Ernährungssicherung im Shan State
Projektdetails
- Projektnummer:2015.1800.0
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2A00 Asien I
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Myanmar
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Ernährungssituation der Menschen in ausgewählten Gemeinden hat sich verbessert
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Health and Sports
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:9 692 918 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 14.04.2015 - 30.04.2022 - Aktuelles Projekt:20.04.2015 - 30.04.2022
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Desertifikationsbekämpfung
Signifikantes Nebenziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
12240 Grundlegende Ernährung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Myanmar ist eines der flächenmäßig größten und ärmsten Länder Südostasiens und eines der am wenigsten entwickelten Länder weltweit. 80 Prozent der Bevölkerung leben von der Subsistenzlandwirtschaft und verfügen über weniger als 2 US-Dollar täglich. Jeder sechste Haushalt ist von Ernährungsunsicherheit betroffen. Mehr als ein Drittel aller Kinder in Myanmar sind aufgrund chronischer Mangelernährung wachstums- und entwicklungsgeschädigt. Nach Angaben der Weltbank ist die Kindersterblichkeit mit 47 von 1.000 Lebendgeburten mehr als doppelt so hoch wie im benachbarten Thailand. In den ländlichen Regionen Myanmars sind die Trinkwasserversorgung und die Verfügbarkeit sanitärer Einrichtungen häufig unzureichend. Durchfallerkrankungen stehen an zweiter Stelle der Ursachen für die Sterblichkeit von Kindern in den ersten fünf Lebensjahren.
Ziel
Die Ernährungssituation der Menschen in ausgewählten Gemeinden im östlichen Shan State, insbesondere der Frauen (15-49 Jahre) und deren Kleinkinder (6-23 Monate), hat sich verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben stärkt Fachwissen und Leistungsfähigkeit lokaler Akteure im Bereich Ernährungssicherung. Es arbeitet in drei Handlungsfeldern:
• Verbesserung des Beratungsangebots zu Ernährung und ernährungsrelevanten Basisgesundheitsdienstleistungen
• Diversifizierung des Anbaus von Nahrungspflanzen
• Verbesserung der Einrichtungen und Kenntnisse zu Trinkwasser und Hygienepraktiken
Das Vorhaben unterstützt die politische Priorität der Regierung, die Ernährungssituation der myanmarischen Gesellschaft zu verbessern. Das Vorhaben trägt somit direkt zur Umsetzung des Ziels „Ernährung sichern" der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bei. Insbesondere zum Ziel 2: Ernährung sichern – den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern. Es trägt auch zum Ziel 3 (ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten) und Ziel 6 (Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten).
Partner des Vorhabens sind, außer dem Gesundheitsministerium, die Landwirtschafts-behörde und deren Strukturen auf Bezirks- und Gemeindeebene. Die Management- und Fachkompetenzen für Ernährungssicherung internationaler und lokaler Nichtregierungsorganisationen (NRO) werden gestärkt. Kooperationen bestehen mit der internationalen NRO Malteser für Ernährungsberatung und Stärkung ernährungsrelevanten Basisgesundheitsdienstleistungen. Mit der Welthungerhilfe kooperiert das Vorhaben, um eine ausgewogene Ernährung durch sektorübergreifende Ansätze zu erreichen. Die lokale NRO Mawk Kon führt Aktivitäten zur landwirtschaftlichen Diversifizierung sowie zu Trinkwasserversorgung, sanitärer Grundversorgung und Hygiene (WASH) durch. Mit dem Obst- und Gemüseverband werden privatwirtschaftliche Ansätze in der landwirtschaftlichen Produktion gestärkt.
Die Ansätze kombinieren kurzfristige Hilfsleistungen mit der Grundsteinlegung für eine langfristige, nachhaltige Entwicklung, entsprechend der Strategie der Übergangshilfe des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
WEITERE INFORMATIONEN
Entwicklungsfördernde und strukturbildende Übergangshilfe (ESÜH). Resilienz stärken – Übergänge schaffen
http://www.bmz.de/de/themen/uebergangshilfe/
Projektbeschreibung (EN)
Context
Myanmar is one of the largest countries of South-East Asia, and also one of the poorest. It counts among the world’s least developed countries. Eighty per cent of the people practise subsistence farming and live off less than two US-dollars a day. One in six households is affected by food and nutrition insecurity. More than a third of children in Myanmar are physically and mentally underdeveloped due to chronic malnutrition. According to the World Bank, the child mortality rate of 47 per 1,000 live births is more than twice that of neighbouring Thailand. Drinking water supplies and the availability of sanitary facilities are often inadequate in the rural regions of the country. Diarrhoeal diseases are the second most common cause of mortality in children up to the age of five.
Objective
In selected village communities of eastern Shan State, the food and nutrition situation of people, especially of women (aged 15–49) and their infants (6–23 months), has improved.
Approach
The project is working to strengthen the expertise and performance of local actors in the field of food and nutrition security. It is active in three areas:
• Improvements to advisory services on nutrition and nutrition-relevant basic health services
• Diversification of food crop production
• Improvement of facilities and know-how for drinking water and hygiene practices
The project supports the national government’s priority policy of improving the food and nutrition situation of Myanmar society.
The project contributes directly to achieving the 2030 Agenda for Sustainable Development and SDGs, in particular Goal 2: end hunger, achieve food security and improved nutrition and promote sustainable agriculture. It will also contribute to SDG 3 (health care, particularly mother-and-child) and 6 (clean water and sanitation).
Besides the Ministry of Health and Sports, the project partners include the agricultural departments and their structures at district and local levels. It works to improve managerial and technical skills for food and nutrition security among local and international non-governmental organisations. Moreover, it cooperates with the German organisation Malteser Hilfsdienst in the delivery of nutritional advice and nutrition-relevant basic health services, and with Deutsche Welthungerhilfe in the use of cross-sector approaches to promote balanced nutrition. The local NGO Mawk Kon carries out agricultural diversification activities as well as ‘WASH’ interventions to improve the drinking water supply, basic sanitation and hygiene. Furthermore, the project promotes private-sector approaches in cooperation with the Fruit- and Vegetable Association to increase the agricultural production.
These approaches combine the delivery of short-term assistance with the laying of a foundation for long-term, sustainable development, in line with the German Government’s strategy on transitional development assistance.
FURTHER INFORMATION
Transitional development assistance. Enhancing resilience – building connectedness
http://www.bmz.de/en/what_we_do/issues/transitional-development-assistance/index.html