Unterstützung der Dezentralisierungsreform (UDU)
Projektdetails
- Projektnummer:2015.2072.5
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3900 Deutschland, Europa, Südkaukasus
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Ukraine
Zusammenfassung
- Ziele:
Akteure auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene nehmen die ihnen im Rahmen des Dezentralisierungsprozesses und der Regionalpolitik zukommenden Aufgaben und Verantwortlichkeiten effektiver wahr.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerium für die Entwicklung von Gemeinden und Territorien der Ukraine
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:63 515 489 Euro
Kombifinanzierung
Europäische Union (EU): 56 905 110Euro
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2019.2186.5
Unterstützung der Dezentralisierungsreform in der Ukraine (UDU U-LEAD with Europe. Phase II)
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 26.10.2015 - 30.04.2025 - Aktuelles Projekt:26.10.2015 - 06.04.2021
Sonstige Beteiligte
- ARGE GOPA-ICPS
- INTEGRATION
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
15112 Dezentralisierung und Förderung subnationaler Gebietskörperschaften
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Dezentralisierung und Regionalentwicklung haben seit Anfang 2014 für die ukrainische Regierung Priorität. Die Bemühungen auf nationaler Ebene führten dazu, dass wichtige Gesetze und Umsetzungsleitlinien verabschiedet wurden und weitere in Vorbereitung sind. So wurden die Haushalts- und Steuergesetze angepasst, damit die Kommunen mehr Eigeneinnahmen generieren können und das kommunale Finanzwesen unterstützt wird.
Die Dezentralisierungsreform wird zurzeit noch nicht nachhaltig umgesetzt. Die staatlichen Akteure verfügen national, regional und lokal noch nicht über alle notwendigen Kompetenzen und die finanziellen Ressourcen, um ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten effektiv wahrzunehmen. Das für die Umsetzung der Dezentralisierungsreform zuständige Ministerium für Regionalentwicklung, Bau-, Wohn und Kommunalwirtschaft (MinRegion) wird dabei unterstützt, den Reformprozess besser zu koordinieren sowie Ziele und Nutzen der Reform wirkungsvoll zu kommunizieren.
Ziel
Staatliche Institutionen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene nehmen ihre Aufgaben im Dezentralisierungsprozess effektiver wahr. Dies beinhaltet horizontale und vertikale Koordination sowie die Unterstützung der Dezentralisierung im Gesundheits- und Bildungsbereich und Reformkommunikation.
Vorgehensweise
Neben der Finanzierung durch Deutschland und der Europäischen Union (EU) sind auch die EU-Mitgliedstaaten Dänemark, Estland, Polen und Schweden am Gesamtprogramm beteiligt. Es bietet Trainings- und Beratungsleistungen und baut damit national, regional und lokal Kommunikations-, Fach- und Koordinationskompetenzen aus. Zugleich unterstützt es Leistungsfähigkeit und Kompetenzen von Gemeindeverwaltungen und fördert eine transparente Haushaltsführung.
Das Programm arbeitet in allen 24 Verwaltungsbezirken der Ukraine einschließlich der Oblaste Donetsk und Luhansk. Die regionalen Programmbüros unterstützen die Gemeinden mit Fachwissen in den Bereichen Regionalentwicklung, Dezentralisierung, Lokalfinanzen, Kommunikation, städtische Dienstleistungen, Raumplanung und Rechtsfragen.
Die ukrainischen Kommunen und kommunalen Entscheidungsträger*innen werden über verschiedene Beratungsangebote (zum Beispiel Expertenberatung, Trainings, Workshops, Studienreisen, Austauschforen) als Dienstleister für die Menschen in der Ukraine gefördert. Darüber hinaus werden der Austausch zwischen den Ebenen und die Einbindung von Zivilgesellschaft und Bürger*innen in den Reformprozess gefördert.
