Unterstützung des Gesundheitssektors in Kenia
Projektdetails
- Projektnummer:2016.2107.7
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Kenia
Zusammenfassung
- Ziele:
Der Zugang zu qualitativ hochwertigen Basisgesundheitsdiensten, insbesondere für ärmere Bevölkerungsgruppen sowie Angehörige des informellen Sektors und ihrer Familien, ist verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Health
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:3 041 154 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2013.2147.0
Entwicklung des Gesundheitssektors
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 20.10.2004 - 31.12.2018 - Aktuelles Projekt:01.01.2017 - 31.12.2018
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Mutter-Kind-Gesundheit
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
12110 Gesundheitspolitik und Verwaltung des Gesundheitswesen
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Kenias Verfassung aus dem Jahr 2010 sichert allen Kenianern und Kenianerinnen Zugang zu qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Gesundheitsdiensten zu. Bevor die Ausübung dieses Rechts gewährleistet werden kann, gibt es jedoch noch viel zu tun. Die Qualität von Ge-sundheitsdienstleistungen ist oft mangelhalt und trotz des starken wirtschaftlichen Wachstums der vergangenen Jahre hindern finanzielle Barrieren viele Kenianerinnen und Kenianer am Zugang zu ihnen. Nur 20% der 48 Mio. Einwohner ist krankenversichert und die meisten Versicherten sind im formellen Sektor beschäftigt.
Im Übereinstimmung mit dem Ziel, bis 2030 universellen Zugang zur sozialen Absicherung im Krankheitsfall zu gewährleisten, hat sich die kenianische Regierung dazu verpflichtet, den Zugang zu Gesundheitsdiensten auf Arme und im informellen Sektor Beschäftigte auszuwei-ten. Prioritär ist die Einrichtung einer funktionierenden, nachhaltig finanzierbaren sozialen Krankenversicherung und die Verbesserung der Qualität von Basisgesundheitsdienstleistun-gen, insbesondere für Frauen und Kinder.
Der Zugang zu qualitativ hochwertigen Basisgesundheitsdienstleistungen für Arme, im infor-mellen Sektor Beschäftigte und für ihre Familien ist verbessert.
Das Projekt unterstützt Partnerinstitutionen auf nationaler Ebene und in vier Bezirken (Kisumu, Kwale, Siaya and Vihiga) dabei, den finanziellen Zugang zu Gesundheitsdiensten und die Qualität und Zuverlässigkeit der Gesundheitsdienste zu verbessern. Es ist Bestandteil eines Gesundheitssektorprogramms der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, welches auch Maßnahmen der finanziellen Zusammenarbeit umfasst, die von der KfW Entwicklungsbank umgesetzt werden.
Gesundheitsfinanzierung
Da über 80 Prozent der kenianischen Bevölkerung im informellen Sektor beschäftigt sind, ist die Ausweitung der sozialen Krankenversicherung auf sie und ihre Familien eine Schlüssel-strategie zur Erreichung der universellen Absicherung im Krankheitsfall (Universal Health Coverage, UHC). Das Projekt berät daher den Nationalen Gesundheitsversicherungsfonds (National Health Insurance Fund, NHIF) hinsichtlich der Ausweitung der Absicherung der im informellen Sektor Beschäftigten, z.B. im Rahmen von Gruppenversicherungsverträgen.
In den vier Zielbezirken unterstützt das Projekt die Gesundheitsbehörden und die regionalen NHIF-Dienststellen dabei, Gruppierungen im informellen Sektor wie z.B. Marktverkäuferinnen und -verkäufer oder landwirtschaftliche Kooperativen zu identifizieren, sie über Krankenversi-cherungen aufzuklären und dann über Gruppenverträge zu für den Krankheitsfall abzusi-chern. Gemeinsam mit dem NHIF arbeitet das Projekt daran, Versicherungsprozesse (u.a. Forderungsmanagement, Finanzflüsse und Berichtswesen) durch Fortbildung der Verwaltun-gen akkreditierter Krankenhäuser in den vier Bezirken zu optimieren.
Qualitätsmanagement
Das Projekt unterstützt Gesundheitseinrichtungen bei der Einhaltung national einheitlicher Qualitätsstandards (Kenya Quality Model of Health, KQMH) in Routineprozessen. Es betreut und begleitet die Verwaltungen von 47 Krankenhäusern in den vier Bezirken bei Qualitäts-verbesserungsmaßnahmen und regelmäßigen Selbsteinschätzungen mittels einer IT-basierten KQMH-Checkliste.
Um eine nachhaltige Verankerung von Qualitätsmanagement sicherzustellen, wird die Ein-richtung von Qualitätsmanagement-Gremien in den Gesundheitsbehörden und Krankenhäu-sern der vier Bezirke und im Kenyatta National Hospital in Nairobi gefördert. Darüber hinaus stärkt das Projekt die Kapazitäten des Personals der Krankenhäuser und der Gesundheits-behörden, die über das Gesundheitsinformationsmanagementsystems verfügbaren Daten zu analysieren und sie für Planungsprozesse und die Erstellung von Budgets zu nutzen.
