Improvement of food security of former landless households in Cambodia
Project details
- Project number:2016.0120.2
- Status:Projekt beendet
- Responsible Organisational unit: G260 Übergangshilfe
- Contact address: Transparency team transparenz@giz.de
- Partner countries: Cambodia
Summary
- Objectives:
Livelihoods and food security of land receivers in the provinces of are sustainably improved
- Client:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Project partner:
Ministry for Land Management, Urban Planning and Construction
- Financing organisation:
not available
Volume of commission
- Financial commitment for the actual implementation phase:6 284 724 Euro
Cofinancing
not available
Previous project
not available
Follow-on project
- not available
Term
- Entire project:
(including all previous, current and following project implementation phases, if existing) 21.06.2016 - 30.05.2023 - Actual project implementation phase:01.07.2016 - 30.05.2023
other participants
- not available
Further information
- Project websitesnot available
Policy markers
- Biodiversity
Significant (secondary) policy objective
- Desertification
Significant (secondary) policy objective
- Gender Equality
Significant (secondary) policy objective
- Democratic and inclusive governance
Significant (secondary) policy objective
- Disaster Risk Reduction
Significant (secondary) policy objective
CRS code
31181 Agricultural education/training
Evaluation
not availableProject description (DE)
Ausgangssituation
Das von der kambodschanischen Regierung durchgeführte Vorhaben „Landallokation für soziale und ökonomische Entwicklung" (LASED) unterstützt ein Konzessionssystem, das Wohn- und Landwirtschaftsflächen an Landlose oder Landarme vergibt. Zudem werden Dienstleistungen und Infrastruktur bereitgestellt, um die Lebensbedingungen zu verbessern. Viele Familien konnten das ihnen zugeteilte Land nach der Vergabe jedoch nicht nutzen, da es sich vielfach um teilweise degradierte Wälder handelt, die nicht erschlossen und für eine landwirtschaftliche Nutzung noch nicht geeignet sind. Die Lebensgrundlagen und die Ernährungssicherheit der Landempfänger bleiben prekär und sie haben weiterhin nur äußerst begrenzt Zugang zu nachhaltigen sozialen und ökonomischen Dienstleistungen. Darüber hinaus riskieren die Empfängerhaushalte, ihre Landrechte wieder zu verlieren, wenn sie die Kriterien zur Übertragung des Titels an dem für Wohn- oder Landwirtschaftszwecke zugeteilten Land nicht erfüllen können.
Ziel
Die Lebensgrundlage und die Ernährungssicherheit der Menschen in den Provinzen Kratie, Kampong Thom, Kampong Speu und Kampong Chhnang, denen Land zugeteilt wurde, haben sich nachhaltig verbessert.
Vorgehensweise
Die landlose Bevölkerung wird beim Aufbau ihrer Lebensgrundlage auf dem neu erhaltenen Land sowie bei dessen Kultivierung und bei der landwirtschaftlichen Inwertsetzung unterstützt. Das Vorhaben stellt Wissen und Fähigkeiten bereit, die zu einer gesteigerten Ernährungssicherung der Haushalte durch breitere Angebote sowie neue, nachhaltige Produktionstechniken führen.
Die Maßnahmen zielen darauf ab, den direkt Betroffenen sowie den lokalen Verwaltungen eine ganzheitliche Beratung hinsichtlich Planung, Umsetzung und Strukturbildung zur Sicherung der Lebensgrundlagen und der nachhaltigen Gemeindeentwicklung zu bieten. Die drei Handlungsfelder sind (1) Ernährungssicherung, (2) Grundlagen für eine langfristige, landwirtschaftliche Produktion sowie (3) lokale Entwicklungen durch neue Partnerschaften zwischen Verwaltungen, zivilgesellschaftlichen und privatwirtschaftlichen Beteiligten.
Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit mit dem interministeriellen Nationalkomitee für Soziale Landkonzessionen im Landministerium durchgeführt. Die wichtigsten Durchführungsorganisationen sind die bereichsübergreifenden Provinz- und Distriktarbeitsgruppen unter dem Vorsitz der Provinzgouverneur*innen. Diese steuern die Mitarbeiter*innen der dezentralen Fachbehörden in den Provinzen und Distrikten.
Zudem bestehen Kooperationen mit verschiedenen Beteiligten der Privatwirtschaft, um die auf den zugeteilten Flächen produzierten Produkte zu verkaufen.
Wirkungen
- Geräte und Fahrzeuge (Traktoren, Tuk-Tuks) zur leichteren Bewirtschaftung der Flächen und dem Transport der Produkte wurden an die Beteiligten übergeben. Zur Handhabung der Fahrzeuge erhielten die Fahrer eine Schulung. Zudem wurde in den Gemeinden ein Managementsystem für die Geräte und Fahrzeuge aufgebaut.
- Durch das Vorhaben bildeten sich 76 Ernährungssicherungsgruppen: In diesen wurden teilhabende Landnutzungspläne für die langfristige Bewirtschaftung und Nutzung entwickelt. Weiterhin wurden Reaktionsmechanismen, welche die Ernährung und Lebensmittel sicherstellen, eingeführt. Dazu zählen unter anderem Cash-for-Work Programme und Reisbanken (Selbsthilfegruppen), die insgesamt 388,56 Tonnen Reis übergaben. Außerdem gab es Trainings zur Einrichtung eines gemeinsamen Fonds für Sparaktivitäten und Kreditmaβnahmen.
- Durch die Trainings der Landempfänger*innen nutzen 2.262 Haushalte (75,3 Prozent des Indikators) ihre gesamten neu erworbenen Parzellen ackerbaulich.
- Verschiedene Interessengruppen zum ökologischen Anbau etablierten sich. Sie dienen der Vorbereitung und Verbreitung des nachhaltigen Anbaus sowie der Zertifizierung der Produkte. Auf diese Weise profitieren die Beteiligten von höheren Marktpreisen und verbesserter Bodenqualität.
- 1.535 Haushalte verbesserten durch Diversifizierung ihrer Nahrungsmittelproduktion in Hausgärten ihre Ernährungssituation. Während des gesamten Jahres hatten alle Haushalte genügend Essen. (Stand: Dezember 2019)
- 732 Haushalte in der Kampong Chhnang Provinz und 344 Haushalte in der Kampong Speu Provinz erhielten 2019 ihre Landtitel.