Programm nachhaltiges Management natürlicher Ressourcen
Projektdetails
- Projektnummer:2015.2180.6
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Tansania
Zusammenfassung
- Ziele:
Zentralregierung, autonome Schutzgebietsbehörden und Lokalregierungen haben Mechanismen umgesetzt oder deren Umsetzung vorbereitet, die den Schutz der global bedeutenden Wildressourcen verbessern und für die lokale Bevölkerung Anreize zum nachhaltigen Ressourcenmanagement schaffen.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Natural Resources and Tourism
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:6 243 445 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2012.2275.1
Programm Management natürlicher Ressourcen
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 20.03.2013 - 30.04.2020 - Aktuelles Projekt:01.10.2016 - 30.04.2020
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Hauptziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
41030 Biodiversität
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Tansania hat große Teile des Landes für den Erhalt global bedeutender Ökosysteme und Wildtierpopulationen unter Schutz gestellt. Die Schutzgebiete und Wildbestände sind wesentlich für die wirtschaftliche Entwicklung der ländlichen Räume und für den Tourismus. Allerdings hat die Bevölkerung im Umfeld der Schutzgebiete bislang kaum wirtschaftliche Vorteile. Bevölkerungswachstum und steigender Flächenbedarf für Viehhaltung und Landwirtschaft bedrohen zusehends die unter Schutz stehenden Ressourcen und erhöhen die Gefahr von Konflikten zwischen Menschen und Wildtieren. Weil die Bevölkerung von den Schutzgebieten nicht ausreichend profitiert, ist ihr Engagement für deren nachhaltige Bewirtschaftung gering. Das leistet nichtnachhaltigen Managementpraktiken und illegalen Aktivitäten wie Wilderei Vorschub. Die Wilderei, insbesondere von Elefanten für den internationalen Handel mit Elfenbein, hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Der Populationsrückgang bei Elefanten und anderen Tierarten ist drastisch. Damit sind die Attraktivität der tansanischen Schutzgebiete und ihr touristisches Potenzial ernsten Bedrohungen ausgesetzt.
Die zuständigen Akteure verfügen bislang noch nicht ausreichend über kohärente Mechanismen, die den Schutz der Wildtierpopulationen sicherstellen und zugleich Anreize für eine nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung durch die lokale Bevölkerung bieten.
Ziel
Zentralregierung, Kommunalregierungen, autonome Schutzgebietsverwaltungen und der Privatsektor in Tansania haben Mechanismen umgesetzt, die den Schutz der global bedeutenden Wildressourcen verbessern und für die lokale Bevölkerung Anreize zum nachhaltigen Ressourcenmanagement schaffen.
Vorgehensweise
Das Vorhaben berät die neue halbstaatliche Behörde Tanzania Wildlife Management Authority (TAWA), die zum verbesserten Management des Schutzes und der nachhaltigen Nutzung der Wildbestände aus der Abteilung für Wildressourcen (Wildlife Division) des Ministeriums für Natürliche Ressourcen und Tourismus ausgegliedert wurde. Die Wildlife Division nimmt weiterhin die strategische Sektorkoordination wahr.
Dezentral werden zwei Distriktverwaltungen im Norden des Serengeti-Ökosystems beraten. Durch bessere Planung, Koordination und transparenteres Management, vor allem der Einnahmen und Ausgaben sowie stärkere Einbeziehung der Bevölkerung und des Privatsektors, sollen sie die Potenziale des nachhaltigen Ressourcenmanagements für Einkommens- und Beschäftigungsförderung besser nutzen.
Das Vorhaben ist Teil eines gemeinsamen Entwicklungsprogramms mit der tansanischen Regierung und der KfW Entwicklungsbank. Die KfW Entwicklungsbank unterstützt im nördlichen Serengeti-Ökosystem und dem Selous-Wildreservat größere Infrastrukturprojekte in und um die beiden Schutzgebiete. Kooperationspartner sind dabei unter anderem der World Wide Fund for Nature (WWF) und die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF).
Wirkungen
Die mit Unterstützung des Programms erarbeitete Veränderungsstrategie für den Aufbau der autonomen Wildtierschutzbehörde TAWA wurde 2014 als Grundlagendokument in den tansanischen Gesetzestext übernommen und national anerkannt. Seit Juli 2016 ist TAWA tätig. Durch Beratung des Programms wurden der Strategie- und Finanzplan sowie das Personalkonzept gemeinsam mit maßgeblichen Interessenvertretern erarbeitet. Führungskräfte der Wildlife Division und von TAWA wurden für die Begleitung von Veränderungsprozessen trainiert. TAWA hat mit Unterstützung des Programms ihr Hauptquartier in Morogoro eröffnet.
In den Distrikten Serengeti und Ngorongoro haben Trainingsmaßnahmen, unter anderem in der Anwendung eines Geoinformationssystems (GIS), die Leistungsfähigkeit im dezentralen Management natürlicher Ressourcen erhöht und Landnutzungskonflikte zwischen Schutzgebieten und Anrainern vermindert. Die Unterstützung bei der Einführung eines elektronischen Bezahlsystems für Besuchs- und Tourismusgebühren hat zu mehr Transparenz und einer effektiveren Einnahmenverwaltung geführt. Die Stärkung von Dialogforen mit öffentlichen, zivilgesellschaftlichen und privaten Akteuren trägt durch bessere Kommunikation und Information zur Nutzenverteilung in den Schutzgebieten bei.
WEITERE INFORMATIONEN
Deutsche Botschaft Daressalam
GIZ Natural Resources Management Tanzania
Ministry of Natural Resources and Tourism in Tanzania
Tanzania Wildlife Research Institute (TAWIRI)
Tanzania National Parks Authority (TANAPA)
Zoologische Gesellschaft Frankfurt (Frankfurt Zoological Society)
Support to Local Governance (SULGO)