Förderung von netzgebundenen erneuerbaren Energien mit Schwerpunkt auf Windenergie

Projektdetails

  • Projektnummer:2015.2079.0
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Kenia

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Voraussetzungen für eine systemdienliche und kosteneffiziente Integration variabler erneuerbarer Energien ins Stromnetz sind verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Energy and Petroleum

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:5 000 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    24.07.2015 - 03.01.2024
  • Aktuelles Projekt:01.01.2019 - 03.01.2024

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    23210 Energieerzeugung, erneuerbare Quellen – verschiedene Technologien

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Förderung von netzgebundenen erneuerbaren Energien mit Schwerpunkt auf Windenergie

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung von netzgebundenen erneuerbaren Energien mit Schwerpunkt auf Windenergie
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Kenia
Politischer Träger: Energieministerium; Regulierungsbehörde für Energie und Mineralöl (Energy & Petroleum Regulatory Authority)
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2023

Ausgangssituation

Aufgrund der großen Bedeutung, die der Zugang zu Elektrizität für die nationale Entwicklung hat, benennt die kenianische Regierung die Stromerzeugung und die Stromversorgung in ihrem Entwicklungsplan Vision 2030 als Schlüsselfaktoren. In dem Plan wird das Ziel formuliert, dass Kenia bis 2030 zu einer Nation mittleren Einkommens werden soll. Gleichzeitig wird als nationaler Klimaschutzbeitrag eine Senkung der Emissionen um 30 Prozent angestrebt. Darüber hinaus hat die Regierung sich zum Ziel gesetzt, bis 2022 den universellen Zugang zu Elektrizität zu ermöglichen und die Stromerzeugung bis 2020 vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. Fluktuierende erneuerbare Energien in Form von Wind und Photovoltaik spielen eine zunehmend wichtige Rolle in der staatlichen Planung für den Ausbau der Energieversorgung: 2018 wurden 364 MW in das nationale Stromnetz eingespeist (etwa 13 Prozent der gesamten installierten Kapazität von 2720 MW). Dazu trugen der Windpark in Loiyangalani am Ufer des Turkana-Sees mit 310 MW und die Photovoltaik-Anlage in Garissa Country mit 54 MW bei. Der dritte mittelfristige Plan für 2018 bis 2022 (MTP II) sieht in diesem Zeitraum die zusätzliche Einspeisung von 388 MW PV-Energie und 490 MW Windenergie in das Stromnetz vor.

Der ressourcenschonende Ausbau der Wind- und Solarenergie könnte an die Stelle der geplanten klimaschädigenden Nutzung von Kohle und Gas treten und einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen leisten. Durch einen erhöhten Anteil fluktuierender erneuerbarer Energien würden die Stromerzeugungskosten sinken, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zunähme.

Wie können geeignete Anreize, die technischen Vorschriften und die sonstigen Rahmenbedingungen gezielt ausgestaltet und nachgesteuert werden, damit der Zubau von fluktuierenden erneuerbaren Energien volkswirtschaftlich optimal und ohne eine Überlastung der Stromnetze verläuft? Das Wissen darüber ist zurzeit noch begrenzt.

Ziel

Die Voraussetzungen für eine systemdienliche, kosteneffiziente Integration fluktuierender erneuerbarer Energien in das Stromnetz sind verbessert.

Vorgehensweise

Im Rahmen des Vorhabens werden Beratungsleistungen erbracht, damit sich die Rahmenbedingungen für Investitionen in künftige fluktuierende erneuerbare Energien verbessern. Ziel ist es, die Fach- und Methodenkompetenzen der staatlichen Akteure zu stärken.

Das Projekt ist dazu in vier Handlungsfeldern aktiv:
—Energiepolitik: Staatliche Akteure und zivilgesellschaftliche Organisationen werden dabei unterstützt, spezifische Daten und Strategien zu fluktuierenden erneuerbaren Energien zu analysieren und daraus politische Handlungsempfehlungen abzuleiten.
—Energieplanung: Die Akteure werden darin gestärkt, ihre Planungs- und Modellierungskenntnisse zu vertiefen sowie die volkswirtschaftlichen Vorteile, aber auch die Grenzen der Integration von fluktuierenden erneuerbaren Energien zu analysieren.
—Regulierung: Die staatliche Regulierungsbehörde wird mit den Nutzen, Kosten und Investitionsrisiken im Zusammenhang mit fluktuierenden erneuerbaren Energien sowie mit den Grundlagen international bewährter Regulierungsansätze vertraut gemacht.
—Technische Umsetzung: Die fachlichen Kompetenzen der Wind- und Solarparkentwickler und Kraftwerksbetreiber sowie des Netzbetreibers werden gestärkt und die Koordination untereinander wird verbessert.

