SV Entwicklungsorientierte Handelspolitik, Handels- und Investitionsförderung
Projektdetails
- Projektnummer:2015.2023.8
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G120 Nachhaltige Wirtschentw, Digitalisierung
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Überreg. Welt
Zusammenfassung
- Ziele:
Ansätze und Themen der Handelspolitik, Handels- und Investitionsförderung sind in Vorhaben relevanter Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit verankert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:3 429 587 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2012.2479.9
Handelspolitik, Handels- und Investitionsförderung
Nachfolger-Projekt
2017.2038.2
Handel und Investitionen für nachhaltige Entwicklung
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 06.12.2001 - 31.07.2026 - Aktuelles Projekt:18.03.2015 - 22.10.2018
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Signifikantes Nebenziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
33110 Handelspolitik und -verwaltung
Projektbeschreibung (DE)
Projektkurzbeschreibung: SV Entwicklungsorientierte Handelspolitik, Handels- und Investitionsförderung
Ausgangssituation:
Die Teilhabe an regionalem und globalem Handel ist für Entwicklungsländer eine wichtige Voraussetzung, um Armut nachhaltig verringern zu können. Der Anteil der am wenigsten entwickelten Länder am Welthandel ist jedoch mit rund einem Prozent nach wie vor sehr gering.
Damit Entwicklungsländer die Vorteile von grenzüberschreitendem Handel besser nutzen können, ist es wichtig, dass Handelsabkommen – unabhängig davon, ob sie im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) oder anderweitig verhandelt werden – so gestaltet werden, dass sie Entwicklung fördern. Die Handelspolitik der Industrieländer berücksichtigt die Belange von Entwicklungsländern jedoch häufig noch nicht ausreichend.
Darüber hinaus müssen in den Entwicklungsländern selbst Rahmenbedingungen geschaffen werden, die handelsförderlich sind und eine breite Teilhabe am Handel ermöglichen. Entscheidungsträger verfügen oft nicht über das erforderliche Know-how, um sich effektiv für entsprechende Reformen einzusetzen.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und deutsche Dienstleister für internationale Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung wie die GIZ sind daher gefordert, Entwicklungsländer darin zu unterstützen, Handelspotenziale besser nutzen zu können.
Ziel
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie deutsche Dienstleister für internationale Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung berücksichtigen entwicklungsorientierte Handelspolitik stärker bei der Gestaltung ihres Portfolios und des Politikfeldes – vor allem in internationalen Prozessen.
Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt das BMZ fachlich und personell dabei, entscheidende Aspekte entwicklungsorientierter Handelspolitik bei der Gestaltung ihrer Maßnahmen stärker zu berücksichtigen und in internationale Prozesse einzubringen. Es arbeitet in zwei Handlungsfeldern:
1. Weiterentwicklung des Politikfeldes. Sowohl handelsbezogene Entwicklungspolitik als auch entwicklungsrelevante Aspekte von Handelspolitik spielen hier eine Rolle. Die Arbeit konzentriert sich zurzeit auf die Themenschwerpunkte Handel und die Agenda 2030, Handel im Zusammenhang mit G20, Aid for Trade, WTO, Handelserleichterungen, regionale wirtschaftliche Integration, geistige Eigentumsrechte und Zugang zu Medikamenten, Technologietransfer, digitaler Handel, Qualitätsinfrastruktur. Das Vorhaben erarbeitet Konzepte, Strategien und Positionen für das BMZ. Anhand von Studien entwickelt es zudem neue Ansätze zur entwicklungsorientierten Gestaltung von Handel. Sie werden in Projekten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) getestet und in die nationale und internationale Diskussion eingebracht.
2. Beratung von EZ-Projekten im Sinne des Aid-for-Trade-Konzepts. Die Aid-for-Trade-Initiative wurde auf der Ministerkonferenz der WTO 2005 gegründet. Sie unterstützt Entwicklungsländer dabei, sich besser in den regionalen und internationalen Handel zu integrieren, indem sie zusätzliche finanzielle Ressourcen zur Unterstützung mobilisiert und ein stärkeres Bewusstsein für die Bedeutung von Handelsförderung für nachhaltige Entwicklung schafft. Das BMZ hat dazu ein Konzept entwickelt, das als Grundlage für die deutsche Entwicklungspolitik im Bereich Handel dient. Das Vorhaben bereitet Praxiserfahrungen der deutschen EZ dazu auf und greift Impulse aus maßgeblichen internationalen Diskussionen auf. Durch Beratungen, Schulungen und andere Instrumente werden sie für EZ-Projekte nutzbar gemacht.
