Reform der öffentlichen Verwaltung

Projektdetails

  • Projektnummer:2015.2202.8
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Serbien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Das serbische Verwaltungshandeln, einschließlich des Managements der EU-Beitrittsverhandlungen, ist regelorientierter, effizienter und evidenzbasierter.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Public Administration and Local Self-Government

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:5 620 774 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2019.2181.6

    Reform der öffentlichen Verwaltung zum EU-Beitritt

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    12.07.2016 - 30.09.2026
  • Aktuelles Projekt:12.10.2016 - 30.10.2020

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    15110 Politik und Verwaltung in Bezug auf den öffentlichen Sektor

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Die Republik Serbien strebt seit dem Zerfall Jugoslawiens eine wirtschaftliche Stabilisierung und seit 2000 die Annäherung an die Europäische Union (EU) an. Der erste formale Schritt zur EU-Annäherung fand 2008 mit der Unterzeichnung des Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens statt. 2013 wurde die Eröffnung der Beitrittsverhandlungen vereinbart. Gegenwärtig ist der serbische Verwaltungsapparat sehr komplex und wenig transparent. Voraussetzung für den EU-Beitritt Serbiens ist jedoch unter anderem ein verlässliches Verwaltungssystem, das EU-Regularien umsetzt und die Standards für öffentliche Dienstleistungen, analog zum europäischen Verwaltungsraum, erfüllt.

Ziel
Die öffentliche Verwaltung Serbiens ist effizienter und nutzerfreundlicher gestaltet und stärker an Regeln orientiert.

Vorgehensweise
Das Vorhaben fördert die Netzwerkbildung sowie Organisations- und Personalentwicklung in und zwischen ausgewählten staatlichen Verwaltungsbehörden und unterstützt sie dabei, neue Verfahren in ausgewählten Rechtsbereichen umzusetzen. Damit wird erreicht, dass die Behörden ihre Dienstleistungen effizienter, mehr auf Fakten beruhend und nutzerfreundlicher anbieten.
Die Maßnahmen werden zentralstaatlich und auf kommunaler Ebene in vier Handlungsfeldern durchgeführt. Ziele sind:
- Bestehende Durchführungsbestimmungen des besonderen Verwaltungsrechts mit dem neuen allgemeinen Verwaltungsrecht harmonisieren und Dienstleistungsprozesse vereinfachen.
- Ein koordiniertes System für öffentliche Dienstleistungen aufbauen, um die Leistungsfähigkeit zu verbessern und Rechtssicherheit zu garantieren. Hierzu unterstützt das Vorhaben die Einführung der Kompetenzrahmen und die Erarbeitung von Personalentwicklungsinstrumenten.
- Politik so gestalten, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind. Beim Entwurf von Gesetzen greift das Handlungsfeld außerdem auf Erfahrungen aus der Bevölkerung und der Privatwirtschaft zurück.
- Durchführung des EU-Beitritts Serbiens verbessern: Das Handlungsfeld kam 2017 hinzu und baut auf einem erfolgreichen Vorgängervorhaben auf.

Wirkungen
Die Überarbeitung des Verwaltungsverfahrensgesetzes ist ein wichtiger Schritt, um Verwaltungsleis-tungen für Bürger*innen und Unternehmen einheitlicher, transparenter und nachvollziehbarer zu gestalten. Die Umsetzung des Gesetzes hat begonnen und zeigt sich in der Modernisierung zahlreicher Verwaltungsverfahren. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH begleitet die Reformierung an Schlüsselstellen, unter anderem bei der strategischen Steuerung und Prüfung durch das zuständige Verwaltungsministerium.
Mit Unterstützung der GIZ wurde ein neuer Kompetenzrahmen für Angestellte in der öffentlichen Verwaltung entwickelt. Stellenbesetzungen sind enger an den tatsächlichen Anforderungen ausgerichtet, wodurch sich öffentliche Dienstleistungen langfristig verbessern.
Das Sekretariat für öffentliche Politik erhält dabei Unterstützung, die Folgen von Gesetzesänderungen auf die Politik gemeinsam mit Fachministerien anhand aktueller Politikdokumente abzuschätzen.
Effizienz und Effektivität der serbischen Verhandlungsstrukturen für den in Aussicht stehenden EU-Beitritt wurden von der GIZ beraten und werden weiterhin unterstützt. Die GIZ fördert die serbische Regierung auch weiterhin, um den in Aussicht stehenden EU-Beitritt wirkungsvoll zu meistern. Der EU-Beitritt wird Serbien den Weg ebnen, wichtige Reformen im Land umzusetzen.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Since the breakup of Yugoslavia, the Republic of Serbia has been striving to achieve economic stability and, since 2000, closer relations with the European Union (EU). The first formal step towards closer relations with the EU was completed in 2008 with the signing of the Stabilisation and Association Agreement. In 2013, a decision was taken to open accession negotiations. At present, administrative procedures in Serbia are extremely complex and lack transparency. However, one of the prerequisites for Serbia’s accession to the EU is a reliable administrative system that implements EU regulations and meets European standards for public service delivery.

Objective
Serbia’s public administration is more efficient and user friendly and more in line with regulations.

Approach
The project promotes networking and organisational and human resource development in and between selected public administration bodies and provides support for the implementation of new procedures in selected areas of legislation. This ensures that authorities provide services in a more efficient, fact-based and user-friendly manner.
The measures are implemented at the central and local government levels in four fields of activity. The goals are:
To harmonise the existing implementing provisions of special administrative law with the new General Administrative Procedure Act and to simplify service processes.
To create a coordinated system for public services in order to improve efficiency and ensure legal certainty. To this end, the project supports the introduction of competency frameworks and the development of human resource development tools.
To improve needs-based policy-making, taking account of gender equality. When drafting legislation, the project also draws on the experience of the population and the private sector.
To improve the management of Serbia’s accession to the EU: this field of activity was added in 2017 and builds on a successful predecessor project.

Results
The revision of the General Administrative Procedure Act is an important step towards ensuring that public service delivery is more standardised, clear and transparent for citizens and enterprises. The process of implementing the Act is under way and is reflected in the modernisation of several administrative procedures. GIZ supports the reform process in key areas, one of them being strategic steering and monitoring by the Ministry of Public Administration and Local Self-Government, which is responsible for the sector.
With the support of GIZ, a new competency framework has been developed for public administration employees. Staff recruitment is now based more on actual requirements, which will improve public services in the long term.
The Secretariat for Public Policy is being assisted in the task of estimating the impact on policy of legislative changes, together with sectoral ministries, on the basis of current policy documents.
GIZ has provided advice on the efficiency and effectiveness of Serbia’s negotiating structures for prospective EU membership and is continuing to offer support. It is also providing the Serbian Government with ongoing support to facilitate the effective management of the country’s prospective EU accession. Joining the EU will pave the way for the implementation of important reforms in Serbia.