Sonderprogramm Flüchtlinge - Südsudan
Projektdetails
- Projektnummer:2014.2293.0
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Südsudan
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Versorgung der Binnenflüchtlinge und der ortsansässigen Bevölkerung mit lebensnotwendigen Ressourcen ist verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Deutsche und Internationale Nichtregierungsorganisationen (NGO)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:7 500 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 18.09.2014 - 31.12.2017 - Aktuelles Projekt:01.05.2014 - 31.12.2017
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
73010 Kurzfristiger Wiederaufbau und Rehabilitierung unmittelbar nach Notsituationen
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Seit Dezember 2013 herrscht im Südsudan Bürgerkrieg zwischen Regierungstruppen und Rebellen. Während der langwierigen intensiven Vermittlungsbemühungen und Friedensverhandlungen durch die Intergovernmantal Authority on Development (IGAD), eine regionale Organisation nordostafrikanischer Staaten, wurden vereinbarte Waffenstillstände immer wieder gebrochen. Der Konflikt beider Parteien wird auch nach dem Friedensabkommen von August 2015 fortgesetzt. Seit Mitte 2014 sind mehr als 2 Millionen Südsudanesen vor den Kriegswirren in andere Regionen des Landes und in die Nachbarstaaten geflüchtet. Die in Teilen des Landes immer wieder auftretenden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Rebellengruppen und Militär haben dazu geführt, dass die gesundheitliche Basisversorgung, die landwirtschaftliche Produktion sowie die Verteilung von Nahrungsmitteln in Südsudan schwerwiegend gestört sind. Das Land steht auch fast 5 Jahre nach seiner Staatsgründung 2011 immer wieder vor humanitären Krisen und vermutlich weiteren Konfliktjahren.
Die deutsche Bundesregierung hat sich verpflichtet, den südsudanesischen Binnenflüchtlingen und den in die Nachbarländer Kenia, Uganda und Äthiopien Geflüchteten rasch und wirksam zu helfen. Da die GIZ aus Sicherheitsgründen seit Mitte 2014 nur mit einem Kernteam im Südsudan arbeiten darf, wurden die Mittel, über die GIZ, für Projekte der Nichtregierungsorganisationen AMREF, Welthungerhilfe und Tierärzte ohne Grenzen zur Verfügung gestellt.
Ziel
Binnenflüchtlinge im Südsudan und südsudanesische Flüchtlinge in den Nachbarländern Kenia, Äthiopien und Uganda sowie die ortsansässige Bevölkerung sind besser versorgt.
Vorgehensweise
Die von der Bundesregierung im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit geförderten Aktivitäten der Welthungerhilfe, von Tierärzte ohne Grenzen und AMREF konzentrieren sich auf Ernährungssicherung, Wasserversorgung, Cholerabekämpfung und Basisgesundheitsversorgung von Binnenflüchtlingen in verschiedenen Konfliktregionen im Südsudan und in den aufnehmenden Gemeinden sowie auf Flüchtlinge in Camps oder Flüchtlingssiedlungen außerhalb des Landes. Die GIZ stellt den Nichtregierungsorganisationen über Zuschüsse die Mittel zur Umsetzung der Unterstützung bereit. Sie koordiniert darüber hinaus den Austausch mit anderen flüchtlingsbezogenen Vorhaben in der Region. Dazu gehören das 2015 gestartete Vorhaben in Südsudan und Kenia im Rahmen der übergreifenden Sonderinitiative „Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge reintegrieren" des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie andere Vorhaben, die krisenbedingt zum Teil auf Flüchtlingsunterstützung umprogrammiert wurden.
Wirkungen
Mit den Mitteln des Vorhabens wurden bis April 2016 bereits knapp eine Millionen hilfsbedürftige Menschen in Südsudan und den angrenzenden Ländern erreicht.
• AMREF: Rund 600.000 Menschen konnten medizinisch versorgt werden. Davon waren über 80 Prozent Frauen und Kinder unter 5 Jahren. Geleistet wurden vorbeugende Maßnahmen wie Impfungen sowie Schwangerenberatung, aber auch allgemeinmedizinische Behandlungen und Operationen.
