Deutsch-Indisches Programm für Berufliche Bildung

Projektdetails

  • Projektnummer:2014.2294.8
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2B00 Asien II
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Indien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Akteure aus Staat und Wirtschaft schaffen gemeinsam die Voraussetzungen zur Verbesserung kooperativer beruflicher Bildung in Indien.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Skill Development and Entrepreneurship

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:4 900 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2019.2188.1

    Deutsch-Indisches Programm für Berufliche Bildung

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    26.06.2015 - 30.07.2024
  • Aktuelles Projekt:01.05.2016 - 30.09.2020

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    11330 Berufliche Bildung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Kontext

In den nächsten 15 Jahren werden mehr als 250 Millionen junge Menschen in den indischen Arbeitsmarkt eintreten. Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen für Fachkräfte stehen daher ganz oben auf der politischen Agenda. Vor diesem Hintergrund gründete die indische Regierung kürzlich die Initiativen "Make in India" und "Skill India".

Indiens Bestreben, ein weltweit führender Produktionsstandort zu werden, erfordert eine ausreichend hohe Anzahl entsprechend qualifizierter Arbeitskräfte. Das indische Berufsbildungssystem ist derzeit jedoch nicht in der Lage, den Anforderung der Industrie im Hinblick auf die benötigte Quantität und Qualität der ausgebildeten Fachkräfte gerecht zu werden.

Um diese Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage zu beheben, fördert die indische Regierung die aktive Beteiligung von Unternehmen an der Schaffung von kooperativen, arbeitsplatz-basierten Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Da das deutsche Berufsbildungsmodell stark von Seiten der Privatwirtschaft getragen wird, äußerte die indische Regierung den Wunsch, Elemente des deutschen Systems in den indischen Berufsbildungskontext einzubinden.


Zielsetzung

Akteure aus Staat und Wirtschaft schaffen gemeinsam die Voraussetzungen zur Verbesserung kooperativer beruflicher Bildung in Indien.


Vorgehensweise

Das Programm bedient sich der folgenden Ansätze:

- Beratung und Begleitung von lokalen Kooperationen zwischen staatlichen Organen und Organisationen des Privatsektors, wie z.B. Kammern und Industrieverbänden, zur Gestaltung und Umsetzung kooperativer Berufsbildung in sechs industriellen Clustern: dem Automobilkomponenten-Cluster in Aurangabad, dem Elektronik-Cluster in Bangalore, dem Cluster für energieeffizientes Bauwesen in Bhiwadi, dem Cluster für grüne Energie in Pune, dem Einzelhandel- und E-Commerce Cluster in Mumbai und dem Pharmazie-Cluster in Hyderabad. Während der Programmlaufzeit und über die ausgewählten Cluster hinweg sollen mindestens 100 Unternehmen in die Schaffung beruflicher Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten eingebunden werden.

- Schaffung grundlegender Rahmenbedingungen für die Umsetzung kooperativer Berufsbildung durch die Beratung öffentlicher und privater Akteure auf zentraler, bundesstaatlicher und lokaler Ebene. Zu den wichtigsten Partnern zählen die National Skill Development Corporation, das Directorate General of Training, die Sector Skill Councils, State Skill Development Missions, sowie regionale und lokale Kammern und Industrieverbände.

- Verbesserung der Dialogmechanismen zwischen dem Ministry for Skill Development and Entrepreneurship (MSDE), weiteren Regierungsorganisationen und dem Privatsektor, um ein gemeinsames Verständnis zu fördern und eine koordinierte Umsetzung kooperativer Berufsbildung zu ermöglichen.

- Dokumentation von Lernerfahrungen aus der Umsetzung kooperativer Berufsbildung in den sechs Industrieclustern zur Replizierung in anderen Regionen und Branchen.

- Systematische Berücksichtigung der Bedürfnisse von Frauen und Männern durch die Anwendung gleichstellungsorientierter Ansätze in allen Programmaktivitäten.


Erwartete Wirkungen

Es wird erwartet, dass das Programm die folgenden Wirkungen erzielt:

- Verbesserung der beruflichen Fähigkeiten der Absolventen:
Die beruflichen Fähigkeiten von Absolventen, die an kooperativen Berufsbildungsmöglichkeiten teilnehmen, werden spürbar verbessert. Es wird zudem erwartet, dass die Fähigkeiten der Berufsbildungsabsolventen vermehrt den Anforderungen der einstellenen Unternehmen entsprechen.

