Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan

Projektdetails

  • Projektnummer:2016.2082.2
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Westbalkan/Östliche Partnerschaft n.a., Albanien, Bosnien und Herzegovina, Kroatien, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien, Kosovo

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Beschäftigungsfähigkeit von Studierenden und jungen Graduierten in den Ländern des Westbalkans, die am Stipendienprogramm teilgenommen haben, ist verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Regional Cooperation Council

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:2 537 083 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2013.2169.4

    Stipendienprogramm der deutschen Wirtschaft für den Westbalkan

Nachfolger-Projekt

  • 2019.2213.7

    Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    21.12.2010 - 31.12.2025
  • Aktuelles Projekt:01.01.2017 - 30.01.2020

Sonstige Beteiligte

  • Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Nach dem Attentat auf den serbischen Premierminister Zoran Djindjic initiierte der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Jahr 2003 das Zoran-Djindjic- Stipendienprogramm. Ziel des Programms war und ist es, dem Vermächtnis des ermordeten serbischen Premiers gerecht zu werden, den Menschen in Serbien und den anderen Ländern der Region die Europäische Union näherzubringen, Bildung und Werte zu vermitteln und die regionale Aussöhnung zu fördern.

Die Länder des westlichen Balkans sind nach wie vor von hoher Jugendarbeitslosigkeit betroffen. Gleichzeitig hemmt der Fachkräftemangel die Geschäftstätigkeit von Unternehmen in der Region beträchtlich. Durch die fehlende berufspraktische Ausrichtung der universitären Ausbildung fehlen Hochschulabsolventinnen und -absolventen oft die notwendigen Erfahrungen für einen erfolgreichen Berufseinstieg.

Ziel
Die Beschäftigungsfähigkeit der am Stipendienprogramm Teilnehmenden aus den Ländern des Westbalkans ist verbessert.

Vorgehensweise
Das Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für die Länder des westlichen Balkans bietet jährlich bis zu 75 jungen Graduierten und Studierenden aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien die Möglichkeit, drei- bis sechsmonatige Betriebspraktika in führenden deutschen Unternehmen zu absolvieren. Die Stipendiaten erhalten einen Einblick in die Unternehmenskultur in Deutschland und lernen Managementmethoden und moderne Arbeitsorganisation kennen.

Nach Beendigung ihres Praktikums und der Rückkehr in ihre Heimatländer können Stipendiaten ihr erworbenes Wissen und ihre Fähigkeiten dort einbringen. Die gewonnenen Erfahrungen und Kontakte stärken die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Länder und fördern die bilateralen Beziehungen zu Deutschland, aber auch die Wirtschaftsbeziehungen in der Region. Damit dieses Potenzial langfristig genutzt werden kann, wurde ein Alumninetzwerk mit zahlreichen Aktivitäten eingerichtet. Über diese und den damit verbundenen Austausch leistet das Programm einen wichtigen Beitrag für die regionale Aussöhnung, intensiviert die Wirtschaftsbeziehungen und schafft ein branchenübergreifendes Netzwerk junger, weltoffener Nachwuchskräfte.

Das Programm wird vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft umgesetzt; in Serbien ist die Zoran-Djindjic-Stiftung Umsetzungspartner des Programms.

Wirkungen
Zunächst in Serbien initiiert, wurde das Programm 2007 und 2009 auf alle Länder des westlichen Balkans ausgeweitet. Seit 2004 haben mehr als 80 deutsche Unternehmen über 600 Stipendiaten für Praktika aufgenommen, mehr als die Hälfte davon sind Frauen.
Die Stipendiaten integrieren ihre Erfahrungen mit der deutschen Unternehmenskultur in ihren beruflichen Alltag. Das Programm leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Fortbildung junger Menschen, die grenzüberschreitend denken und die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Heimatländer mitgestalten möchten. Ein erfolgreiches Alumninetzwerk mit über 600 Ehemaligen wurde etabliert, mehr als 60 Prozent der Mitglieder sind im Netzwerk und in lokalen Alumniclubs aktiv.

