Food and nutrition security of the vulnerable population in the Tillabéri Region

Project details

  • Project number:2015.1801.8
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: 1100 Westafrika 1 und Zentralafrika
  • Contact address: Transparency team 
  • Partner countries: Niger

Summary

  • Objectives:

    The food and nutrition security of households affected by food insecurity and particularly vulnerable persons in selected communities in the region of Tilaberi has improved quantitatively and qualitatively.

  • Client:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Project partner:

    Ministère du Plan, de l'Amenagement du Territoire et du Développement Communautaire

  • Financing organisation:

    not available

 

Volume of commission

  • Financial commitment for the actual implementation phase:4 977 306 Euro

Cofinancing

  • not available

 

Previous project

  • not available

Follow-on project

  • not available

 

Term

  • Entire project:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    09.04.2015 - 16.05.2018
  • Actual project implementation phase:01.05.2015 - 16.05.2018

other participants

  • not available

 

Further information

  • Project websitesnot available

 

Policy markers

  • Gender Equality

    Significant (secondary) policy objective

CRS code

    52010 Food assistance

Evaluation

not available

 

Project description (DE)

Ausgangssituation
Trotz einer vorwiegend agrarischen Wirtschaftsstruktur bleibt die Basis der Ernährungssicherung in Niger schwach. Die klimatischen Veränderungen, wie zunehmender Wassermangel, voranschreitende Desertifikation, Bodenerosion und sich häufig wiederholende Dürre- und Überschwemmungskatastrophen, erschweren landwirtschaftliche Tätigkeiten und führen zu schweren Versorgungskrisen. Aufgrund der chronischen und immer wieder für lange Zeiträume auftretenden akuten Unterernährung ist der Gesundheitszustand der Bevölkerung schlecht.

Die Region Tillabéri gehört zu den Regionen, die am stärksten unter Ernährungsunsicherheit leiden. Frauen und Kleinkinder sind besonders betroffen. Durch ungenügende Ernährung sind Frauen während Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit einem hohen Risiko ausgesetzt. Frühkindliche Unterernährung, vor allem bis zum zweiten Lebensjahr, führt in der Regel zu irreparablen mentalen und physischen Entwicklungsbeeinträchtigungen und erhöhter Sterblichkeit. Derzeit ist der Großteil der Bevölkerung nicht in der Lage, seine Ernährung selbstständig zu sichern sowie die chronische und akute Unterernährung von Kindern zu reduzieren. Auch der Zugang zu Diensten und Beratung in der Land- und Viehwirtschaft sowie in der Gesundheits- und Trinkwasserversorgung ist nicht ganzjährig gesichert.


Ziel
Die Ernährungssituation in Haushalten ernährungsgefährdeter Menschen hat sich verbessert, insbesondere für Frauen im reproduktiven Alter.


Vorgehensweise
Das Vorhaben greift Lernerfahrungen und wirkungsvolle, innovative Ansätze des Vorgängerprojekts auf. Es fördert vor allem die Sektoren Gesundheit, Land- und Viehwirtschaft und zehn Partnergemeinden und deren Gesundheitsdistrikten.

Staatliche und nichtstaatliche Dienste und Akteure des Gesundheitssystems werden zur Vorbeugung und Behandlung von Unter- und Mangelernährung gestärkt. Das Vorhaben baut daneben insbesondere auf den erfolgreich entwickelten Ansatz dörflicher Selbsthilfe-Frauengruppen.

Angepasste Produktionssysteme in der Land- und Viehwirtschaft werden gefördert, um Erträge und Vielfalt der in den Dörfern produzierten Nahrungsmittel zu erhöhen. Begleitend unterstützt das Vorhaben nichtlandwirtschaftliche einkommensschaffende Maßnahmen, um die verfügbaren Einkommen und damit den Zugang zu Nahrungsmitteln zu verbessern.

Das Vorhaben verbindet Transferleistungen mit strukturfördernden Maßnahmen und Fortbildungen. Ernährungsfragen sollen auf diese Weise zukünftig in der kommunalen Entwicklungsplanung stärker berücksichtigt werden.

Das Projekt arbeitet mit der Deutschen Welthungerhilfe e. V. zusammen, mit der auch ein Zuschussvertrag abgeschlossen wurde. Die jeweiligen Regionalerfahrungen ergänzen sich und können wirkungsvoller umgesetzt werden.


Wirkungen
Schon im ersten Projektjahr zeigen sich erste positive Wirkungen.

Gesundheit. Die Gesundheitsstationen der Projektregion wurden technisch überprüft und bei Renovierung und Ausstattung unterstützt. Das Gesundheitspersonal und lokale Entscheidungsträger wurden für die Prävention von Unter- und Mangelernährung sensibilisiert und fachlich fortgebildet.

Durch regelmäßige Schulungen zu Ernährungs- und Hygienethemen können die derzeit 27 neu eingesetzten dörflichen Selbsthilfe-Frauengruppen leichten Formen von Unterernährung vorbeugen oder diese therapieren. Darüber hinaus tragen sie das Wissen als Multiplikatorinnen in ihre Dorfgemeinschaften.

