Umsetzung der OECD-Empfehlungen im Governance-Bereich
Implementación de las recomendaciones de la OCDE en el área de gobernanza
Projektdetails
- Projektnummer:2016.2037.6
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Peru
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Voraussetzungen für die Umsetzung von OECD-Empfehlungen zu Verwaltungsmodernisierung, Antikorruption und Rechenschaftslegung sind verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Presidencia del Consejo de Ministros (PCM)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:2 500 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 14.12.2016 - 31.03.2019 - Aktuelles Projekt:01.01.2017 - 31.03.2019
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Hauptziel
CRS-Schlüssel
15110 Politik und Verwaltung in Bezug auf den öffentlichen Sektor
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation:
Peru ist eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in Lateinamerika. Durch die politische und ökonomische Stabilisierung nach der Jahrtausendwende haben sich die Lebensbedingungen vieler Menschen in Peru verbessert. Soziale und regionale Ungleichheiten sind jedoch nach wie vor eine große nationale Herausforderung. Drogenhandel, organisierte Kriminalität und andere illegale Geschäfte gefährden die öffentliche Sicherheit.
Peru möchte von den Erfahrungen der in der OECD (Organization for Economic Cooperation and Development) zusammengeschlossenen Staaten lernen und hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2021 Mitglied der Organisation zu werden. Seit 2015 setzt Peru daher das OECD-Länderprogramm um, das unter anderem Handlungsempfehlungen zu den Themen „Modernisierung der öffentlichen Verwaltung", „Korruptionsbekämpfung", „Stärkung der Rechenschaftslegung" und „Normenkontrollverfahren" umfasst.
Ziel:
Die Voraussetzungen für die Umsetzung der OECD-Empfehlungen zur Modernisierung der öffentlichen Verwaltung, Korruptionsbekämpfung und Stärkung der Rechenschaftslegung sind verbessert.
Vorgehensweise:
Die peruanische Regierung wird bei der schrittweisen Umsetzung des OECD-Länderprogramms im Bereich Governance und Integrität unterstützt. In diesem Zusammenhang wird eng mit dem Premierministeramt, dem Sekretariat für öffentliche Verwaltung, der Behörde für den öffentlichen Dienst, dem Hochkommissariat zur Korruptionsbekämpfung sowie dem Justizministerium zusammengearbeitet. Die drei zentralen Handlungsfelder sind:
• Modernisierung der öffentlichen Verwaltung und Reform des öffentlichen Dienstes
• Stärkung des nationalen Antikorruptionssystems
• Förderung von Transparenz.
Darüber hinaus werden Leuchtturmprojekte zur Verbesserung der Normenqualität und dem Bürokratieabbau umgesetzt.
Die Kooperation mit der mexikanischen Kommission für die Verbesserung von Rechtsvorschriften (Comisión Federal de Mejora Regulatoria – COFEMER) fördert den internationalen Wissens- und Erfahrungsaustausch zur Verbesserung staatlicher Regulierungsmaßnahmen.
Wirkungen:
Im Juli 2017 erließ das Premierministeramt (Presidencia del Consejo de Ministros – PCM) eine Regierungsverordnung zur Einführung der Gesetzesfolgenabschätzung in Peru. Die weitere konzeptionelle Entwicklung zu einem vollständigen und integralen System der Gesetzesfolgenabschätzung ist geplant.
Darüber hinaus verabschiedete das Premierministeramt ein Dekret zur Einführung der Normenqualitätsanalyse. In diesem Zusammenhang werden bis Dezember 2018 insgesamt 4.000 Verwaltungsakte der Exekutive evaluiert, um künftig sowohl die Wirtschaft als auch die Bevölkerung zu entlasten. Im Juni 2018 war dieser Prozess bereits für 1.200 Verwaltungsakte abgeschlossen, von denen 20 Prozent im Zuge des Evaluierungsprozesses außer Kraft gesetzt wurden.
Das Hochkommissariat zur Korruptionsbekämpfung (Comisión de Alto Nivel Anticorrupción, CAN-Anticorrupción) hat die Methodik, den Ablaufplan sowie konkrete Schritte für die Erstellung des Nationalen Integritäts- und Antikorruptionsplans definiert. Der Entwurf des Nationalen Plans für Integrität und Korruptionsbekämpfung wurde unter Beteiligung von Parlamentariern, der Zivilgesellschaft und der Presse erarbeitet und im Mai 2018 durch den Ministerrat verabschiedet.
Im Januar 2017 wurde in Peru die beim Justizministerium angesiedelte Nationale Transparenzbehörde gegründet, die unter anderem die Einhaltung von Transparenz-Regeln und den Zugang zu öffentlichen Informationen überwacht.
Darüber hinaus verabschiedete das Premierministeramt im Dezember 2017 den Nationalen Open Government Aktionsplan (Plan de Acción de Gobierno Abierto 2017 – 2019), zu welchem Vertreter des Staates, der Zivilgesellschaft und der Universitäten beigetragen haben.
Projektbeschreibung (EN)
Context:
Peru has one of the fastest-growing economies in Latin America. Political and economic stability since the start of the new millennium has improved living conditions for large sections of the population. Nevertheless, social and regional inequalities remain a serious national challenge. Drug trafficking, organised crime and other illegal activities pose a danger to public safety.
Peru would like to learn from the experiences of countries already engaging with the Organisation for Economic Co-operation (OECD) and has set itself the goal of becoming a member of the Organisation by 2021. For this reason, Peru has been implementing the OECD Country Programme since 2015. The Programme includes the following recommendations for action: modernise public administration, tackle corruption, strengthen accountability and carry out judicial reviews on the constitutionality of laws.
Objective:
The conditions for implementing the OECD recommendations on modernising public administration, tackling corruption and strengthening accountability have improved.
Approach:
The Peruvian Government supports the gradual implementation of the OECD Country Programme with respect to governance and integrity. There is close cooperation between the project and, above all, the Presidency of the Council of Ministers, the Secretariat of Public Management, the public services sector, the High-Level Anti-Corruption Commission (Comisión de Alto Nivel Anticorrupción/CAN-Anticorrupción), and the Ministry of Justice. The three key fields of activity are as follows:
• modernising public administration and reforming public services;
• strengthening the national anti-corruption system;
• promoting transparency.
In addition, flagship projects to improve the quality of statutes and reduce bureaucracy are implemented.
Cooperation with the Mexican Federal Commission on Regulatory Improvement (Comisión Federal de Mejora Regulatoria – COFEMER) promotes an international exchange of knowledge and experience with the aim of improving regulatory measures.
Results:
In July 2017, the Presidency of the Council of Ministers issued a decree introducing Regulatory Impact Assessment in Peru. The plan is to develop the concept into a complete and integral assessment system.
PCM has also issued a decree under which the quality of statutes will be analysed. In connection with this, a total of 4,000 public administration documents will be evaluated by December 2018, the objective being to take pressure off both the economy and the people. As at June 2018, 1,200 administrative documents had been evaluated, of which 20 per cent were consequently nullified.
CAN has defined methodologies, a step-by-step plan and concrete steps for drawing up the national integrity and anti-corruption plan. A draft of the national plan was prepared by members of parliament, civil society and the media and was adopted by the Council of Ministers in May 2018.
In January 2017, the National Authority for Transparency was established in the Ministry of Justice in Peru. Among other things, this office monitors compliance with transparency regulations and access to public information.
In addition, PCM adopted a national open government action plan in December 2017 (Plan de Acción de Gobierno Abierto 2017 – 2019), which has been developed with contributions from government representatives, civil society and universities.