Förderung der Mutter-Kind-Gesundheit und verbesserter Ernährung in Somalia

Projektdetails

  • Projektnummer:2015.2232.5
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Somalia

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die gesundheitliche Versorgung und Beratung von Schwangeren, Müttern sowie Neugeborenen und Kleinkindern in den Zielregionen der Technischen Zusammenarbeit (TZ-Zielregionen) ist verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Health and Human Services

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:8 000 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    15.07.2016 - 19.04.2021
  • Aktuelles Projekt:01.10.2016 - 19.04.2021

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Hauptziel

  • Mutter-Kind-Gesundheit

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    13020 Förderung reproduktiver Gesundheit

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Trotz Bemühungen der somalischen Behörden, die Mutter- und Kind-Gesundheit sowie die Ernährungssituation der Bevölkerung zu verbessern, ist die Kinder- und Müttersterblichkeit in Somalia nach wie vor weltweit mit am höchsten. Die Gründe sind vielfältig: dem Gesundheitssystem steht zu wenig Geld zur Verfügung, die Qualität ist schlecht, das Personal knapp und nicht gut ausgebildet, es fehlen Zufahrtswege und Krankenstationen. Aufgrund der islamischen, traditionellen Prägung besteht oft Skepsis oder Ablehnung gegenüber sexueller und reproduktiver Gesundheitsvorsorge und „moderner" medizinischer Versorgung. Lediglich ein Viertel der Frauen haben Zugang zu Schwangerenvorsorge und nur rund eine von zehn Geburten wird durch qualifiziertes Gesundheitspersonal begleitet. Gut ein Viertel der Kinder unter fünf Jahren leidet unter chronischer Mangelernährung. Die Ernährungs- und Stillpraktiken bei Kindern zwischen Null und 23 Monaten weichen stark von internationalen Empfehlungen ab. Im nationalen Durchschnitt wird die Masern-Impfdichte von Kindern von der WHO auf rund 46 Prozent geschätzt – in Deutschland liegt sie zum Vergleich zwischen 80 und 94 Prozent.

Ziel
Die gesundheitliche Versorgung und Beratung von Schwangeren, Müttern sowie Neugeborenen und Kleinkindern in den Distrikten Puntlands, Somalilands sowie den südlichen und zentralen Regionen Somalias ist verbessert.

Vorgehensweise
Das Projekt fokussiert sich auf drei Schwerpunkte.

Durch den Aufbau von weiteren Basisgesundheitsdiensten wird für Schwangere, Mütter und Kinder der Zugang zu besserer Ernährung, zu Basishygiene und zur Gesundheitsvorsorge verbessert und durch umfangreiche Informationskampagnen – wie beispielsweise über die Bedeutung von Impfungen – auch Vertrauen in die staatlichen Gesundheitsversorgungssysteme gefördert.

Um die Gesundheits- und Ernährungsdienste für Mütter und Kinder zu verbessern, schult das Projektteam darüber hinaus die Mitarbeitenden von Gesundheitseinrichtungen der Regional- und Distriktebene. Diese lernen, wie sie Mütter zur Basishygiene, Ernährung und Gesundheitsvorsorge beraten und sie von deren Notwendigkeit überzeugen können.

Das Projektteam fördert die Akkreditierung von öffentlichen und privaten Ausbildungsinstitutionen und die pädagogischen und fachlichen Kompetenzen des Lehrpersonals der Ausbildungseinrichtungen, um die Ausbildung der Hebammen, Geburtshelfer und Ernährungsberater und –beraterinnen zu verbessern. Dialoge mit dem Gesundheitsministerium sollen dazu führen, die Personalplanung im Gesundheitsbereich den Erfordernissen anzupassen.

Ein noch in der Pilotphase befindliches elektronisches Datensystem soll die Steuerungs- und Koordinationsfähigkeit der Gesundheitsbehörden erhöhen. Intensive multisektorale Dialoge, beispielsweise zwischen Gesundheits-, Bildungs- und Landwirtschaftsministerium, haben zum Ziel, die Ernährung für die Bevölkerung zu sichern.

 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Despite efforts by Somali authorities to improve maternal and child health, and the population’s nutrition situation, child and maternal mortality in Somalia is still at one of the world’s highest levels. There are various reasons for this. The health system is underfinanced and of poor quality, there are insufficient and under qualified staff, and access roads and health centres are in short supply. The Islamic and traditional influences mean there is often scepticism towards, or rejection of sexual and reproductive health measures and ‘modern’ medical care. Only a quarter of women have access to prenatal care and only about one in ten births is assisted by qualified healthcare personnel. Over a quarter of children under five years of age suffer from chronic malnutrition. The nutritional and breastfeeding practices for infants from birth and 23 months deviate considerably from international recommendations. The World Health Organization (WHO) estimates the national average rate of child immunisation with the measles vaccine is 46 per cent. In Germany, by comparison, the rate is between 80 and 94 per cent.

Objective
The health care and advisory services for pregnant women and mothers as well as for newborns and young children has improved in Puntland, Somaliland and in Somalia’s southern and central regions.

Approach
The project focuses on three main areas. By building up additional basic health care services, the project is improving access to better nutrition, basic hygiene and basic health care for pregnant women, mothers and children. With extensive information campaigns, for example, on the significance of immunisation, it is also creating greater trust in the state-run healthcare system. To enhance the health and nutrition services for mothers and children, the project team also provides training for the staff of regional and district health centres. These employees learn how to advise mothers on basic hygiene, nutrition and healthcare, and how to convince them of their importance.
The project promotes the accreditation of public and private training institutions and strengthens the educational and technical skills of the teaching personnel in the training facilities. This is intended to enhance the training given to midwives, obstetricians and nutrition advisors. Meanwhile, the project also conducts a targeted dialogue with the health ministries to encourage better personnel planning in the health sector to meet the existing needs. To improve the management and coordination capacities of the health authorities, the project is currently piloting an electronic data system. It is also working to develop a multisectoral dialogue involving, for instance, the health, education and agriculture ministries, with the aim of bolstering food security for the population.