Support to Road Authorities in Somalia
Project details
- Project number:2014.2463.9
- Status:Projekt beendet
- Responsible Organisational unit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
- Contact address: Transparency team transparenz@giz.de
- Partner countries: Somalia
Summary
- Objectives:
Capacity of road authorities and drought resilience of Somali citizens is increased.
- Client:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Project partner:
Ministry of Public Works, Housing & Transportation
- Financing organisation:
not available
Volume of commission
- Financial commitment for the actual implementation phase:18 239 004 Euro
Cofinancing
Europäische Union (EU): 13 739 004Euro
Previous project
not available
Follow-on project
- not available
Term
- Entire project:
(including all previous, current and following project implementation phases, if existing) 16.02.2015 - 20.06.2024 - Actual project implementation phase:01.12.2014 - 20.06.2024
other participants
- not available
Further information
- Project websitesnot available
Policy markers
- Gender Equality
Significant (secondary) policy objective
- Democratic and inclusive governance
Significant (secondary) policy objective
CRS code
21010 Transport policy and administrative management
Evaluation
not availableProject description (DE)
Ausgangssituation
Der seit über 20 Jahren andauernde Bürgerkrieg in Somalia hat alle politischen, sozialen und wirtschaftlichen Strukturen umfassend zerrüttet. Der Staat verlor die Fähigkeit, die drei Staatlichkeitsdimensionen, Gewaltmonopole sowie Legitimität und Erbringung staatlicher Grundleistungen zu gewährleisten und gilt seit 1991 als sogenannter gescheiterter Staat.
Die Verkehrsinfrastruktur – von zentraler Bedeutung für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes – ist in Folge des Konfliktes und aufgrund nicht ausreichender Instandhaltungsmaßnahmen in einem sehr schlechten Zustand. Die mangelhafte Straßeninfrastruktur in Somalia verhindert nicht nur die Lieferung von humanitären Hilfsgütern. Sie ist auch ein großes Hemmnis für den Zugang der Bevölkerung zu sozialen Dienstleistungen wie Bildung und Gesundheit sowie die politische Integration der Territorien des Landes.
Handel ist schon immer das Rückgrat der somalischen Wirtschaft, insbesondere der Export von Vieh, rund 3 Millionen Stück pro Jahr. Der Verkehrssektor mit seinen Verbindungen zu den Seehäfen ist ein dynamischer, zentraler Teil dieses Sektors. Er bewegt Menschen und Güter im ganzen Land und ist daher der Grundpfeiler und das Potenzial für das Wirtschaftswachstum. Vorhandene Straßen sollten deshalb besonders gepflegt werden, um den Wirtschaftssektor zu unterstützen und damit das Wachstum und die Entwicklung Somalias und der ganzen Region Ostafrika.
Ziel
Die Straßen Somalia sind angemessen saniert und werden instand gehalten. Die wirtschaftliche Schlüsselstraßeninfrastruktur ist funktionstüchtig.
Vorgehensweise
Das Vorhaben soll dazu beitragen, eine angemessene Sanierung und Instandhaltung des bestehenden Straßennetzwerkes zu gewährleisten. Der Zusammenbruch der wirtschaftlichen Schlüsselstraßeninfrastruktur soll so mittelfristig verhindert werden. Interventionen bei Infrastruktur und Nichtinfrastruktur, vor allem die technische, institutionelle und rechtliche Stärkung der Institutionen im Verkehrssektor, sollen dies ermöglichen.
Das Projekt unterstützt die Regionalregierungen Somalilands und Puntlands bei der Verbesserung der Leistungsfähigkeit im Straßenverkehrssektor. Im Mittelpunkt stehen Sanierung und Instandhaltung des bestehenden Straßennetzes. Staatliche Strukturen werden dabei unterstützt, ein Straßeninstandhaltungsmanagement zu entwickeln. Die Leistungsfähigkeit der Somaliland Roads Development Agency und der Puntland Highway Authority wird gestärkt und die Voraussetzung für eine nachhaltige Verkehrssektorreform geschaffen.
In Süd-/Zentralsomalia sollen zunächst die grundlegenden institutionellen Voraussetzungen erst geschaffen werden, um eine nachhaltige Straßeninstandhaltung zu gewährleisten. Momentan fehlen noch entsprechende fachliche Stellen und Zuständigkeiten.
Das Vorhaben arbeitet mit der nationalen Regierung, Regionalregierungen, Straßenverkehrsbehörden, der Privatwirtschaft und Vertretern der Zivilgesellschaft zusammen. Der kontinuierliche Austausch mit den Partnern ermöglicht ein Höchstmaß an lokaler Eigenverantwortung und politischem Willen, was zur Nachhaltigkeit des Projekts beiträgt.
Die Nutzer der Straßen erhalten durch die Verbesserung der Infrastruktur erhöhten Zugang zu Wirtschaft, Bildung und Gesundheitsvorsorge. Dies betrifft vor allem Bewohner ärmerer Gebiete außerhalb von Marktzentren. Privatwirtschaftliche Betriebe, die auf eine funktionierende Straßeninfrastruktur, etwa zum Gütertransport, angewiesen sind, werden von den Verbesserungen ebenfalls profitieren. Höhere Qualität der Straßeninfrastruktur senkt die Betriebskosten und erweitert die Absatzmärkte.
Das Projekt wird von der Europäischen Union (EU) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.