Strengthening the capacities in waste water management

Project details

  • Project number:2016.2161.4
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: 3300 Naher und Mittlerer Osten 1
  • Contact address: Transparency team 
  • Partner countries: Jordan

Summary

  • Objectives:

    The operational competencies in waste water management of the relevant stakeholders in the Jordanian water sector are improved.

  • Client:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Project partner:

    Water Authority of Jordan

  • Financing organisation:

    not available

 

Volume of commission

  • Financial commitment for the actual implementation phase:6 000 000 Euro

Cofinancing

  • not available

 

Previous project

  • not available

Follow-on project

  • not available

 

Term

  • Entire project:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    28.11.2017 - 30.01.2021
  • Actual project implementation phase:01.12.2017 - 30.01.2021

other participants

  • Arge GOPA Infra GmbH-GOPA Jordan LLC

 

Further information

  • Project websitesnot available

 

Policy markers

  • Climate Change: Adaptation

    Significant (secondary) policy objective

CRS code

    14010 Water sector policy and administrative management

Evaluation

not available

 

Project description (DE)

Ausgangssituation
Jordanien ist eines der wasserärmsten Länder der Welt. Schon heute werden jährlich mehr Grundwasserressourcen für Trinkwasser sowie Landwirtschaft und Industrie entnommen als sich neu bilden können. Durch den Klimawandel steigen die Temperaturen, und Niederschläge werden unregelmäßiger, so dass die Wasserverfügbarkeit weiter abnimmt. Gleichzeitig verschlechtert sich die Qualität der Wasservorräte, unter anderem durch ungenügende Abwasserbehandlung oder Düngemittel.

Die jordanische Regierung investiert verstärkt in den Ausbau von Kläranlagen, die Abwasser aufbereiten und so eine Wiederverwertung ermöglichen. Der Betrieb dieser Anlagen ist jedoch technisch komplex. Fachpersonal ist nur eingeschränkt verfügbar oder hat nicht die erforderlichen Spezialkenntnisse. Die Folge sind Störungen im Klärbetrieb und eine unzureichende Reinigung, so dass behandeltes Abwasser nur eingeschränkt wiederverwendet werden kann.

Ziel
Die jordanische Regierung stellt einen effektiven Klärbetrieb sicher und verbessert das Qualitätsmanagement im Abwassersektor.

Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt die jordanische Regierung beim Aufbau von Wissen und Kompetenzen für die staatliche Aufsicht über den Abwassersektor. Gleichzeitig etablieren die GIZ und ihre Partner effektive und effiziente Prozesse für den Betrieb von Kläranlagen und schulen Fachpersonal zu neuen technischen Anforderungen.

Staatliche Aufsichtsfunktion über den Abwassersektor stärken: Damit die jordanische Wasserbehörde (WAJ) ihre Aufsicht besser ausüben kann, wird das bereits in Ägypten etablierte Qualitätsmanagementinstrument „Technical Sustainable Management" (TSM) eingeführt und an jordanische Verhältnisse angepasst. Die GIZ und ihre Partner definieren dazu unter anderem Standards für den Betrieb und die Wartung von Kläranlagen. Anlagen, die alle Anforderungen erfüllen, erhalten ein Zertifikat. Parallel überprüfen die GIZ und ihre Partner das System finanzieller und technischer Leistungskennzahlen der Wasserbehörde und entwickeln es weiter.

Effiziente Prozesse für den Betrieb von Kläranlagen: Das Vorhaben fördert schwerpunktmäßig die Yarmouk Water Company (YWC), die für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung im Norden Jordaniens zuständig ist. Die GIZ unterstützt YWC unter anderem bei der TSM-Zertifizierung für seine Kläranlagen. Dafür analysiert sie gemeinsam mit dem Partner die technischen Anlagen und Prozesse im Klärbetrieb und verbessert diese. Dazu gehören kleinere Reparaturen und Austausch fehlerhafter Teile sowie die Optimierung von Betriebs- und Wartungsabläufen, ein verbessertes Ersatzteilmanagement oder die Überprüfung von Sicherheitsvorkehrungen. Die GIZ und ihre Partner beraten YWC außerdem zur organisatorischen Weiterentwicklung und dem Finanzmanagement der Abwasserabteilung. Ein Konsortium aus den Beratungsunternehmen GOPA Infra und GOPA Jordan unterstützt gemeinsam mit der Stadtentwässerung Dresden die Umsetzung dieser Aktivitäten.

Fachpersonal schulen: Abwasserfachkräfte von YWC können sich in individuell angepassten Weiterbildungsmaßnahmen qualifizieren. Das technische Personal der Kläranlagen wird nach dem im jordanischen Wassersektor etablierten „Water Operators Certification Program" (WOCP) fortgebildet und zertifiziert. Ergänzend wird untersucht, welche zusätzlichen Weiterbildungen die Fachkräfte benötigen. Anhand der Ergebnisse werden dann maßgeschneiderte Trainingspläne konzipiert und umgesetzt.