Sektorgovernance
Seit 2013 liegt die Verantwortung für die Gesundheitsdienste bei den Bezirken, was ihnen ermöglicht, diese stärker auf die jeweiligen Bedürfnisse ihrer Bevölkerung abzustimmen. Das Projekt stärkt die Kapazitäten der Bezirksverwaltungen von Kisumu, Kwale, Siaya and Vihiga in den Bereichen Management und Governance der Gesundheitsdienste. Es berät die Ge-sundheitsbehörden bei der Konzeption und Umsetzung ihrer Jahresplanungen entsprechend nationaler Richtlinien. Es unterstützt sie außerdem beim Einführen von Maßnahmen, die öf-fentliche Beteiligung sowie Transparenz und Rechenschaftslegung im Gesundheitssystem fördern, wie z.B. Verhaltenskodizes, Beschwerdeverfahren und Patienten- und Personalzu-friedenheitsumfragen. Das Projekt dokumentiert und verbreitet die Erfahrungen mit diesen Ansätzen, um die Gesundheitsbehörden und Gesundheitsdienstleister in den vom Projekt unterstützten und in anderen Bezirken anzuregen.
‚Ergebnisse‘
• Die Zahl der vom NHIF Hauptversicherten hat sich zwischen 2013 und 2017 mit einem Anstieg von 2.9 auf 7.2 Mio. mehr als verdoppelt. Der Anteil der im informellen Sektor Beschäftigten stieg im selben Zeitraum von 16 auf 37%. Der Anteil der über den NHIF versicherten Bevölke-rung in den vier Zielbezirken stieg allein im Verlauf von 2017 um 10%.
• Qualitätsmanagement-Gremien sind auf Bezirks- und Krankenhaus-Ebene etabliert und ge-stärkt. Die Krankenhäuser prüfen regelmäßig die Einhaltung der nationalen Qualitätsstandards mithilfe einer IT-basierten Checkliste.
• Management und Governance des Gesundheitswesens sind durch verbessertes Qualitätsma-nagement und optimierte Planungsprozesse sowie durch die Einführung von Verhaltenskodi-zes, Beschwerdeverfahren und Patienten- und Personalzufriedenheitsumfragen gestärkt.
Projektbeschreibung (EN)
Kenyans are guaranteed access to quality, affordable health care under the country’s 2010 constitution, however much remains to be done to realise this right in practice. The quality of basic health services is often poor and, despite strong economic growth in recent years, many Kenyans face financial barriers to accessing care. Only 20 per cent of Kenya’s 48 million inhabitants have health insurance, and most of these are employed in the formal sector.
The Government of Kenya is committed to expanding access to health care for the country’s poor and for those working in the informal sector, in line with the goal of achieving universal health coverage by 2030. Top priorities include ensuring a well-functioning, financially sus-tainable social health insurance system and improving the quality of basic services, particu-larly those for women and children.
The access to high-quality basic health services for the poor, workers in the informal sector and their families has been improved.
The project supports partner institutions at the national level and in four counties (Kisumu, Kwale, Siaya and Vihiga) to strengthen people’s financial access to health services and to ensure the quality and reliability of those services. It is one module in a larger German-supported health sector programme which also includes financial cooperation measures im-plemented by the KfW Entwicklungsbank.
Health financing
More than 80 percent of Kenyans work in the informal sector, and extending social health insurance coverage to informal sector workers and their families is therefore a key strategy for reaching universal health coverage. The project advises the National Health Insurance Fund (NHIF) at the national level on policies and strategies for increasing financial protection among informal sector workers, including on the design of group insurance contracts.
In the four target counties, the project supports County Health Management Teams (CHMT) and NHIF regional branches to identify informal groups, such as local farming cooperatives and market vendors, to sensitise their members to the principles of health insurance; and to enrol them in the NHIF via group insurance contracts. The project also works with the NHIF to improve the implementation of insurance processes, such as claims processing, financial flows and recordkeeping, by building the capacity of personnel at accredited hospitals in the four counties.
Quality management
The project seeks to mainstream nationally uniform standards for quality management into routine processes at health facilities, using IT-based approaches wherever possible. Health personnel at 47 hospitals in the four counties are mentored on quality improvement measures, and quality of care is assessed regularly using a web-based version of the Kenya Quality Model of Health (KQMH) checklist.
The project supports the establishment of quality management structures in the county ad-ministrations, in 47 hospitals in the four counties, and at the Kenyatta National Hospital in Nairobi. It also strengthens the capacity of health professionals and CHMTs to analyse and use data from the District Health Information System in health sector planning and budgeting processes.
Health sector governance
Since 2013 responsibility for health service provision has been devolved to the county level, creating opportunities to make health services more responsive to the needs of local resi-dents. The project works with county administrations in Kisumu, Kwale, Siaya and Vihiga to strengthen health sector management and governance. It advises CHMTs on the design and implementation of annual planning processes, in line with nationally established guidelines. It also supports CHMTs to introduce instruments which promote public participation and en-hance transparency and accountability in the health sector, such as service charters, com-plaint mechanisms, and staff and patient satisfaction surveys. To encourage replication of good practices, the project documents and shares experiences across the four counties and beyond.
Results
• The number of principal beneficiaries enrolled in the NHIF has more than doubled between 2013 and 2017, from 2.9 to 7.2 million. Informal sector workers made up 37% of insured bene-ficiaries in 2017, up from 16% in 2013. The proportion of the population insured by NHIF in Ki-sumu, Kwale, Siaya and Vihiga counties rose by 10% during 2017.
• Quality management structures have been established or strengthened at county and facility level. Facilities now assess quality management at periodic intervals using a web-based KQMH tool.
• Health sector management and governance have been strengthened through improvements in quality management and planning processes, and the introduction of service charters, com-plaints mechanisms and staff/patient satisfaction surveys
Can health service devolution strengthen accountability?
Western Kenya’s quest for a culture of constructive criticism in healthcare (December 2016)
An article in the In focus series of the BMZ web portal Healthy DEvelopments.
http://health.bmz.de/events/In_focus/Health_service_devolution_for_accountability_Kenya/index.html