Programm zur Förderung von Innovationen, Lernen und Evidenz in HIV- und Gesundheitsprogrammen der deutschen EZ (PROFILE)
Projektdetails
- Projektnummer:2016.2084.8
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G110 Gesundheit, Bildung, Soziales
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh., Afghanistan, Albanien, Argentinien, Bolivien, Kongo Dem. Rep., Kamerun, Eritrea, Äthiopien, Gabun, Ghana, Guinea, Haiti, Indien, Irak, Kenia, Liberia, Moldau, Madagaskar, Malawi, Namibia, Paraguay, Ruanda, Togo, Tansania, Ukraine, Vietnam
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Beiträge der deutschen Entwicklungszusammenarbeit befördern eine systemische Umsetzung des nachhaltigen Entwicklungsziels (SDG) 3.3 zu Infektionskrankheiten.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:9 614 778 Euro
Kombifinanzierung
Else Kröner-Fresenius-Stiftung: 0Euro
Vorgänger-Projekt
2013.2238.7
Programm zur Förderung von Innovation, Lernen u.Evidenz in HIV- u.Gesundheitsprogr. der dt. Entw.politik (PROFILE)
Nachfolger-Projekt
2020.2156.6
Globale Gesundheit
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 28.04.2011 - 31.05.2026 - Aktuelles Projekt:01.06.2016 - 30.06.2020
Sonstige Beteiligte
- management4health AG
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Mutter-Kind-Gesundheit
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
12110 Gesundheitspolitik und Verwaltung des Gesundheitswesen
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Programm zur Förderung von Innovation, Lernen und Evidenz in HIV- und Gesundheitsprogrammen der deutschen Entwicklungspolitik (PROFILE)
Ausgangssituation
Für den Gesundheitssektor bedeutet der Übergang von den Millenniumsentwicklungszielen der Vereinten Nationen zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung eine stärkere Ausrichtung auf horizontal vernetzte und umfassende Ansätze. Ein gesundes Leben und Wohlergehen für alle Menschen jeden Alters (Ziel 3) ist das übergeordnete Ziel des Gesundheitssektors. Ein Unterziel fordert die Beendigung von Epidemien durch Infektionskrankheiten, einschließlich AIDS, Tuberkulose, Malaria und Hepatitis C. Eine stärkere Ausrichtung von geförderten Maßnahmen gegen Infektionskrankheiten auf nationale Strategien und leistungsfähige Gesundheitssysteme wurde eingeleitet, wird jedoch noch nicht von allen internationalen Akteuren ausreichend berücksichtigt.
Deutschland bringt die Fokussierung auf Gesundheitssystemstärkung bereits in die multilaterale Entwicklungszusammenarbeit (EZ) ein, vor allem im Dialog mit Organisationen der Vereinten Nationen und internationalen Gesundheitsfonds. Um das Ziel der Beendigung von Epidemien durch Infektionskrankheiten erfolgreich und gesundheitssystemstärkend umzusetzen, müssen globale Finanzmittel effizienter, strategischer und nachhaltiger eingesetzt werden und maßgebliche Akteure koordinierter zusammenarbeiten. Grundlage dafür ist eine klarere Position zu Gestaltung, Arbeitsteilung und Zusammenwirken in der globalen Gesundheitsarchitektur, die für die Ziele für nachhaltige Entwicklung immer bedeutsamer wird.
Ziel
Das Ziel der Agenda 2030 zur Beendigung von Epidemien durch Infektionskrankheiten wird gesundheitssystemstärkend umgesetzt.
Vorgehensweise
PROFILE unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), mit besonderem Fokus auf die übergreifenden Themen Gesundheitssystemstärkung und Stärkung der globalen Gesundheitsarchitektur. Das Vorhaben arbeitet in drei Handlungsfeldern. Gleichberechtigung der Geschlechter ist jeweils integraler Bestandteil der Arbeit.
1. Fondsberatung. PROFILE unterstützt das BMZ bei seinem Engagement in den internationalen Aufsichtsgremien des Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria und der Impfallianz Gavi. Das Vorhaben integriert Erfahrungen aus der bilateralen EZ in seine Beratung und bereitet umgekehrt aktuelle Informationen über den Globalen Fonds und Gavi für die deutsche EZ auf. Diese Verzahnung ermöglicht umfassende Einschätzungen.
2. Politische Positionierung und Fachthemen. Das BMZ wird zu Fragen bei ausgewählten Infektionskrankheiten sowie zur politischen Positionierung in der globalen Gesundheitsarchitektur beraten. Erfahrungen aus der Arbeit zur Überwindung von HIV werden ebenso eingebracht wie zum Umgang mit sozialen Determinanten von Gesundheit. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die durch das BMZ mandatierte Mitarbeit in der Health Data Collaborative (HDC) der Weltgesundheitsorganisation. Die Unterstützung von Partnerländern bei der Stärkung von Datensystemen im Gesundheitssektor steht dabei im Vordergrund.
