Programme Reform of Vocational Training
Project details
- Project number:2015.2052.7
- Status:Projekt beendet
- Responsible Organisational unit: 2A00 Asien I
- Contact address: Transparency team transparenz@giz.de
- Partner countries: Viet Nam
Summary
- Objectives:
The technical and vocational education and training (TVET) offer is reflecting the needs of green economy.
- Client:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Project partner:
Ministry of Labour Invalids and Social Affairs
- Financing organisation:
not available
Volume of commission
- Financial commitment for the actual implementation phase:16 217 500 Euro
Cofinancing
not available
Previous project
2013.2209.8
Programm Reform der Berufsbildung
Follow-on project
2017.2058.0
Programm Reform der Berufsbildung in Vietnam II
Term
- Entire project:
(including all previous, current and following project implementation phases, if existing) 06.04.2006 - 28.02.2027 - Actual project implementation phase:01.04.2017 - 03.09.2020
other participants
- Arge GOPA-PLANCO
- Arge GOPA-Planco Consulting
Further information
- Project websitesnot available
Policy markers
- Gender Equality
Significant (secondary) policy objective
CRS code
11330 Vocational training
Evaluation
not availableProject description (DE)
Ausgangssituation
Die Wirtschaft Vietnams hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine beeindruckende Entwicklung erlebt. Jährliche Wachstumsraten von 7 Prozent haben eine wirtschaftliche Dynamik angestoßen, mit der sich Vietnam von einem der ärmsten Staaten der Welt zu einem Land mit mittlerem Einkommen im unteren Bereich entwickeln konnte. Heute ist dieser Erfolg jedoch durch einen steigenden Ressourcenverbrauch, Umweltverschmutzung und einen erheblichen Mangel an ausgebildeten Arbeitskräften – diese machen nur rund 22 Prozent der Erwerbsbevölkerung aus – in Gefahr. Das vietnamesische Berufsbildungssystem und die Kompetenzen und Fähigkeiten von Berufseinsteigern werden den wirtschaftlichen Erfordernissen derzeit noch nicht gerecht. Gründe dafür sind ein unzureichender Austausch zwischen Berufsbildungsinstituten und Unternehmen sowie überholte und wenig praxisrelevante Ausbildungsgänge. Im Gegensatz zum Studium an einer Hochschule sind Berufsausbildungen bei Heranwachsenden und Eltern daher nicht sehr beliebt.
Ziel
Die Berufsbildung in Vietnam ist besser auf eine ökologisch nachhaltige Wirtschaftsentwicklung ausgelegt.
Vorgehensweise
Das Programm „Reform der Berufsbildung in Vietnam" sieht eine Zusammenarbeit mit dem Direktorat für Berufsbildung (DVET) des Ministeriums für Arbeit, Invalide und Soziales (MoLISA) vor, um das Berufsbildungssystem institutionell und rechtlich zu reformieren. Die Bildungsangebote sollen qualitativ verbessert und bedarfsorientierter gestaltet werden; zudem ist die Einrichtung von Kompetenzzentren geplant. Das Programm verfolgt dabei einen mehrstufigen Ansatz: Ausgewählte Berufsbildungsinstitute testen verschiedene Reformmaßnahmen, und die dabei gewonnenen Erfahrungen fließen in die Umgestaltung des Berufsbildungssystems ein. Gleichzeitig erhält das DVET Unterstützung in politischen Fragen, etwa bei der Ausarbeitung von Gesetzen und Vorschriften, durch die optimale Rahmenbedingungen für eine Kooperation mit der Privatwirtschaft geschaffen werden. Dabei geht es zum Beispiel um die Qualifizierung und Zertifizierung von innerbetrieblichen Ausbildern, die Gestaltung des Berufsbildungssystems nach ökologischen Maßstäben, die Entwicklung der Berufsbildungsinstitute sowie die Qualitätssicherung.
Die Zusammenarbeit im Rahmen des Programms umfasst zwölf vietnamesische Berufsbildungsinstitute, deren technische Ausstattung durch Mittel der KfW Entwicklungsbank modernisiert wurde. Internationale Sachverständige beraten das Führungs- und Lehrpersonal bei technischen und organisatorischen Fragen. Zudem werden die Einrichtungen bei der Verbesserung der Qualität ihrer Angebote begleitet. Ein weiteres Ziel sind Kooperationen mit der Privatwirtschaft, damit praxisorientierte Ausbildungsgänge entwickelt, das innerbetriebliche Ausbildungs- und Prüfungspersonal qualifiziert, die strukturelle Ausbildung in Betrieben eingeführt und verbessert sowie an den Instituten Wirtschaftsbeiräte eingerichtet werden können. Das Programm trägt außerdem zur Entstehung, Entwicklung und Integration von ökologisch nachhaltigen Ansätzen in der Berufsbildung bei.
