Verbesserung der Mütter- und Neugeborenenversorgung
Projektdetails
- Projektnummer:2014.2473.8
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2A00 Asien I
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Kambodscha
Zusammenfassung
- Ziele:
Familien mit kleinen Kindern haben einen zunehmenden Nutzen von Gesundheitsdiensten für Mütter und Kinder.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Health
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:5 121 942 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2011.2194.6
Verbesserung der Mutter-Kind-Gesundheit
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 16.08.2012 - 30.04.2019 - Aktuelles Projekt:04.11.2015 - 30.04.2019
Sonstige Beteiligte
- Arge GFA-LSTM
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Hauptziel
- Mutter-Kind-Gesundheit
Hauptziel
CRS-Schlüssel
13020 Förderung reproduktiver Gesundheit
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Trotz bemerkenswerter Verbesserungen der Mutter-Kind-Gesundheit in Kambodscha sind die Mütter- und Neugeborenensterblichkeit sowie der Bedarf an Familienplanung weiterhin hoch. Das Vorhaben begann seine Arbeit im August 2012, um den nationalen Gesundheitsplan und die „Fast Track Initiative" des kambodschanischen Gesundheitsministeriums zur Verbesserung der Notfallversorgung von Neugeborenen zu unterstützen.
Ziel
Qualität und Nutzung der Gesundheitsdienste in den Bereichen Mutter-Kind-Gesundheit und selbstbestimmte Familienplanung, unter Einbeziehung der Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen, ist verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben kombiniert fachliche und technische Beratung mit Prozessbegleitung sowie Beratung zur Organisationsentwicklung. Zur Umsetzung der Beratungsleistungen werden Sachmittel und Infrastruktur finanziert.
Zusammen mit der lokalen Nichtregierungsorganisation RACHA setzt das Consultingunternehmen GFA die Maßnahmen in Provinzen, Distrikten und Gemeinden um. Dazu gehören Coachings durch Ausbildungshebammen, um lokales Gesundheitspersonal in der Notfallversorgung von Müttern und Kindern zu schulen. Zudem werden Ärzte in der Ausführung von Kaiserschnitten fortgebildet. Weitere Bereiche der Zusammenarbeit mit GFA und RACHA sind die Verbesserung des Angebots der Familienplanungsdienste und die positive Beeinflussung von Einstellungen in der Bevölkerung zu Familienplanung und Mütter- und Neugeborengesundheit durch Aufklärungsmaßnahmen.
Um die Inklusion von Menschen mit Behinderung zu stärken, arbeitet das Vorhaben mit Handicap International zusammen. Unter anderem wurden Maßnahmen zur Früherkennung und Rehabilitation von Behinderung bei Kindern erarbeitet. Gesundheitsdienstleister werden in Trainings für die Bedürfnisse und Rechte von Menschen mit Behinderung sensibilisiert. Um die Kommunikation zwischen Ärzten und Gehörlosen oder Hörgeschädigten zu verbessern, entwickelt Handicap International angepasste Kommunikationshilfen. Darüber hinaus entwickelt die Nichtregierungsorganisation Epic Arts im Auftrag des Vorhabens choreografische Darstellungen, um mit Menschen mit Behinderungen über sexuelle und reproduktive Rechte zu kommunizieren und sie zu sensibilisieren.
Wirkungen
Sechs Ausbildungshebammen, unterstützt von drei supervidierenden Ärzten, führen in den Notfallzentren der Zielprovinzen Coachings zu Geburtskomplikationen und lebensrettenden Sofortmaßnahmen durch. Dadurch wird die Qualität der Dienstleistungen verbessert und die Bereitschaft von Frauen, in diesen Gesundheitseinrichtungen zu entbinden, nimmt zu.
Zu Beginn des Vorhabens wurden medizinische Ausrüstungsgegenstände und Verbrauchsgüter in Zusammenarbeit mit UNICEF beschafft. Sie kommen 98 Gesundheitszentren, sechs geburtshilfliche Notfallzentren in Gesundheitszentren, fünf geburtshilflichen Abteilungen in Krankenhäusern sowie den Referenzkrankenhäusern von Kampong Thom, Baray Santuk und Stoung. Sie verbessern Infektionskontrollen, Diagnostik, Schwangerenvorsorge, sichere Entbindungen, geburtshilfliche Notfallversorgung und Notfallversorgung von Neugeborenen. Darüber hinaus wurde durch die Beschaffung von Ambulanzfahrzeugen die Infrastruktur für Notfalltransporte in den vier Zielprovinzen gestärkt.
Um Gesundheitsdienstleister für die Früherkennung und -behandlung von Behinderung zu sensibilisieren, führte Handicap International Trainings mit Mitarbeitern von Gesundheitszentren, Krankenhäusern und lokalen Gesundheitsbehörden durch. Zur Anwendung von Früherkennungs- und Rehabilitationsmaßnahmen bei Behinderungen organisierte Handicap International 42 Health Center Days, bei denen mehr als 18.000 Kinder untersucht wurden. Im Rahmen dieser Aktionstage veranstaltete Epic Arts Theateraufführungen, um insbesondere Menschen mit Behinderungen und ihre Familien über Schwangerschaft aufzuklären. In den Gemeinden und den Gesundheitseinrichtungen wurde so ein größeres Bewusstsein für Fragen sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte von Menschen mit Behinderungen geschaffen.