Wirkungen
Das BMZ hat sich mit Unterstützung des Vorhabens in mehreren internationalen Prozessen und Diskussionen erfolgreich eingebracht: zum Beispiel bei der Umsetzung des WTO-Abkommens über Handelserleichterungen, bei weiteren Verhandlungen der Doha-Agenda und des Dienstleistungsabkommens (TiSA) sowie bei der Verlängerung des Übereinkommens über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums (TRIPS) für am wenigsten entwickelten Länder.
Mit deutschen EZ-Projekten wurden innovative Ansätze zu verschiedenen Handelsthemen getestet und verbreitet. So hat das Sektorvorhaben an der Konzeption zweier Vorhaben mitgewirkt, die Entwicklungsländer bei der Umsetzung des WTO-Abkommens zu Handelserleichterungen unterstützen.
Die vielfältige Arbeit des Vorhabens trägt dazu bei, dass Partnerländer Handelspotenziale besser für ihre wirtschaftliche und soziale Entwicklung nutzen können.
Projektbeschreibung (EN)
Background
For developing countries, participating in regional and global trade is crucial to their efforts to reduce poverty sustainably. However, at around one per cent, the least developed countries’ share of global trade remains very low.
If developing countries are to make better use of the advantages of cross-border trade, trade agreements need to be designed to promote development, regardless of whether they are negotiated under World Trade Organization (WTO) auspices or in other fora. However, in many cases, the industrialised nations’ trade policies do not yet adequately reflect the interests of developing countries.
Conditions also need to be created within the developing countries themselves to promote commerce and facilitate wide-ranging participation in trade. Decision-makers frequently lack the necessary know-how to campaign effectively for necessary reforms.
The role of Germany’s Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) and German service providers in the area of international cooperation and sustainable development, including GIZ, is therefore to support developing countries in making better use of the potential for trade.
Objective
The German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) and German service providers in the area of international cooperation and sustainable development take greater account of development oriented trade policy when designing their portfolios and shaping the relevant policy area, particularly as part of international processes.
Approach
The project provides BMZ with technical and human resources support to take greater account of key aspects of development oriented trade policy in its measures and its input to international processes. It operates in two areas of activity:
1. Further development of the policy area. Trade-related development policy and aspects of trade policy relevant to development both play a part here. Work is currently focusing on the priority areas of trade and the 2030 Agenda, trade and the G20, Aid for Trade, the WTO, trade facilitation, regional economic integration, intellectual property rights and access to drugs, technology transfer, digital trade, and quality infrastructure. The project develops concepts, strategies and positions for BMZ. On the basis of research, it also develops new approaches for creating development oriented trade structures. These are trialled in German development cooperation (DC) projects and fed into national and international debates.
2. Advising DC projects as part of the Aid for Trade concept. The Aid for Trade initiative was launched at the 2005 WTO Ministerial Conference. It supports developing countries in improving their integration in regional and international trade by mobilising additional financial resources and creating greater awareness of the importance of trade promotion for sustainable development. For this purpose, BMZ has developed a concept that serves as the basis for German development policy in the area of trade. The project processes the practical experience gathered in German development cooperation work and takes up new ideas emerging from relevant international debate, passing these on to DC projects through advisory services, training and other instruments.
Results
With support from the project, BMZ has been successful in influencing in a number of international processes and debates. These include implementation of the WTO Trade Facilitation Agreement, ongoing negotiations on the Doha Agenda and the Trade in Services Agreement (TiSA), and extension of the Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights (TRIPS) for the least developed countries.
German development cooperation projects have trialled and disseminated innovative approaches to a range of trade issues. For example, the sector project has helped to design two projects to support developing countries in implementing the WTO Trade Facilitation Agreement.
The wide-ranging work of the project is helping to ensure that partner countries can make better use of the potential for trade to promote their economic and social development.