Die Zielgruppe des Vorhabens sind die an das Stromnetz angeschlossenen Verbraucher sowie die gesamte Bevölkerung, die von einer zuverlässigen, kostengünstigen und umweltschonenden Stromversorgung für die kenianische Volkswirtschaft profitiert.

Der Windpark in Meru County, Kenias zweitgrößtes Windkraftprojekt, wird von der KfW Entwicklungsbank kofinanziert. Die Erkenntnisse aus dieser Finanzierung fließen in die geleistete Beratung ein und tragen somit zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für künftige Investitionen in fluktuierende erneuerbare Energien bei.

 

 

Projektbeschreibung (EN)

Promotion of grid-connected renewable energy, focusing on wind energy

Project description

Title: Promotion of grid-connected renewable energy, focusing on wind energy, within the scope of the German Climate and Technology Initiative (DKTI)
Commissioned by: German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ)
Country: Kenya
Lead executing agency: Ministry of Energy; Energy & Petroleum Regulatory Authority
Overall term: 2019 to 2023

Context

Given the importance of access to electricity for national development, the Kenyan Government has identified energy generation and supply as key factors in its Vision 2030 development plan. In this plan, Kenya aspires to become a middle-income nation by 2030, whilst equally setting a Nationally Determined Contribution (NDC) target of 30 per cent emission reductions. The government has also set itself the goal of achieving universal access to electricity by 2022 and full transition to renewable energy power generation by 2020. Variable Renewable Energies (VRE) in the form of wind and solar PV are beginning to play a significant role in the national power development plans with 364MW (approximately 13 per cent of the total installed capacity of 2,720MW) of VREs being added in to the national grid in 2018. This includes the 310 MW wind farm at Loiyangalani on the shores of Lake Turkana as well as the 54 MW solar PV power plant in Garissa County. The third medium-term plan 2018-2022 (MTP III) envisages an additional 388 MW of solar PV and 490 MW of wind energy to the grid by 2022.

The resource-conserving expansion of wind and solar energy could substitute the planned climate-damaging use of coal and gas, and therefore make a crucial contribution to reducing greenhouse gas emissions. An increased share of VRE would lower power generation costs thus simultaneously increasing the country’s competitiveness.

There is currently a lack of information on how incentives, technical regulations and other general conditions can be shaped in a targeted manner and subsequently managed so that the increase in VRE can proceed optimally for the economy as a whole, and not overload the electricity grids.
Objective

Conditions for the system-friendly and cost-efficient integration of variable renewable energies in the electricity grid are improved.

Approach

The project offers advisory support on improving the conditions for investment in future VRE. It aims to enhance the technical and methodological capacity of state actors.

For this purpose, the project is engaging in four spheres of activity:
—Energy policy: State actors and Civil Society Organisations (CSOs) are provided with support on assessing specific VRE data and strategies and translating these into policy recommendations.
—Energy planning: Support is given to stakeholders to improve their planning and modelling skills as well as to help them analyse the economic benefits in addition to the limitations involved in integrating VRE.
—Regulation: The state regulatory body is familiarised with the specific costs, benefits and investment risks associated with VRE as well as the fundamentals of internationally proven regulatory approaches.
—Technical implementation: The technical expertise of wind power and solar PV developers and operators as well as the grid operator is developed further and coordination among these parties is improved.

The project’s target group consists of grid-connected energy stakeholders and ultimately the entire population, which stands to benefit from the availability of a reliable, low-cost and environmentally friendly energy supply to the Kenyan economy.

KfW Development Bank is cofinancing Kenya’s second largest wind power project, the Meru wind farm. Lessons learned from this financing arrangement are feeding into the project’s advisory services on improving the conditions for future investment in VRE.