Wirtschaftliche Integration von Binnenvertriebenen und Unterstützung von aufnehmenden Gemeinden in Norte de Santander
Projektdetails
- Projektnummer:2015.4045.9
- Status:laufendes Projekt
- Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
- Ansprechpartner: Frank Faiss frank.faiss@giz.de
- Partnerländer: Kolumbien
Zusammenfassung
- Ziele:
Binnenvertriebene und aufnehmende Gemeinden sind in der Lage individuelle, soziale und ökonomische Hemnisse zur Einkommensschaffung zu überwinden
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Agencia Presidencial de Cooperación Internacional de Colombia
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:12 050 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 18.08.2015 - 31.12.2025 - Aktuelles Projekt:18.08.2015 - 31.12.2025
Sonstige Beteiligte
- AMBERO Consulting Gesellschaft mbH
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
15220 Zivile Friedensentwicklung, Krisenprävention und Konfliktlösung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Mehr als 50 Jahre beherrschte ein bewaffneter Konflikt Kolumbien. Auch der Friedensvertrag 2016 zwischen der Guerilla-Organisation FARC und der kolumbianischen Regierung hat dem Land noch keinen umfassenden Frieden gebracht. Die Ursachen für den Konflikt bestehen weiterhin – zum Beispiel ungleicher Zugang zu Land und Menschenrechtsverletzungen. Über acht Millionen Kolumbianer wurden zu Vertriebenen im eigenen Land. Die meisten leben in Elendsvierteln an den Rändern der großen Städte und haben kaum Zugang zu staatlichen Dienstleistungen. Nur wenige erhalten angemessene psychosoziale Betreuung, um ihre oftmals traumatischen Erlebnisse – wie Morde, Entführungen, Folter und Vergewaltigungen – zu verarbeiten. Viele Vertriebene arbeiten als Straßenverkäufer oder in informellen Jobs. Für einen beruflichen Neuanfang fehlt ihnen häufig das Selbstbewusstsein. Gleichzeitig haben sie kaum Zugang zu Kapital, um ein kleines Unternehmen zu gründen.
Ziel
Binnenvertriebene und aufnehmende Gemeinschaften können ein höheres Einkommen erwirtschaften, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Vorgehensweise
Das Projekt berät staatliche und nichtstaatliche Organisationen und stellt Finanzierungen bereit, um Leistungen zu fördern, die an die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst sind. Dazu zählt die Vergabe von Kleinstkrediten, um Geschäfte zu gründen sowie berufliche Aus- und Weiterbildungen. Das Projekt unterstützt ferner die Stadtverwaltungen von Cúcuta, Villavicencio und Florencia dabei, besetzte Ländereien als offizielle Stadtteile anzuerkennen. Dies ist eine Voraussetzung, damit die Vertriebenen in den Gebieten einen besseren Zugang zu städtischen Dienstleistungen haben. Durch zusätzliche Mittel können mehr Binnenvertriebene an psychosozialen Gruppensitzungen teilnehmen. Im ländlichen Raum unterstützt das Projekt Rückkehrende und Ortsansässige dabei, die landwirtschaftliche Produktion auszuweiten.
Projektbeschreibung (EN)
Initial situation
Colombia has been dominated by armed conflict for more than 50 years. Even the 2016 peace treaty between the guerrilla organisation FARC and the Colombian government has not yet brought comprehensive peace to the country. The causes of the conflict continue to exist - for example, unequal access to land and human rights violations. Over eight million Colombians have been displaced within their own country. Most of them live in slums on the outskirts of the big cities and have hardly any access to state services. Only a few receive adequate psychosocial support to help them come to terms with their often traumatic experiences - such as murders, kidnappings, torture and rape. Many displaced people work as street vendors or in informal jobs. They often lack the self-confidence to start a new career. At the same time, they have little access to capital to start a small business.
Goal
Internally displaced persons and host communities can generate a higher income in order to lead a self-determined life.
Approach
The project advises governmental and non-governmental organisations and provides funding to promote services that are tailored to the needs of the target group. This includes the granting of micro-loans to set up businesses as well as vocational education and training. The project also supports the city councils of Cúcuta, Villavicencio and Florencia in recognising occupied land as official districts. This is a prerequisite for the displaced people in the areas to have better access to municipal services. Additional funding will enable more internally displaced people to take part in psychosocial group sessions. In rural areas, the project supports returnees and local residents in expanding agricultural production.