- Dokumentation replizierbarer Modelle kooperativer Berufsbildung:
Basierend auf den Umsetzungserfahrungen in den sechs Industrieclustern werden replizierbare Modelle kooperativer Berufsbildung dokumentiert. Die Modelle skizzieren die Prozesse, Verfahren und Instrumente, die in den sechs Industrieclustern zur Anwendingun kommen. Dies ermöglicht die Replizierung gleichstellungsorientierter, kooperativer Berufsbildungsmaßnahmen in anderen Regionen und Branchen.

- Mainstreaming kooperativer Berufsbildung:
Die im Rahmen der Programmumsetzung gewonnenen Erfahrungen unterstützen das MSDE in der Konkretisierung ihres strategischen und systemischen Rahmens zur Durchführung kooperativer Berufsbildung. Die Ergebnisse des Programms setzen evidenzbasierte Impulse für den politischen Dialog und für Strategieanpassungen im Zusammenhang mit der beruflichen Bildung, so beispielsweise im Hinblick auf das indische Dual System of Training.

- Berücksichtigung geschlechterspezifischer Aspekte in der kooperativen Berufsbildung:
Die gleichstellungsorientierte Programmkonzeption und -umsetzung sensibilisiert Entscheidungsträger für die Berücksichtigung geschlechterspezifische Aspekte in der Gestaltung und Umsetzung kooperativen Berufsbildung.

- Das Programm leisten einen Beitrag zu dem Ziel der indischen Regierung, bis zum Jahr 2022 400 Millionen Menschen auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten.





 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

It is expected that more than 250 million young people will join the Indian labour market in the next 15 years. Sustainable economic development and job creation for skilled labour is thus at the top of the political agenda. The Indian Government recently launched the initiatives ‘Make in India’ and ‘Skill India’ to support the training of up to 400 million people by the year 2022.

India’s ambition to become a globally leading manufacturing hub requires sufficient, qualified workers. However, the Indian vocational education and training (VET) system does not adequately provide the quantity and quality of a skilled workforce that would meet the demands of the advancing industry.

In order to adjust supply and demand, India’s government promotes the active involvement of enterprises for achieving cooperative, workplace-basedVET. Acknowledging the advantages of the German VET model that is mainly driven by the private sector, the Indian Government has expressed interest to incorporate elements of the German system to the Indian VET context.


Objective

Actors of the public and private sectors work together to achieve conditions conducive to create and improve cooperative, workplace-based VET in India.


Approach

The programme applies the following approaches:

- Advising and guiding local cooperations between public entities and private sector organisations, such as chambers and associations, in order to jointly implement cooperative, workplace-based trainings in six industrial clusters: the automotive compontent cluster in Aurangabad, the electronics cluster in Bangalore, the energy efficient construction cluster in Bhiwadi, the green energy cluster in Pune, the retail and e-commerce cluster in Mumbai and the life sciences cluster in Hyderabad. It is desired to involve at least 100 companies during the programme term and across the selected clusters.

- Establishing a basic framework for the implementation of cooperative VET by providing advisory to public and private stakeholders at central, state and local level. Stakeholders are the National Skill Development Corporation, the Directorate General of Training, Sector Skill Councils, State Skill Development Missions, as well as regional and local Business Membership Organisations.

- Enhancing dialogue mechanisms between the Ministry of Skill Development and Entrepreneurship (MSDE), other government entities and the private sector to allow for a common understanding and joint coordination.

- Documenting the experiences of implemented cooperative VET in order to promote replication in other regions and industrial sectors.

- Applying a gender-sensitive approach to systematically consider the needs of both women and men.


Expected Achievements

The programme is expected to achieve the following results:

- Improved vocational skills of graduates:
The vocational skills of graduates who participate in cooperative trainings will improve noticeably. It is expected that the enhanced skill-sets of graduates will correspond better to the requirements of the recruiting enterprises.

- Documented replicable VET-models:
Based on the experiences gained with cooperative, workplace-based VET, replicable models will be documented. The models will outline the processes, procedures and instruments that were used to implement cooperative VET in the six industry clusters. This will allow upscaling of gender-responsive, cooperative VET measures in other regions and sectors.

- Mainstreamed cooperative VET:
The experiences gained during programme implementation will support the MSDE in concretising its strategic and systematic framework that helps to mainstream cooperative VET. The results will also provide evidence-based impetus for policy dialogue and strategy adaptations related to VET, such as the Indian Scheme of Dual System of Training.

- Promoted gender relevant aspects within VET:
The gender-sensitive programme design and implementation will sensitise decision makers to mainstream gender relevant aspects when replicating cooperative VET.

- The programme will contribute to India's goal of preparing 400 million people for the labour market by the year 2022.