Wirkung
Auf nationaler Ebene hat die Unterstützung des Vorhabens zu einer Verbesserung der Steuerungsfähigkeit von MinRegion hinsichtlich der Dezentralisierungs- und Regionalentwicklungsreformen geführt. Das Programm unterstützt und begleitet zudem die monatlichen Einsätze des Sondergesandten der deutschen Bundesregierung, Professor Georg Milbradt. Dieser hat im Zuge von über hundert Treffen und Gesprächen mit relevanten ukrainischen Interessenvertreter*innen eine Liste von Gesetzen für die Reformen ausgearbeitet, welche nun die Diskussion in den einzelnen Bereich fokussiert.
Mit Unterstützung des Programms fanden bis Mitte 2019 über 18.500 Trainings, Workshops, Konferenzen und Vor-Ort-Konsultationen in der gesamten Ukraine statt. Sie erreichten etwa 245.000 Teilnehmer*innen, darunter mehr als die Hälfte Frauen. 80 Prozent dieser Trainingsteilnehmer*innen konnten ein konkretes Beispiel nennen, wie das neu erworbene Wissen zu einer besseren Erfüllung ihrer Aufgaben beigetragen hat. Diese Beispiele reichen von der Anwendung neuer Instrumente und einer verbesserten Kommunikation innerhalb der Kommunen bis zu einer Verbesserung der Kundenorientierung in der Aufgabenerfüllung.
Das Programm organisierte bis Mitte 2019 über 200 Dialogveranstaltungen mit der Zivilgesellschaft und zahlreiche Medientrainings; Radio- und TV Programme wurden entwickelt und in Zusammenarbeit mit öffentlichen Medienorganisationen gesendet.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Decentralisation and regional development have been priorities for the government of Ukraine since early 2014. Efforts at the national level have led to the adoption of important laws and implementing guidelines, with more in the pipeline. Budget and tax legislation, for instance, have been adapted to enable local authorities to mobilise more domestic revenue and to strengthen municipal financial systems.
At present, implementation of the decentralisation reform is not yet sustainable. State actors at national, regional and local levels still do not have all of the necessary skills and financial resources to carry out their duties and responsibilities effectively. The Ministry of Regional Development, Construction, Housing and Communal Services (MinRegion), which is responsible for implementing the decentralisation reform, is given support in order to improve coordination of the reform process and to effectively communicate the objectives and benefits of the reform.
Objective
State institutions at national, regional and local levels perform their duties in the decentralisation process more effectively. This includes vertical and horizontal coordination throughout Ukraine, as well as support to decentralisation in the health and education sectors and to reform communication.
Approach
In addition to funding from Germany and the European Union, EU member states Denmark, Estonia, Poland and Sweden have also been involved in the overall programme It offer training and advisory services. This contributes to the development of national, regional and local capacities in the areas of communication, professionalisation and coordination. At the same time, it supports the capacity and efficiency of local government bodies and promotes transparency in budget management.
The programme operates in all of the country’s 24 oblasts, including the Donetsk and Luhansk Oblasts. The programme’s regional offices support local authorities by providing expertise in the areas of regional development, decentralisation, local finances, communication, municipal services, land use planning and legal affairs.
A range of different advisory services such as consultation from experts, training courses, workshops, study trips, and discussion forums help Ukrainian communities and local decisionmakers in terms of delivering services to the country’s citizens. The programme also encourages exchange across administrative levels as well as the involvement of civil society and citizens in the reform process.
Results
At the national level, the support of the programme has improved the steering capacities of MinRegion within the framework of the decentralisation and regional development reforms. The programme also lends its backing to the efforts undertaken on a monthly basis by the Special Envoy of the German Government, Professor Georg Milbradt. Having attended over a hundred meetings and talks with all relevant Ukrainian stakeholders, he has drafted a list of laws for the reforms, helping to bring broader discussions of the decentralisation reform to focus on specific priority areas.
With the support of the programme, more than 18,500 training sessions, workshops, conferences and on-site consultations have been held throughout Ukraine by mid 2019. These measures have reached around 245,000 participants, more than half of whom were women. Of those who attended training sessions, 80 per cent were able to give a specific example of how their newly acquired knowledge had helped them to perform their duties better. These examples range from the use of new tools and improved communication within the municipalities to fulfilling tasks in a more citizen-oriented manner.
The programme has organised over 200 dialogue events with civil society and numerous media training sessions. Radio and television programmes have been produced and broadcast in cooperation with public media organisations.