Eine Verbleibstudie von 2015 belegt, dass von den Teilnehmenden aus den Jahren 2013 und 2014, die zum Zeitpunkt des Praktikums ihr Studium schon beendet hatten, mehr als zwei Drittel nach ihrer Rückkehr einen Arbeitsplatz gefunden haben. Etwa ein Viertel hat seine Studien fortgesetzt. In der Lebenslaufdatenbank des Programms hatten sich Anfang 2016 bereits 59 Unternehmen und Kammern kostenfrei registrieren lassen, um für ihre Personalsuche auf den umfangreichen Pool der Alumni zurückgreifen zu können.

Das Programm hat großen Einfluss auf die regionale Verständigung. Fast alle Teilnehmenden gaben an, dass sie ihre regionalen Verbindungen und Netzwerke durch das Stipendienprogramm gestärkt haben. Damit trägt das Programm wesentlich zur regionalen Verständigung bei. Die neuen beruflichen Beziehungen haben dabei eine ebenso positive Qualität wie die entstandenen sozialen Verbindungen. Alle Länder der Region sind gleichermaßen einbezogen. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

Following the assassination attempt on the Serbian Prime Minister Zoran Djindjic, the German Committee on Eastern European Economic Relations joined forces with the Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) to set up the Zoran Djindjic Internship Programme in 2003. The aims of the programme were, and still are, to do justice to the legacy of the murdered Serbian premier, to give the people of Serbia and the other countries in the region a closer understanding of the European Union, to impart education and values, and to promote regional reconciliation.

The countries of the Western Balkans continue to be affected by high levels of youth unemployment. At the same time, the shortage of skilled workers is seriously hampering the business activities of companies in the region. The lack of practical input and professional guidance in university education means that university graduates often lack the necessary experience to make the leap into working life and carve out a successful career.

Objective

The employability of those enrolled in the internship programme from the countries of the Western Balkans has improved.

Approach

The Internship Programme of German Business for the Countries of the Western Balkans provides up to 75 scholarships each year, offering young graduates and students from Albania, Bosnia and Herzegovina, Croatia, Kosovo, North Macedonia, Montenegro and Serbia the opportunity to do internships for three to six months in leading German companies. The scholarship holders gain an insight into the corporate culture in Germany and get to know management methods and working processes in modern organisations.

After completing their internships and returning to their home countries, scholarship holders can make a greater contribution there, duly applying the knowledge and skills which they have acquired. The experience and contacts which they have gained help to boost the economic development of their countries and promote bilateral relations with Germany but also the economic relations in the region. In order to exploit this potential in the long term, an alumni network has been set up which organises various activities. The programme therefore has an important contribution to make in this way and through the resulting networking in terms of encouraging regional reconciliation, strengthening economic relations and establishing a cross-sector network of open-minded young professionals.

The programme is run by the German Committee on Eastern European Economic Relations; in Serbia, the programme is run by the Zoran Djindjic Foundation.


Results

First established in Serbia, the programme was extended to all countries of the Western Balkans in 2007 and 2009. Since 2004, more than 80 German companies have accepted over 600 interns on scholarships, more than half of whom are women.

The scholarship holders integrate their experience of German corporate culture into their everyday occupations. The programme therefore makes an important contribution to the professional development of young people who think across borders and want to help shape the economic development in their home countries. A successful alumni network with over 600 former interns has been established, with more than 60 per cent of the members playing an active part in the network and in local alumni clubs.

A 2015 survey shows that more than two thirds of the participants in the scheme in 2013 and 2014 who had already completed their studies at the time of the internship found a job after returning home. About a quarter continued their studies. At the beginning of 2016, 59 companies and chambers of commerce had already registered free of charge in order to have access to the CV database and to the extensive pool of alumni from the programme when looking to recruit personnel.

The programme has had a major influence on regional understanding. Almost all the participants stated that they had strengthened their regional connections and networks through the internship programme. The programme will therefore make a significant contribution to regional understanding. The quality of the new professional relationships is just as positive as that of the social relationships which have developed. All the countries in the region are equally involved.