• Welthungerhilfe: Seit Mitte 2014 konnten mehr als 278.000 Binnenflüchtlinge in der nördlichen Krisenregion Unity State monatlich mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Davon waren 60 Prozent Frauen. Darüber hinaus wurden seit Mitte 2014 fast 63.000 Menschen im nordwestlichen Bundesstaat Northern Bahr el Ghazal erreicht: Für sie wurde ländliche Wasser- und Sanitärversorgung durch Brunnen und Gemeinschaftstoiletten bereitgestellt. Außerdem wurde über Hygiene aufgeklärt; Seife und andere Artikel wurden verteilt. Mehr als die Hälfte der bisher Begünstigten sind Frauen.
• Tierärzte ohne Grenzen: Durch die Unterstützung von Haushalten konnten fast 55.000 Menschen erreicht werden. Darunter waren 750 hochbedürftige, oft von Frauen allein geführte Haushalte. 35 Tierarzthelfer, darunter 3 Frauen, und 27 Fleischer wurden ausgebildet. Fast die Hälfte der Begünstigten waren Frauen und Kinder.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Since December 2013, there has been a civil war between government forces and rebels in South Sudan. There have been regular breaches of agreed ceasefires throughout the lengthy and intensive efforts to mediate and negotiate a peace settlement by the Intergovernmental Authority on Development (IGAD), a regional organisation of North African states. Even after the peace agreement of August 2015, the conflict between the two parties continues. Over two million South Sudanese have fled from the ravages of war to other parts of the country and to neighbouring states since mid-2014. The armed conflicts between rebel groups and the military, which have repeatedly flared up in various parts of the country, have led to serious disruptions in the provision of basic health care services, agricultural production and the distribution of food in South Sudan. Almost five years after the state was founded in 2011, it repeatedly faces humanitarian crises and probably further years of conflict.
The German Federal Government has committed itself to providing fast and effective aid to internally displaced persons (IDPs) in South Sudan and to South Sudanese refugees in the neighbouring countries of Kenya, Uganda and Ethiopia. Since GIZ has been able to operate with only a core team in South Sudan for security reasons, GIZ has made funding available to projects operated by the non-governmental organisations (NGOs) AMREF, Welthungerhilfe and VSF Germany.
Objective
The provision of basic needs and services for IDPs in South Sudan, South Sudanese refugees in the neighbouring countries of Kenya, Ethiopia and Uganda, and the local population has improved.
Approach
The activities promoted by the German Federal Government under German development cooperation through Welthungerhilfe, VSF Germany and AMREF focus on food security, water supply, the fight against cholera and the provision of basic health services. These are to benefit IDPs in various conflict regions in South Sudan and in the receiving communities, and refugees in camps or refugee settlements outside the country. GIZ provides the NGOs with funding in the form of subsidies to carry out support services. It also coordinates the exchange of information with other refugee-related projects in the region. This includes the project launched in South Sudan and Kenya in 2015 as part of BMZ’s overarching special initiative entitled ‘Tackling the root causes of displacement, reintegrating refugees’, as well as other projects which have been partially refocused for crisis-related reasons to provide refugee support.
Results
Using the project’s funds, it has already been possible to reach almost one million people in need in South Sudan and the neighbouring countries by April 2016.
AMREF: Around 600,000 people have received medical care. Of these, over 80 per cent were women and children under five years of age. The care provided included preventive measures such as vaccinations and counselling for pregnant women, but also general medical treatment and operations.
Welthungerhilfe: Since mid-2014, over 278,000 IDPs in the northern crisis region of Unity State have been supplied with food on a monthly basis. Of these, 60 per cent were women. In addition, almost 63,000 people have been reached since mid-2014 in the north-western state of Northern Bahr el Ghazal. They were provided with rural water and sanitation services in the form of wells and communal toilets. They also received information on hygiene; soap and other articles were distributed. Over half of those benefiting from the support measures to date have been women.
VSF Germany: Support for households has resulted in the project reaching almost 55,000 people. These include 750 people in severe need, often households headed by women alone. 35 veterinary assistants, including 3 women, and 27 butchers received training. Almost half of those benefiting from the support measures were women or children.