Die Schaffung von Kompetenzzentren – das sind Berufsbildungsinstitute, die sich durch eine besonders hohe Qualität und Nachfrageorientierung ihres Ausbildungsangebots auszeichnen – entspricht in den Fächern Mechanik, Mechatronik, Elektrotechnik und Abwasseraufbereitung internationalen Standards. Die Kompetenzzentren übernehmen innerhalb des Berufsbildungssystems einige Sonderfunktionen, etwa die Weiterbildung von Lehr- und Führungspersonal anderer Berufsbildungsinstitute oder von Vertretern der Wirtschaft. Im Rahmen von Öffentlich-Privaten-Partnerschaften (ÖPP) mit weltweit führenden Unternehmen werden Themen wie Digitalisierung und Industrie 4.0 bearbeitet.
Um die Öffentlichkeit für die Berufsbildung zu sensibilisieren, setzen die Beteiligten auf eine gendersensible Außenkommunikation. Die Berufsbildungsinstitute organisieren Tage der offenen Tür und Schnuppertage für Mädchen und Jungen, zudem bieten sie Frauen und Menschen mit Behinderung Stipendien für technische Ausbildungsmaßnahmen an. Außerdem werden Leistungsvergleiche sowie die Teilnahme Vietnams am internationalen Berufswettbewerb WorldSkills unterstützt.
Wirkungen
Über 160 geschulte Fachleute und Führungskräfte des Berufsbildungsdirektorats (DVET) und des Arbeitsministeriums (MoLISA) nutzen ihr dazugewonnenes Wissen, um einen Rechtsrahmen für die Reform des Berufsbildungssystems auszuarbeiten.
123 Lehrkräfte aus den geförderten Kompetenzzentren wurden in theoretischen, praktischen und pädagogischen Fragen weitergebildet und haben eine höhere Beurteilungskompetenz erworben.
Die verbesserten Ausbildungsprogramme an den geförderten Berufsbildungsinstituten kommen jedes Jahr 22.000 neuen Auszubildenden zugute, von denen mehr als 80 Prozent innerhalb von sechs Monaten nach Ausbildungsabschluss in ihrem erlernten Beruf einen Arbeitsplatz mit einem stabilen und angemessenen Einkommen gefunden haben.
Project description (EN)
Context
Viet Nam’s economy has developed rapidly in the past two decades. Annual growth rates of 7 per cent have led to dynamic economic development which is reflected in Viet Nam’s transformation from one of the world’s poorest nations to a lower middle income country. This achievement is being put at risk by the increasing consumption of resources, environmental pollution and a significant shortage of skilled labour, estimated at just 22 per cent of the national workforce. The Vietnamese TVET system and competencies and skills of graduates do not yet fulfil the requirements of the industry. This is caused by a lack of cooperation between TVET institutes and the business sector, outdated training programmes and insufficient practice-oriented training, leading to the weak image of vocational training. Therefore, many young people and their parents prefer university studies over TVET.
Objective
Technical and vocational education and training to support a sustainable green economic development of Viet Nam is improved.
Approach
The programme "Reform of TVET in Viet Nam" cooperates with the Directorate of Vocational Education and Training (DVET) under the Ministry of Labour - Invalids and Social Affairs (MoLISA) in the institutional and legal TVET reform process, to improve the quality and demand-orientation of training offers and the development of Centres of Excellence (CoEs). The programme follows a multi-level approach: reform initiatives are piloted at TVET institutes and experiences and lessons learnt are integrated into the TVET system. Policy advice includes support for DVET on the development of the legal framework and regulations concerning cooperation with the business sector, for instance, in the qualification and certification of in-company trainers, greening vocational training, the development of TVET institutes, and quality assurance.
The programme cooperates with twelve TVET institutes that have received modern technical equipment through German Financial Cooperation (FC). International technical experts advise Vietnamese teachers and managers of the TVET institutes on technical and organisational issues. The institutes are being strengthened in their efforts to improve the quality of their services. Cooperation with the business sector is promoted in the development of demand-oriented training programmes, qualifying in-company trainers and examiners, introducing and improving structured in-company training, and in establishing industry boards at the TVET institutes. Furthermore, the programme supports the development, improvement and integration of green elements in vocational training.
The support for CoEs - TVET institutes providing high-quality, demand-oriented training - is based on international standards in the fields of mechanics, mechatronics, electrotechnics and wastewater treatment. The CoEs take over additional functions in the TVET system, such as further training for teachers and managers from other TVET institutes as well as for the business sector. Topics such as digitalisation and Industry 4.0 are addressed via Public Private Partnerships (PPP) with world leading companies.
Gender-sensitive communication activities are implemented to raise public awareness about TVET. Open Days, Girls’ and Boys’ days are organised at TVET institutes and scholarships for women and people with disabilities in technical trades are being provided. Skills competitions and Viet Nam’s participation in the WorldSkills competition are supported.
Results
More than 160 trained experts and managers from DVET and MoLISA are applying their newly acquired competencies to reform the TVET system and to develop the legal framework
123 TVET teachers from supported CoEs have received further training, improving their theoretical knowledge, as well as their practical, pedagogical, and assessment skills
Every year 22,000 new trainees benefit from improved training programmes at supported TVET institutes, more than 80 per cent of them found jobs related to their training with stable and decent incomes six months after graduation