Land- und Viehwirtschaft. Mehr als 4.000 Haushalte wurden mit Informations- und Fortbildungsmaßnahmen zu verbesserten Kulturtechniken in der Landwirtschaft erreicht.

In 21 Dörfern wurden für die kommende Regenzeit Demonstrationsflächen für ertragsreicheres Saatgut und verbesserte Anbautechniken vorbereitet. Gleichzeitig werden in diesen Dörfern jeweils 20 gefährdete Haushalte mit Saatgut unterstützt. Die Maßnahmen sollen die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln wie Hirse und Bohnen verbessern. Durch die Förderung des Gemüseanbaus in 20 Dörfern konnte sowohl größere Vielfalt der Nahrungsmittel in den Haushalten erreicht als auch zum Einkommen beigetragen werden.

Mehr als 100 Frauen aus von Ernährungsunsicherheit bedrohten Haushalten halten inzwischen Ziegen einer besonders resistenten und ertragreichen Rasse. Mit der gewonnenen Milch können sie die Ernährung ihrer Kinder wertvoll ergänzen. Nach dem ersten Wurf werden die Jungtiere gemäß eines Solidaritätsprinzips weitergegeben, sodass zukünftig weitere gefährdete Haushalte in den jeweiligen Dörfern davon profitieren werden.

In allen Partnerdörfern organisieren sich zurzeit Frauengruppen, die zusätzliche einkommensschaffende Tätigkeiten aufnehmen wollen. So werden sie durch Missernten zukünftig weniger gefährdet sein. Außerdem können sie nicht selbst produzierte Nahrungsmittel sowie Gesundheitsdienstleistungen erwerben. 

 

Project description (EN)

Context
The basis for food security in the Niger is fragile although it is primarily an agrarian economy. Climate changes resulting in increasing water shortages, ongoing desertification, soil erosion, and frequent drought and flooding disasters play havoc with agricultural activities, and lead to severe supply crises. The health of the population is poor due to chronic and recurrent acute undernourishment for extended periods.

Tillabéri is among the regions that suffers most from food insecurity. Women and young children are particularly affected. Due to a lack of food, women are exposed to high risks during pregnancy and childbirth, and while breastfeeding. Early childhood undernourishment, especially in the first two years of a child’s life, usually leads to irreparable impairment of mental and physical development and a higher mortality rate. Most of the population is currently unable to independently meet its food needs and to reduce the chronic and acute undernourishment of children. Furthermore, the people lack secure access throughout the year to agricultural and livestock services and advisory support, to health services and drinking water.


Objective
Food security has improved for households with vulnerable individuals, particularly women of reproductive age.


Approach
The project draws on the lessons learned and the effective and innovative approaches of the predecessor project. In particular, it promotes the health, agriculture and livestock sectors as well as ten partner communities and their health districts.

Governmental and non-governmental services and actors in the health sector are receiving support in their work to prevent and treat both undernutrition and malnutrition. In addition, the project builds in particular on the successfully developed approach involving women’s self-help groups at village level.

Appropriate crop and livestock production systems are being promoted in order to improve the yields and diversity of foodstuffs produced in the villages. The project also encourages non-farm income-generating activities with a view to increasing disposable income and therefore access to food.

The project combines transfer services with structural development measures and training activities. The aim is to ensure that greater attention is paid in future to nutritional issues in municipal development plans.

The project is cooperating with Welthungerhilfe, with which it has also entered into a subsidy agreement. The regional experiences gained by each act in a complementary manner, and can result in more effective implementation.


Results
Initial positive results have already become evident during the first year of the project.

Health. A technical assessment of health stations within the project region was completed and assistance was provided for renovations and equipment. Awareness-raising and continuing professional training was carried out for health care workers and local decision-makers on preventing undernutrition and malnutrition.

Thanks to regular training activities on nutrition and hygiene issues, the 27 local women’s self-help groups that have been established so far can prevent or treat mild cases of undernutrition. In addition, they act as multipliers of this knowledge within their village communities.

Crop and livestock farming. More than 4,000 households have been reached through information and training measures on improving agricultural practices.

Demonstration plots for higher yield seeds and improved cultivation techniques have been prepared in 21 villages ahead of the rainy season. At the same time, 20 vulnerable households in each village are receiving support in the form of seeds. These activities are designed to improve the availability of foodstuffs such as millet and beans. By promoting vegetable growing in 20 villages, greater nutritional diversity was achieved in the households while simultaneously supplementing incomes.

More than 100 women from food insecure households now keep goats of a particularly resistant and productive breed. The milk produced is a valuable supplement to their children’s nutrition. In accordance with the principles of solidarity, the first litter of young goats are given to other community members so that additional vulnerable households in the respective villages will also benefit in the future.

Women’s groups aiming to engage in additional income-generating activities are currently being established in all of the partner villages. As a result, they will be more resilient in the event of crop failures and will be able to purchase foodstuffs that they do not produce themselves as well as health care services.