3. Wissen und Lernen. Praktische Erfahrungen der deutschen EZ werden durch PROFILE begleitet, dokumentiert und über das BMZ-Webportal „Healthy DEvelopments" und die Publikationsreihe „German Health Practice Collection" einer breiten Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Vorhaben arbeitet dabei mit der Firma Management for Health (M4H) zusammen. Darüber hinaus hat PROFILE das mittlerweile eigenständige Fondsvorhaben „Klinikpartnerschaften – Partner stärken Gesundheit" (PN 2017.2170.3) mit auf den Weg gebracht, durch das Partnerschaften zwischen Gesundheitseinrichtungen in Deutschland und in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen durch finanzielle Beiträge und fachliche Begleitung gefördert werden.
Das Inkrafttreten der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 markiert eine strategische Neuausrichtung der internationalen Zusammenarbeit und betont die Wichtigkeit, sich in multilaterale Institutionen und deren internationales Handeln einzubringen. PROFILE wird dazu beitragen, dass globale Finanzmittel systemrelevanter eingesetzt, Programme zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten effektiver und effizienter gestaltet und die globalen Bemühungen im Gesundheitssektor auf die Stärkung nationaler Gesundheitssysteme ausgerichtet werden.
Projektbeschreibung (EN)
Programme to Foster Innovation, Learning and Evidence in HIV and health programmes of German Development Cooperation (PROFILE)
Context
For the health sector, the transition from the United Nations’ Millennium Development Goals (MDGs) to the 17 Sustainable Development Goals (SDGs) means a stronger orientation towards horizontally connected and comprehensive approaches. Ensuring healthy lives and promoting wellbeing for all at all ages (SDG 3) is the health sector’s overarching goal. One target under this goal is to end the epidemics of infectious diseases, including AIDS, tuberculosis, malaria and hepatitis C. While a stronger alignement of relevant aid activities with national strategies and a stronger focus on efficient health systems has been initiated, not all international stakeholders are taking this shift sufficiently into account.
Germany already incorporates the focus on strengthening health systems in multilateral development cooperation, especially in the dialogue with United Nations organisations and international health funds. In order to achieve the target of ending epidemics of infectious diseases in a way that strengthens health systems, global funds must be used more efficiently, strategically and sustainably in the future and key stakeholders must work in a more coordinated manner. The basis for this is a clearer position on the design of activities, division of labour and interaction in the global health architecture, which is becoming increasingly significant for the implementation of the Sustainable Development Goals.
Objective
The goal of the 2030 Agenda for Sustainable Development to end epidemics of infectious diseases is implemented in a manner that strengthens health systems.
Approach
PROFILE supports the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), specifically focusing on the overarching topics of strengthening health systems and strengthening the global health architecture. The programme works in three fields of activity, with gender equality as an integral component of the work in each.
1. Advisory services with regard to Funds. PROFILE supports BMZ in its participation in the international supervisory bodies of the Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria and the Vaccine Alliance Gavi. In its advisory services the programme draws on experience gained in bilateral development cooperation; it also compiles up-to-date information on the Global Fund and Gavi for use in bilateral German Development Cooperation. This interaction allows in-depth assessments to be made.
2. Political positioning and specialised topics. The programme advises BMZ on issues related to selected infectious diseases and on political positioning in the global health architecture. Experience gained in the response to HIV is included, as are lessons learned in dealing with social determinants of health. A further important task is PROFILE's participation in the World Health Organization’s Health Data Collaborative (HDC) mandated by BMZ. This work centres on support to partner countries for improving data systems in the health sector.
3. Knowledge and learning. PROFILE monitors and documents implementation experience from German Development Cooperation and makes it accessible to a wide range of specialists via the BMZ web portal "HealthyDEvelopments" and the publication series "German Health Practice Collection". In this area, the programme works with the company Management for Health (M4H). In addition, PROFILE has supported the launch of the funding programme "Hospital Partnerships - Partners strengthen Health" (PN 2017.2170.3), which promotes hospital partnerships between health-related facilities in Germany and in low- and middle-income countries by providing financial contributions and professional guidance.
With the commencement of the Sustainable Development Goals of the 2030 Agenda, a new strategic orientation has been set for international cooperation that emphasises the importance of engaging in multilateral institutions and their international activities. PROFILE will contribute to a more health system-relevant use of global financial resources and a more effective and efficient shaping of programmes to combat infectious diseases. It will also help to direct global efforts in the health sector towards strengthening national health systems.