Ernährungssicherung in der Provinz Tanganyika, DR Kongo

Projektdetails

  • Projektnummer:2016.1842.0
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1100 Westafrika 1 und Zentralafrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Kongo Dem. Rep.

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Ernährungssicherheit ausgewählter vulnerabler Haushalte ist verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministère du Développement Rural et de l'Agriculture

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:5 342 040 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    27.05.2016 - 09.12.2019
  • Aktuelles Projekt:01.07.2016 - 09.12.2019

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    52010 Entwicklungsorientierte Nahrungsmittelhilfe

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Die Demokratische Republik Kongo kann staatliche Organisations-, Planungs- und Managementaufgaben nur unzureichend wahrnehmen. Aus diesem Grund sowie wegen der endemisch verbreiteten Korruption kann der Staat weder Basisdienstleistungen für die Bevölkerung erbringen noch für deren Sicherheit sorgen. Die soziale und produktive Infrastruktur ist kriegsbedingt weitgehend zerstört oder wegen der jahrelang ausgebliebenen Instandsetzung nicht mehr funktional. Das staatliche Gesundheits- und Bildungssystem ist stark defizitär und auf dem Land hat kaum eine Familie Zugang zu sauberem Trinkwasser. Für Binnenflüchtlinge oder Rückkehrende gibt es keinerlei staatliche Unterstützung; auch humanitäre Organisationen leisten nur befristet Hilfe.
Günstige natürliche und klimatische Bedingungen für die landwirtschaftliche Produktion können die sogenannten vulnerablen, das heißt schutzbedürftigen, Haushalte in der Projektregion derzeit kaum oder nicht ausreichend nutzen. Wenig adäquate landwirtschaftliche Produktionsmittel, ausgelaugte Böden sowie mangelnde Kenntnisse verursachen eine unzureichende Produktion. Die Situation wird durch hohe Nachernteverluste sowie fehlende Weiterverarbeitungs- und Vermarktungsmöglichkeiten zusätzlich erschwert. Fehlende Erträge und akute Ernährungsunsicherheit zahlreicher Haushalte sind die Folgen.

Ziel
Die Ernährungssicherheit der Bevölkerung in ausgewählten Gebieten von Kalemie und Moba in der Provinz Tanganjika ist verbessert.

Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt Haushalte, damit sie das ganze Jahr ausreichende, vielfältige Nahrungsmittel haben und diese auch entsprechend nutzen. Die Maßnahmen verbessern die vier Dimensionen der Ernährungssicherheit:
1. Verfügbarkeit. Die Maßnahmen sollen den Ertrag steigern und das Nahrungsangebot erweitern.
2. Zugang. Einkommenschaffende Maßnahmen sowie die Bereitstellung von Marktinfrastruktur und -informationen zum Verkauf überschüssiger Produkte verbessern den Zugang zu Nahrungsmitteln.
3. Verwendung. Um Nahrungsmittel für eine ausgewogene Ernährung besser zu nutzen, werden Haushalte für die Bedeutung gesunder Ernährung und deren Zubereitung sensibilisiert. Die Aktivitäten richten sich sowohl an Frauen als auch an Männer.
4. Stabilität. In ausgewählten Gemeinden wird die Resilienz vulnerabler Haushalte und Gemeinschaften gegenüber externen Schocks, insbesondere durch Ernteausfälle, verbessert.

Um die Ernährungssicherheit auch langfristig zu verbessern, spielen Gendersensibilität sowie konfliktvermeidende und -entschärfende Maßnahmen von Beginn an eine entscheidende Rolle. Die Maßnahmen des Projekts bauen auf einer Analyse der lokalen Spannungen und ihrer zugrundeliegenden Ursachen auf. Sie werden so geplant, dass konfliktverschärfende Wirkungen vermieden und gleichzeitig vorhandene Ansätze für einen stärkeren sozialen Zusammenhalt ausgebaut werden.
Zentraler Ansatz zur Vermeidung und Entschärfung von Konflikten in dieser instabilen, krisenanfälligen Region ist eine ausgewogene, Gruppengrenzen überschreitende Zusammensetzung der Projektpartner. Auch Fragen des Zugangs, der Verteilung und der Qualität von Trinkwasser spielen bei Konfliktbearbeitung und Ernährungssicherheit eine wichtige Rolle.
Besondere Bedarfe von Frauen werden berücksichtigt und der Benachteiligung von Frauen entgegengewirkt. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen zur funktionalen Alphabetisierung, zur Weiterverarbeitung und Kommerzialisierung von Lebensmitteln, aber auch die Sensibilisierung für Verhaltensänderungen, etwa bei kulturellen Normen und Tabus in der häuslichen Nahrungsmittelverwendung und -verteilung. Ein Beispiel dafür ist die verbreitete Gewohnheit, dass die Männer immer zuerst essen und die Frauen dadurch tendenziell weniger zu essen bekommen.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
The Democratic Republic of the Congo is currently unable to adequately perform public organisation, planning and management duties. Coupled with endemic widespread corruption, this prevents the state from providing the population with basic services and ensuring their security. Social and production infrastructure has been largely destroyed by war or is no longer functional after years of neglect. The public health and education system is highly deficient. In rural areas, few families have access to safe drinking water. State support for internally displaced persons and returnees is non-existent, while humanitarian organisations provide assistance for only a limited period.
At present, vulnerable households in the project region are barely or not sufficiently able to make use of the favourable natural and climate conditions for farming. Inadequate agricultural inputs, leached soil and a lack of knowledge lead to low production levels. The situation is exacerbated by high post-harvest losses and the absence of downstream processing and marketing opportunities. Poor yields and acute food and nutrition insecurity for many households are the consequences.

Objective
Food and nutrition security has improved for the population in selected areas of Kalemie and Moba in Tanganyika Province.

Approach
The project supports households to ensure that they have a variety of food in sufficient quantities throughout the year and that they make appropriate use thereof. It sets out to enhance the four dimensions of food and nutrition security. The dimension of availability and its measures aim to increase yields and broaden the range of food available. Access to food is improved through income generating activities and the provision of market infrastructure and information with a view to the sale of production surpluses. The utilisation is the fourth dimension. Households are made aware of the importance of a healthy diet and appropriate food preparation in order to improve use of foodstuffs to achieve balanced nutrition. These activities are geared towards both men and women. Finally stability, which includes strengthening of the resilience of vulnerable households and communities to external shocks, notably to those caused by crop failures, in selected areas.
Gender sensitivity and measures that prevent and defuse conflicts play a key role from the outset in order to improve food and nutrition security in the long term. The project bases its work on an analysis of local tensions and their root causes. Activities are planned with a view to avoiding results that could intensify conflict, while building on existing approaches for greater social cohesion. A balanced combination of project partners that transcends group boundaries is the key strategy to avoiding and defusing conflicts in this unstable, crisis-prone region. Issues concerning drinking water access, distribution and quality also play an important role in addressing conflict and food security. The special needs of women are taken into account, and discrimination against women is combated. This work includes measures to promote functional literacy and the processing and commercialisation of food. It also seeks to raise awareness for changes in behaviour, for instance with respect to cultural norms and taboos in the use and distribution of food in homes. One example is the widespread custom of men always eating first so women tend to get less to eat.