of the decentralisation guidelines for education management.
The approach to giving children without access to formal schooling a chance to catch up on their basic education has now helped several thousand children gain the qualifications they need to progress to a higher class in the formal school system. The success of this pilot project has led to the launching of a nationwide programme which has been incorporated into the national education plans.