Förderung von Unternehmerinnen und Unternehmensgründung von Frauen
Projektdetails
- Projektnummer:2016.2079.8
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2B00 Asien II
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Indien
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Rahmenbedingungen für frauengeführte Unternehmen in Indien sind verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Skill Development and Entrepreneurship
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:5 900 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 02.05.2017 - 02.03.2023 - Aktuelles Projekt:01.08.2018 - 02.03.2023
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Hauptziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
15170 Frauenrechtsorganisationen und -bewegungen sowie staatliche Institutionen
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Um in Indien ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu erzielen und Arbeitsplätze zu schaffen, müssen Frauen in stärkerem Masse als Arbeitnehmerinnen und Unternehmerinnen an der Wirtschaft beteiligt werden. Laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) liegt die Erwerbsquote von indischen Frauen derzeit bei lediglich 27 Prozent. Laut den Vereinten Nationen tragen sie damit nur 17 Prozent zu Indiens Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Der Internationale Währungsfonds schätzt, dass sich durch eine gleichberechtigte Teilhabe der Frauen am Arbeitsmarkt das indische BIP um 27 Prozent erhöhen würde. Aktuell legt die indische Regierung einen Fokus ihrer Wirtschaftspolitik auf die Förderung von Unternehmertum – und dabei vor allem auf die Unterstützung von Unternehmerinnen.
Indische Frauen sind jedoch mit einer Vielzahl von Hindernissen konfrontiert, wenn sie als Unternehmerinnen tätig sein wollen. Gerade einmal 14 Prozent aller indischen Unternehmen sind von Frauen geführt und die meisten davon befinden sich im informellen Sektor, sind also beispielsweise nicht staatlich registriert. Die Voraussetzungen für indische Frauen, ein eigenes Unternehmen zu gründen und/oder auszubauen, sind unzureichend.
Zum Beispiel gestaltet sich der Zugang zu Finanzierung für Unternehmerinnen schwierig, da frauengeführte Unternehmen von Banken und Investoren oftmals als stärker risikobehaftet eingestuft werden. Anders als Männer haben Frauen oft weniger Kontakt zu wirtschaftlichen Netzwerken, was auch ihren Zugang zu Märkten erheblich einschränkt. Weitere Herausforderungen ergeben sich aus sozialen Normen und traditionellen Rollenbildern, die es Frauen deutlich erschweren, einer bezahlten Arbeit nachzugehen. Ihre Mobilität ist zudem oft durch familiäre Pflichten im Haushalt, Kindererziehung sowie durch Sicherheitsbedenken eingeschränkt. Staatliche Einrichtungen und Programme, die Neugründungen und bestehende Unternehmen fördern, berücksichtigen diese speziellen Herausforderungen und Einschränkungen von frauengeführten Unternehmen häufig nicht angemessen.
Ziel
Die Rahmenbedingungen für frauengeführte Unternehmen in Indien sind verbessert.
Vorgehensweise
Politischer Träger und wichtiger Implementierungspartner des Vorhabens ist das indische Ministerium für Qualifizierung und Unternehmertum. In den ausgewählten Regionen Maharasthra, Nordosten, Rajasthan, Telangana und Uttar Pradesh arbeitet das Vorhaben eng mit lokalen Partnern zusammen.
Zusammen mit den Partnern wird ein Unterstützungsprogramm entwickelt und pilotiert, das speziell auf den Bedarf von Frauen ausgerichtet ist. Das Programm fördert indische Frauen bei der Unternehmensgründung und unterstützt das Wachstum ihrer bestehenden Unternehmen.
Das Vorhaben berät das Partnerministerium sowie andere staatliche Institutionen hinsichtlich einer gendersensiblen Ausgestaltung wichtiger staatlicher Förderprogramme für Unternehmen. Dazu nutzt es die Piloterfahrungen des Unterstützungsprogramms.
Unter dem Namen ‚Her&Now‘ regt eine Film- und Medienkampagne gesellschaftliche Diskussionen über das große Potenzial von frauengeführten Unternehmen an, um zu einem Wandel traditioneller Normen beizutragen.
Projektbeschreibung (EN)
Context
To achieve sustainable economic growth in India and create jobs, women must play a greater role in the economy as employees and entrepreneurs. According to the International Labour Organization (ILO), the employment rate among Indian women is currently just 27 per cent. The United Nations reports that this means they make only a 17 per cent contribution to India’s gross domestic product (GDP). The International Monetary Fund estimates that equal participation of women in the labour market would increase India’s GDP by 27 per cent. A current focus of the Indian Government’s economic policy is on encouraging entrepreneurship – and, in the process, particularly on supporting female entrepreneurs.
However, Indian women face a host of challenges if they wish to become entrepreneurs. Just 14 per cent of all Indian enterprises are run by women, and most of these are in the informal sector. This means, for instance, that they are not officially registered. The environment is not favourable towards Indian women who might want to set up and/or advance their own business.
For example, it is difficult for female entrepreneurs to access funding, as banks and investors frequently rate a business run by women as more risky. In contrast to men, women often have less contact with business networks, which significantly restricts their market access. Further challenges arise as a result of social norms and traditional gender roles that make it much more difficult for women to take on paid work. Their mobility is often limited by family obligations in the household, bringing up children and by safety concerns. State institutions and programmes that promote business start-ups and existing enterprises frequently do not pay adequate attention to the specific challenges and limitations facing women-led businesses.
Objective
The framework conditions for businesses managed by women in India are improved.
Approach
The lead executing agency and key implementation partner of the project is the Indian Ministry of Skill Development and Entrepreneurship. The project works closely together with local partners in the selected regions (Maharashtra, Northeast, Rajasthan, Telangana and Uttar Pradesh).
Together with the partners, a support programme is being developed and implemented that is specifically geared towards the needs of women. The programme supports Indian women in founding start-ups and in growing their existing businesses.
The project advises the partner ministry as well as other state institutions with regard to gender-sensitive design of key state support schemes for enterprises. It uses the pilot experiences of the support programme for this purpose.
Under the name of ‘Her&Now’, a film and media campaign encourages public debate about the great potential of women-led businesses with the goal of contributing to a transformation of traditional norms.